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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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welche sie erzeugten, in einer ungleich nachtheiligern Lage alsfrüher befanden. Am Rheine haben sich bis heute nichtso nachtheilige Folgen der Gewerbefreiheit gezeigt, wovondie Ursache vielleicht in dem Umstände liegt, daß mit derAufhebung der Zünfte und Innungen Zugleich alle übrigeVerhältnisse umgefchassen wurden, und daß mit den dadurchvermehrten Erwerbsquellen die äußeren Verhältnisse feit jenerEpoche stets günstiger für das Rheinland geworden sind.Wir wiederholen hier aber die früher geäußerte Bemerkung,daß mit dem heutigen günstigen Zustande der RheinischenGewerbe keineswegs ihr künftiges Gedeihen verbürgt ist.

Welcher Ansicht man hinsichtlich der Zünfte und In-nungen beitrete, mag man sich für ihre Erhaltung oder. 'Abschaffung erklären, so bleibt es gewiß, daß in der Unbe-schränktheit der Gewerbsreiheit ein wirksames Beförderungs-mittel der Bevölkerung anzuerkennen fei. Die Besorgniß,die Volkszahl über die nützliche Grenze vervielfältigt zu sehen,wird folglich dadurch vermehrt, und die Aufforderung zurBeschränkung der Theilbarkeit ländlicher Grundbesitzungenbringender. Wir verhehlen uns nicht die Schwierigkeiten,'welche die Durchführung dieses Grundsatzes in dem Rhein-lande hat, glauben aber dennoch, daß künftig die Nützlich-keit und selbst die Nothwendigkeit davon gefühlt werdenwird. Als Vorbereitungsmittel dazu sind folgende Punkteanzusehen:

t. Die öffentliche Meinung mit dem Gegenstande ver-traut zu machen, um sie für ihn zu gewinnen. Oeffent-liche Blätter leisten hiebei das Meiste;

2. Landständische Verhandlungen darüber zu veranlassen.

Daß die begrenzte Theilbarkeit nicht für die lebende