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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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mit den gesetzlichen oder landesüblichen Zinsen vorstrecken.Ist diese aber erschöpft, oder nur für kleinere Summen "ausreichend, und des Winzers Bedürfniß, wie es zu ge-schehen pflegt, dringender geworden, so treibt ihn die Nothzu Wucherjuden, von denen er um jeden Preis Geld leiht,weil augenblickliche Verlegenheit das menschliche Gemüthblind gegen künftige Gefahr und größeres Elend macht.Wer aber dem Wucher zinspflichtig geworden ist, vermagsich seiner unbescheidenen Herrschaft nur unter den günstig-sten wirthschafilichen Verhältnissen zu entziehen, zollt ihmaber in der Regel mit Kindern und Enkeln. Der Mangelan Kapital und das Bedürfniß desselben wirkt aber nichtbloß hierdurch unheilbringend auf den Zustand 'der Winzer,fondern er nöthigt ihn auch, dem Genusse der Früchte zuentsagen, welche die Zeit allein an dem Erzeugnisse feinesFleißes zur Reife bringt, indem der Wein durch das Lagertheils größere Güte erhalt, theils bessere Preise erlangt,mit einem Worte, er muß sein Weinerzeugniß vor der Zeitverkaufen, um drohenden Manichaern, die von feiner Ver-legenheit neuen Vortheil ziehen, genug zu thun. So ge-schieht es nun, daß die Früchte des Weinbaus größten-theils nicht den Producenten, sondern den ihr Erzeugnißaufkaufenden Handelsleuten und gewissenlosen Inhabernkleiner Kapitalien zufallen, der Winzer aber größtentheilsin drückender Dürftigkeit lebt.

Wir reihen hieran folgende Betrachtung:

Da der Handel kein unbedingt produktives Gewerbe,und Gewinn der Käufleute da als halber Verlust anzusehen ist,wo ohne ihre Hülse dieselbe Größe der Produktion erhal-ten werden kann, so folgt daraus, daß, wenn man die