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reieu, »in Anregung zum richtigen, sachgemäßen Denken imZusammenhange mit dem richtigen, treffenden Ausdrucke.
Auf allen diesen Gebieten werden vaterländisch gesinnteMänner nnd Frauen sich einmüthig die Hand reichen.
Mit nicht minderem Nachdrucke aber muß die hauptsächlichsteKlippe vermieden werden, an der unsere Bestrebungen ganzsicher scheitern würden: die blinde Reinignngswnth, die unver-nünftige Übertreibung, die alte verblendete Deutschtümelei,Wir wollen keineswegs die Fremdwörter mit Stumpf und Stielausrotte», denn das wäre ein ganz thörichtes Beginnen, dasnus schwere geistige Fesseln auferlegen und uns mit Recht derLächerlichkeit preisgeben müßte. Wir wollen mit Vernunft undMaß, aber auch mit Thatkraft und Beharrlichkeit vorgehen.Vornehmlich wollen wir jener Flnth lateinischer nud »och mehrfranzösischer Ausdrücke eiueu Damm entgegensetzen, mit der wirsprachlich überschwemmt sind. Wir huldigen dabei dem Grundsätze:«Kein Fremdwort für das, was deutsch gut
ausgedrückt werdeu kann!«
Möchte doch jeder deutsche Mann nnd jede deutsche Frau,uud jeder deutsche Kuabe nud jedes deutsche Mädchen es vollnnd tief im Herzen empfinden, welche Schande es ist, immerdie wälschen Mischwörter im Mnnde zu führe», wo doch derSchatz unserer unermeßlich reichen Sprache in Hülle uud Füllegiebt und wiederum giebt. Möchte jeder Deutsche das Worteines seltenen Mannes tief in die Seele sich schreiben, welchesdieser vor mehr als zwei Jahrhunderten mitten im tiefstenElende des deutschen Volkes sprach, jenes Wort, welches dergroße Knrfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, iu einemöffentlichen Anfrnfe an die deutsche Nation nnd jedes einzelneGlied derselben im Jahre 1658 richtete
»Gedenke, daß du ein Deutscher bist!-Mochte Jeder dessen eingedenk sein, ei»gede»k sein, daß erein Deutscher ist, nicht bloß nach den verfassungsmäßigen Pflichtennnd Rechten, die er hat, nicht bloß mit Fleisch nnd Bein, son-dern auch vou ganzer Seele mit Allem, was er empfindet nnddenkt, was er thut nnd — spricht.
Gedenke auch, wenn dn die deutsche Sprache
sprichst, daß du eiu Deutscher bist!Wir fordern nun hierdurch alle Freunde der guten Sachein allen deutschen Landen auf, sich unsern Bestrebungen anzu-schließen nnd als Mitgliederiu den allgemeinen deut-schen Sprachverein einzutreteu. Abzüge dieses Aus-rufes uud der Satzungen, fowie einzelne Nummern der Vereins-