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Blauensteins Flores.
Papstgeschichte wird z. B. die Eroberung Constantinopels schonbei Eugen IV. erzählt, bei Anlass der Unterhandlungen desConcils mit den Griechen. Da Blauenstein zudem die ganzeFortsetzung erst 1475 niederschrieb und hiezu keinerlei schrift-liche Quellen scheint benützt zu haben, so kann es auch nicht 5befremden, wenn er über die frühere Zeit, vor 1450, in ein-zelnen Fällen sich in der Zeit irrt und auch sonst nicht immero-enau unterrichtet ist. Im übrigen jedoch verdanken wir ihmschon aus dieser altern Zeit verschiedene Angaben, welche dieBerichte sonstiger Quellen wesentlich ergänzen, so z. B. über 10den Ueberfall der Concilsgesandtschaft von 1446, oder überdie 1448 erfolgte Sendung des bischöflichen Offizials Gemniingernach Rom. Und mehr noch über die Ereignisse der letztenZeit, etwa von 1460 an, sind seine Berichte zum Teil von nichtzu unterschätzender Bedeutung. 's
AüBgabe Gleich dem übrigen Inhalt seines Buches hat Blauenstein
Beilagen, auch seine Fortsetzung der Flores Temporum auf den Blatt-rändern mit zahlreichen Inhaltsangaben versehen, von welchenwir in der vorliegenden Ausgabe die hiezu geeigneten alsUeberschriften verwenden, die übrigen jedoch übergehen. Die 20gleichfalls am Rand angebrachten Zusätze zum Text hingegenziehen wir in diesen herein, indem wir sie vom übrigen Inhaltnur durch eckige Klammern unterscheiden. Wie in den frühernBänden so geben wir auch hier die noch durchweg römischenZiffern im Druck durch arabische und das consonantische u 25und i durch v und j, sowie auch y durch ii, soweit es in dieserBedeutung vorkommt. Leichte grammatische Verstösse, wiez. B. die Verwechslung von Dativ und Ablativ, verweisen wirgleich den offenkundigen Schreibfehlern unter die Varianten.Hingegen ist z. B. theolya nicht als verschrieben zu betrachten, sosondern diese Wortform erklärt sich aus der alten Basler Mund-art in welcher g zu j wurde, also z. B. theologia zu theo-lojia oder theolija. Neben den Schreibfehlern blieb übrigensunserm Chronisten in seltenen Fällen auch ein ganzes Wortin der Feder, und solche sinnstörende Lücken ergänzen wir in 38Cursiv.
Von den Beilagen zu dieser Fortsetzung der Flores Tem-porum wurden schon oben zwei erwähnt, welche beide ausBlauensteins Handschrift stammen 1 ). Wir fügen jedoch nocheine dritte bei, die zu unserm Chronisten allerdings nur in-40
1) S. oben S. 34.