Einleitung. 35
Chroniken, so wenig als die Abhandlungen des KarthäusersUeorg auf Bl. 150—151, oder die Berechnungen des Weltaltersauf dem vordersten Blatt des Buches.
r l I-° m re * Cüen Inhalt von Blauensteins Buch war es nament- Fortsetzung5 J 1C h dle Chronik der Bischöfe, von welcher schon frühe mehr- ilZ^Z".ie Abschriften genommen und später auch gedruckte Aus-gaben veranstaltet wurden. Wir verweisen daher für alles, wasirgendwie die weitern Schicksale und die Verbreitung des Buchesbetrifft, auf die besondere Einleitung zu dieser Chronik und
io wenden uns nun zum altern Hauptstück, nämlich zur Fort-setzung der Flores Temporum. Wie wir oben sahen, besteht• diese aus zwei Teilen, nämlich aus einer Papstchronik vonMartin V. bis zum Jubeljahr 1475 und aus einer GeschichteKaiser Friedrichs bis zum selben Jähret). Beim ersten Teil
15 ergab es sich gleichsam von selbst, dass hier den Hauptinhaltdas Basler Concil bildet. In dem Kampfe, den diese Versamm-lung mit dem päpstlichen Stuhl zu bestehen hatte, ergreiftunser Chronist unumwunden für sie Partei gegen Eugen IVund dessen Anhang, und auch über die nachfolgenden Päpste
20 äussert er freimütig seine Meinung. Nebenbei aber findet auchdie Basier Lokalgeschichte ihre bescheidene Stelle. Schonvorher, in den Zusätzen zur Compilation, werden die Feuers-brunste von 1414 und 1417 erwähnt, und in ähnlicher Weise
- iS *u • er Fortsetzun g zunächst bei Eugen IV. die Pest vonb "TW Nik olaus V. die Ueberschwemmung von 1451, und
bei Pius II. die Stiftung der Universität nebst andern der Stadtvon ihm erwiesenen Gunstbezeugungen. Der ausschliesslichder p eScluchte Kaiser Friedrichs III. gewidmete zweite Teil
so unter ° rt ? etzun § hingegen erzählt hauptsächlich die vielerleidas T? Se ! Uer Re gierung entstandenen Kriege und Fehden, diep f eich zu keiner Ruhe kommen Hessen. Während aber diei-apstchromk mit dem Jubeljahr 1475 einen passenden Ab-scüluss findet, bricht dieser zweite Teil mitten im Burgunder-n ege ganz unvermittelt ab, und zwar, wie schon erwähnt,
«wohl infolge Ablebens des Verfassers2).
Bei diesem zweiten Teil brachte es schon die Darstellungder teilweise gleichzeitigen Kriege mit sich, dass keine strengchronologische Ordnung eingehalten wurde. Doch auch bei der
sollen in einem Werk über die europäische Politik jenes Zeitraums, welches"*■ Emil Dürr in Aussicht stellt, veröffentlicht werden.
1) S. oben S. 301) S. oben S. 26
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