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Deutsches Namenbüchlein : Ein Hausbuch zur Mehrung des Verständnisses unserer heimischen Vornamen und zur Förderung deutscher Namengebung
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Tugenden und weiser Überlegung, das Zeichen der gebietendenStärke. Wir finden deshalb den Begriff des .Schutzes' in einerüberaus großen Reihe von Personennamen. 130) dirg. bsrZ(meistens scheint in den hierher gehörigen Namen noch die Bcd.von ecmäizrs oder ssrvais ^bergen, schirmen, in Sicherheit bringen)zu erkennen, die Iisi-Za-n im Althochd, hat, Förstemann altd,Namenb. I, 2^2. Die Bildung mit -berga ist am beliebtesten beiden Franken und sämmtliche auf -berg endenden Namen sindweiblich) an zweiter Stelle. 181) durZ (die Bed. dieses Wortesist dieselbe wie die von ksrZ, ebenso die Herkunft. Inden weiblichen Namen erscheint dies Wort etwas später als bergangewendet nnd dann besonders in alemannischen und bairischenNamen) an erster und, weibliche Namen bildend, an zweiter Stelle.

l32) Mi'ä (Bed. .Ring', .Gehege', .Obhut'; in weiblichenNamen meist zu verstehen: die Hütende, doch »so klar anch dieWurzel dieses Wortes ist, so gehen doch die davon abgeleitetenStämme zu weit auseinander, um die hierher gehörige Bed.immer sicher bestimmen zu können«, Förstemann Namenb. I, 43!).Am häufigsten ist die Ableitung mit ga,rä in der fwestffränkischenMundart. Vergl. Schade altd. Wörterb. I, 266 und Klugeunter,Garteu': »möglicherweise sind in der german. Sippe fvongarten) zwei lautlich verschiedene, aber bcdentungsverwaiidteWorte zusammengeflossen«) an erster, meist aber an zweiterStelle. 133) lülf, bslk lBed. .Hilfe', .Förderung', .Unter-stützung'; über den Stamm Schade altd. Wörterb. I. 38S undKluge unter .helfen') an erster Stelle. 134) boto, Iwt. dml(ueuhochd. .Bote', .Gesandter'; die ursprüngliche Bed. ist wohl.der Gebietende', denn dies Hauptwort ist »vomeu agsntis vou derin bieten steckenden Wurzel liucl«, Kluge unter.Bote', Schadealtd. Wörterb. l. 66 Gunter lüowu) und Förstemann Namenb. I.288: »Bodo wird schon in älteren Bücheru dnrch .Gebieter', .Herr'erklärt. Jedenfalls ist damit schon ans die richtige Wurzel hin-gewiesen, unentschieden muß es indeß bleiben, ob diese Wurzelin der Bedeutung von .gewähren', .bieten' oder in der von.gebieten' in den Namen erscheint«) an erster und zweiter Stelle.

13,'>) mnnt, mnucl lin dieser Form erscheinen zwei Hauptworte,eines weiblichen Geschlechtes mit der Bcd. .Haud', .Schutz' uudeiues männlichen Geschlechts, das .Schützer' bedeutet; welches5er beiden Worte in den einzelnen Namen jedesmal vorliegt, istfchwer zu sagen. Die Namenbildung auf -muud ist eine derältesten und ist über alle deutschen Stämme gleichmäßig verbreitetfvergl. Vormund), Förstemann I. 93!!) meist an zweiter Stelle.

136) nart (Bed. .Wärter', .Wächter', .Hüter', s. Klnge unter.Wart' und Schade altd. Wörterb. II. l1l)1; iu den Namen-erscheint öfter die romanifirte Form uin-ä oder die verkürzte s.)