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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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daß unproduktive Arbejt die nachteiligen Folgen ihrerNatur stets wahrnehmen lasse, als Beispiel die Geschichteder Französischen. Parlamentssiädte an. So lange dieParlamente in ihnen bestanden, sagt er, waren sie ann,weil die meisten Bewohner Einkommen bezogen, dasmit ihrem Tode ..erlosch, wMnd sie sich heut zu Tageeines blühenden Wohlstandes erfreuen, weil ihre Einnahmeaus Kapitalien fließt, die sie ist den Gewerben oder imHandel angelegt haben. Bonn und Koblenz, worin sichlängere Zeit hindurch fürstliche Hofhaltungen befanden,zeigten zur Zeit der Rheinischen Kleinherrschaften niemalsdie Blüthe, welche sich heut zu Tage dem Fremden so un-verkennbar offenbart. Ein bedeutender Theil der Bewohnerbezog seinen Unterhalt aus Hofdiensten und Hofgesinde-diensten, bei welchem nichts erworben und folglich keinVermbgensstamm gesammelt werden konnte. Als aberBonn unter Neufränkischer Herrschaft fast alles Erwerbsdurch den Mangel großer Behörden beraubt war, versankenviele Familien in schmählige Armuth, der Ort wurde nachdem Ausdrucke eines Rheinischen Gelehrten*) so leer, wieeine hohle Nuß, und manche Straßen nährten üppigenGraswuchs. Welch' einen ganz andern Anblick gewährtheut zu Tage diese Stadt? Die Straßen sind mit Men-schen angefüllt, die Häuser verschönert, die geschmackvollstenGebäude neu ausgeführt, altes Mauerwerk, früher den Ortentstellend, ist niedergerissen; allenthalben herrscht die größteGeschäftigkeit, allenthalben der unverdrossenste Erwerbseifer.

') Des Professors Rucksruh -l in den Jahrbüchern der BonnerHochschule.