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7 (1915)
Seite
167
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Einleitung. 167

Wildenstein 1 ). Seine Aufzeichnungen jedoch reichen nur bisApril 1498 2 ), und jedenfalls bald nachher starb er. Denn schonam 12. April 14H9 wurde sein ältester Sohn Ezechiel Bürgervon Solothurn und versprach dieser Stadt, zum Nachteil Basels,5 seine Burg Wildenstein ihr jederzeit offen zu halten. Solo-thurn besetzte daher während des Schwabenkrieges das Schlossund wünschte es auch zu kaufen 3 ). Doch wurde letztere Ab-sicht dadurch vereitelt, dass im Januar 1500 Jörg Schönkindim geheimen Auftrag des Basler Rats die Burg von Ursis Wittwe

i« und ihren zwei Jüngern Söhnen Severin und Diebold, die nichtSolothurner Bürger geworden waren, um 775 Gl. kaufte 4 ), umsie nachher der Stadt zu übergeben. Von Ursis ältestem SohnEzechiel aber wissen wir weiter nur, dass er schon 1488 dieUniversität bezog und dass er später eine Kaplanei in Frick

«innehatte, die er jedoch nicht selber versah 5 ). Der jüngsteSohn hingegen, Diebold, war beim Verkauf von 1500 nochnicht mündig 6 ).

Die wenigen cbronikalen Aufzeichnungen, welche Ursi Handschrifthinterlassen hat, sind in einer Handschrift enthalten, welche

20 sich jetzt als Cod. ms. chart. F 82 in der Universitätsbibliothekzu Würzburg befindet und auf ihrer modernen Cartondeckedie Aufschrift »Miscellanea Basiliensia« trägt. Diese Hand-schrift, welche 55 Blätter fol. mit moderner Paginatur umfasst,ist offenbar aus drei Fragmenten zusammengesetzt. Die ersten

25 zwei Blätter nämlich, mit dem Wasserzeichen des Halbmondes,enthalten von unbekannter Hand neben einem 1427 datiertenVerzeichnis der im Kloster St. Mathias bei Trier aufbewahrtenReliquien auch eine für Pilger verfasste und mit Venedig be-ginnende »Via ad sepulcrum domini in Jerusalem«. Auf Bl. 3

30 bis 9 hingegen, welche als Wasserzeichen ein P mit dem Kreuztragen, folgen von andrer Hand des XV. Jahrhunderts zweiKaiserurkunden, nämlich eine vom 25. April 1431 datierte wört-liche Wiederholung des von Sigismund am 25. März d. J. er-lassenen Verbots der Aufnahme von Pfahlbürgern durch die

1) S. Merz, Burgen des Sisgaus IV 85.

2) S. unten den Schluss derselben.

3) S. Merz a. a. O., auch B. Beiträge XII 272, A. 1.

4) S. B. Urkb. IX No. 243 u. 258, auch Boos, Urkb. d. Landsch. BaselNo. 973.

5) S. Univ. Matrikel z. J. 1488, u. Merz IV 86.

6) S. B. Urkb. a. a. O.