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Deutsches Namenbüchlein : Ein Hausbuch zur Mehrung des Verständnisses unserer heimischen Vornamen und zur Förderung deutscher Namengebung
Entstehung
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Vorwort.

^!e frischer im Volke der alles belebende Quell volkstüm-lichen Denkens fließt, desto reiner und von fremdem Gute freierist seine Sprache, Wenn fremde Einflüsse sein sprachlichesDenken mehr und mehr durchsetzen, erstirbt auch allmählich dasnationale Bewußtsein überhaupt. Uns Deutschen ist diese traurigeErfahrung leider zu keiner Zeit fremd geblieben. ZahlreicheTheile unseres Volkes sind im Lauf der Jahrhunderte zuerstsprachlich, dauu politisch abgesplittert und nutzlos für die Ge-sammtheit in fremden Völkern verschwunden. Nur allzu leichthat unser Volk sich seit den ältesten Zeiten allem Fremden er-schlossen und erschließt sich diesem leider auch jetzt noch zu leicht.So haben wir auch unseren eigenen überaus reichen und herrlichenNamenschatz Romanen und Slaven überlassen und von diesennnd von Römern, Griechen und Semiten viel Unschöneres dafüreingetauscht.

Unrecht wäre es freilich, zu übersehen, daß der Entwickelungs-gang, den das deutsche Volk und seine Bildung genommen haben,mit Nothwendigkeit fremde Anschauungen und fremde Einflüssealler Art bringen mußte. Dies ist ja nach vielen Seiten hinfördernd gewesen und kann darnm im Allgemeinen nicht be-klagt werden: ein Volk, das von dem Gange der Entwickelungder anderen nichts wissen will, verkommt in sich.

Eine andere Frage ist es, ob die fremden Einflüsse in Bezugauf die Entwickelung unserer Sprache sonderlich fördernd waren.Es sind nicht gerade viele Thatsachen, die uns mit Freude überderlei sprachliche Einwirkungen erfüllen können. Werfen wir abergar einen Blick anf unsere jetzt gebräuchlichen Personennamen,so haben wir nicht die geringste Ursache, uns über ihren Wohl-klang oder vollends über ihre Herkunft zu freuen. Vom vater-ländischen, nationalen Standpunkte zumal ist die Seltenheit

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