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2 (1912) Die Stammreihe des Geschlechts von der Teilung der Linien an
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Elftes Kapitel. Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien.

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Friedrich Wilhelm, S> des Friedrich August Mr. 365) und derFreiin Maria Anna Katharine Kameitzky v. Elstibors, * zu Harbke 19. 7.1743, -s- zu Lucklum 8. 10. 1803. Er kam 1763 in hessische Diensteals Kornet der Garde du Corps und zugleich seit 29. 12. als Hofjunkermit dem Range eines Majors? 18. 12. 1775 wurde er Kammerherr, nach-dem er als Ritter des deutschen Ordens Ballei Utrecht (inskribiert 1747)der Regel seines Ordens gemäß im russischen Heere wider die Türkenals Freiwilliger gefochten hatte, dann als Legationsrat in hessische Dienste,in denen er bis zum Staatsminister aufstieg (er war in Mission des Hofeszu Kassel an verschiedenen Höfen, namentlich in Wien, Berlin, Londonund Paris), 1786 wurde er Oberschenk und Geh. Rat und war auch Direktorder Museen zu Kassel, 1788 Hofmarschall, 1794 Oberhofmarschall undzugleich 1799 Geh. Staatsmiuifter. Er verließ diese Dienste aber in derMitte des Jahres 1803, als er 4. 3. 1800 zum Landkomtur der deutschenOrdens-Ballei Sachsen erwählt wurde, nachdem der deutsche OrdensritterLandkomtur der Ballei Sachsen, Komtur zu Lucklum und Langeln v. Har-denberg mit dem Tode abgegangen war, und zog sich nach Lucklum, demSitze dieser Ballei, zurück. Er zu Braunschweig, wohin er sich derbessern Pflege halber in das deutsche Ordenshaus begeben hatte, und wurdezu Lucklum beigesetzt. Er besaß einen sehr wertvollen Granaten in der Größeeiner Nußschale, den er von seinem Vater geschenkt erhalten hatte. Ersetzte den Erzherzog Anton von Österreich, der nach der Resignation seinesBruders Karl diesem als Hoch- und Deutschmeister 30. 6. 1804 folgte, zufeinem Erben ein. Laut des Lizitationsprotokolls erkaufte der damalige Syndikusder Ballei Sachsen, Friedrich Heimbach, welcher die Kommende Langelnerwarb, das sehr seltene Pretiosum für 100 Thlr. Sein Bruder Gr. AugustFerdinand suchte vergeblich den Stein zurückzuerlangen. Er beschloß inder Gruft zu Lucklum die von Arndt v. Veltheim eröffnete Reihe derLandkomtnre dieser Ballei, da diese unter seinem Nachfolger bereits aufge-hoben wurde. Die Güter derselben verkaufte die westfälische Regierung. SeinWappen (17. 1. 1769) befindet sich im Rittersaal zu Lucklum, sein Grabsteinauf dem Kirchhof daselbst.

6. 12. 1756 schrieb er zu Kloster Bergen in das Stammbuch desFriedrich Achaz:

Himmel hast du einen Segen, der auf Erden glücklich macht,

Ei so sei er meinetwegen diesem Freunde zugedacht!

6. 6. 1786 wird er im Lehenbrief über Biedersee als Gesamthänderund zwar als Landgräflich Hessen-Kasselscher Geh. Rat und Koadjutor desdeutschen Ordens ausgeführt. Er wird auch als Erbküchenmeister bezeichnet.(Strieder, Hessische Gelehrten uud Schriftsteller-Geschichte XVIII, 468.)