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nachher noch bei mehreren Bischöfen, das genaue Jahr ihrerWahl beigefügt ist. Doch der letzte unter diesen ist der seit1192 bezeugte Lütold I, und von dessen nächsten Nachfolgernfehlt Walther von Röteln gänzlich, während Heinrich von Thun5 zwar genannt wird, doch ohne jegliche Zeitbestimmung. Aufdiesen aber folgt Lütold IL, dessen Jahrzahl 1249 sich nichtmehr wie bisher auf die Wahl bezieht, sondern im Gegenteilauf dessen Tod. Da nun Blauenstein in der Tat nicht wissenkonnte, bis zu welchem Bischof solche Zahlen das Wahljahr
10 bezeichnen und von wo an das Todesjahr, so glaubte er anseiner Quelle zwischen 1192 und 1249 eine Lücke von 50 Jahrenvermuten zu müssen, während in Wirklichkeit blos die kaumzweijährige Regierung Walthers von Röteln fehlt.
Mit dem 1249 verstorbenen Lütold IL beginnt allerdings
15 gleichsam eine neue Reihe, indem auch seinen Nachfolgern stattdes Wahljahres in der Regel das Todesjahr beigefügt und alssolches auch hie und da durch ein »obiit« deutlich bezeichnetist. Die scheinbare Lücke, welche Blauenstein deshalb an seinerQuelle zu erkennen glaubte, bildet demnach vermutlich die
20 Grenze zwischen zwei Verfassern, deren einer das Jahr derWahl, der andere hingegen das Todesjahr jedes Bischofs zuverzeichnen sich bestrebte. Der erstere schrieb mithin unterdem 1192—1213 regierenden Bischof Lütold I. und setzte, so-weit sein spärliches Wissen reichte, das alte mit Bischof Be-
25 i'inger schliessende Verzeichnis bis in seine eigene Zeit fort.Per zweite Fortsetzer hingegen, der meistens nur die Todes-jahre verzeichnete, und welchem die Zeiten Walthers von Rötelnu nd Heinrichs von Thun offenbar schon sehr ferne lagen, magw ohl erst im XIV. Jahrhundert das bisher nur bis Lütold I.
!0 reichende Verzeichnis in jenes jetzt verlorne, jedoch sowohlBlauenstein als Beinheim noch bekannte Jahrzeitbuch des Dom-stifts abgeschrieben und bis in seine eigene Zeit fortgeführtnahen. Da nun Beinheims eigene Chronik der Bischöfe erst*nit Johann von Vienne beginnt, so dürfen wir hieraus wohl
35 schließen, dass das Verzeichnis im Jahrzeitbuch noch bis zudessen Vorgänger Johann Senn von Münsingen gereicht habeund mithin erst unter diesem Bischof sei geschrieben worden.Kein Wunder daher, wenn es von ihm etwas mehr berichtetea 's von allen seinen Vorgängern und namentlich auch die 1363
verfolgte Weihe des nach dem Erdbeben von 135(5 wieder her-gestellten Hochaltars im Münster erwähnte, welche vermutlichden Schluss des Ganzen bildete.
Schon oben sahen wir, wie dem verschobenen Adalbero L,
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