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Deutsches Namenbüchlein : Ein Hausbuch zur Mehrung des Verständnisses unserer heimischen Vornamen und zur Förderung deutscher Namengebung
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Hieb, I»srii, kint. 112) Isid. niederdeutsch Isk (Bed. ,derLurückgelaffeue', .Sohn', .Abkömmling'; in späterer Zeit fastimmer umgedeutet zu lieb) an zweiter Stelle. 113) bsra(diese Form ist niederdeutsch, hochd. I>s,rii .das Kind') an zweiterStelle. 114) kint. kiuci (Bed. .Kind', eigentlich ,das Abstam-mende' ^zn knui .Geschlechts, vergl. altnordisch kuuclr .Sohn';-über die Sippe des Wortes Kluge unter ,Kind') an zweiter, nurin ältester Zeit an erster Stelle.

Nicht weniger denn auf edle Abstammung hielten die Deutschenanfdie Pracht und Stattlichkeit der äußeren Erscheinung,auf den Glanz des Namens, auf Ruhm und auf die Macht,deren Stärke in Reichthum nnd Tüchtigkeit, in Freigebigkeituud Milde wurzelte und die den Mann zum Schützer der Familiennd seiuer Umgebung machen konnte. Es ist darum nicht aus-fällig, alle diese Begriffe in den Namenworten wieder zu finden.

Pracht nnd Glanz der änszeren Erscheinung bezeichnen dieWorte: dreedt oder dsrt, drs-, Iii-un, dkg, tiscl. its,I.IIS) borelrt. >,r<zelrt. Iisrt (die Bed. dieses Beiwortes ist: .glän-zend', das Zeitw. drsksv heißt .leuchten', .glänzen') au ersterund (häufiger) an zweiter Stelle. 116) draut, drauä (vomStamme des Zeitw. .brennen', bez. das .Leuchtende', .Glühende'.Dasselbe Wort bezeichnet das .Schwert' als die glänzende, leuch-tende Waffe, und es ist daher schwer zu sagen, in welchen Namender Begriff .strahlend', in welchen jener von .Schwert' vorliegt) anzweiter Stelle. 117) ln-nu (Bed. .dunkelfarbig', .glänzend',.funkelnd'; in den Namen ist wohl nur die Bed. .glänzend' an-zunehmen; vergl. Kluge unter .braun' und Schade 1. 37. Esist oft schwer festzustellen, ob in Namen dies Beiwort oder dasHanptw. Iirnmis, .Brünne' vorliegt) an erster und zweiter Stelle.

1l8) da,g (-»zur Erklärung des germ. äago- hat man an dieSanskritwurzel cia.Ii .brennen' angeknüpft; Tag war im Deutschenursprünglich nur Bezeichnung der hellen Tageshälfte.« Inden Namen bedeutet äag wohl soviel wie liraruZ) an erster Stelle.

119) tisci (Bed. Reinheit, Sauberkeit, Schönheit; nur inweiblichen Namen) an zweiter Stelle. 120) itsl (neuhochd.eitel; ursprüngliche Bed. .glänzend', .leuchtend', da es wahr-scheinlich vom selben Stamm kommt wie das griechische «Neo.flammen', .brennen') an erster Stelle.

Schillers Worte .von des Lebens Gütern allen ist der Ruhmdas höchste doch' drücken trefflich die Ansicht unserer Altvordernüber Ruhm^ nnd Ehre aus. Bon jeher strebten die Deutschendarnach, daß ihre Werke sie überleben sollten, und sie verlangtenZar eifrig nach dem höchsten Gute des Lebens, dem Ruhm. Inihren Namen wird darum überaus hänfig der Ehre und desRuhmes gedacht. Den Begriff .Ehre' drücken aus die Worte

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