34 Blauensteins Flores.
vom 28. Januar 1472 datierte Deutung des in jenem Jahr er-schienenen Cometen ein, und zwar unter Hinweis auf Bl. x desvordem Teils, wo in der Tat unter den vermischten Chronika-lien diese Himmelserscheinung bereits erwähnt ist. Weiter je-doch folgt auf Bl. 165 und 166 nur noch die deutsche Ueber-5setzung zweier Briefe vom 16. und 20. August 1475, von KaiserFriedrich III. und König Ludwig XL, und damit schliessenBlauensteins Aufzeichnungen in diesem Buche, dessen letzte2 Blätter leer blieben. Aus der Zeit aber, wo dasselbe nachseinem Tode in die Karthaus gelangt war, finden sich von der 10Hand des Bruders Georg Carpentarii ausser der schon erwähntenAufschrift des vordersten Blattes l ) noch auf dem früher leergelassenen Bl. 150—151 zwei den Karthäuserorden betreffendeAbhandlungen, deren erste überschrieben ist: »Quicunque scan-dalizatur ex eo, quod Carthusienses non habeant multos sanctos 15canonisatos, audiat mente pia, quod sequitur«. Die zweite hin-gegen handelt: >De abstinentia carnium Carthusiensium«.
Ueliersidit
u.mmh Ueberblicken wir nun den Inhalt des ganzen Buches so
des Ganzen. im ^^ Teil Bi aue nsteins zweiteilige Fortsetzung der Mores
Temporum das einzige größere Stück, welches für unsern Zweck 20einige Bedeutung hat und deshalb hier zur Ausgabe gelangt.Die geringfügigen Zusätze hingegen, welche die vorausgehendeCompilation aufweist, geben wir nur als erste Beilage. Imvordem Teil des Buches aber ist es vor allem die Chronik derBischöfe die in unser Programm gehört, und da diese ein 25Ganzes für sich bildet, so lassen wir sie in diesem Bande alsbesondere Nummer folgen. Die kurze Abhandlung über den»Origo dueum Austrie« hingegen stimmt an einzelnen Stellen,welche die Könige Rudolf und Albrecht I. betreffen, nahezuwörtlich mit den Zusätzen zu den Flores Temporum überein, sound zudem ist sie durch Th. von Liebenau im Anzeiger fürSchweizergeschichte 1889 S. 384ff. schon längst veröffentlicht.Wohl aber lassen wir als zweite Beilage die gemischten Chro-nikalien vom Schluss des vordem Teiles folgen, wobei wir den-selben einzig noch die genau datierte Erscheinung des Cometen 3:von 1472 beifügen, mit welcher auf Bl. 164 dessen weitläufigeastrologische Deutung beginnt. Diese selber hingegen undauch die dort folgenden zwei Briefe Friedrichs III. und Lud-wigs XI. von 14752), gehören nicht ins Programm der Basler
1) S. oben S. 27. . , „ ,
2) Diese zwei Briefe, die bis jetzt einzig in dieser Hs. sich fanden,