für eine Haus-Mutter.
Gme Hand Selffen zu machen.
Nimm ein halb Pfund Polnische Seiffen/schabsklein/dör:s und stoß es zuPulver/nimm ZeschelteMan-deln einVierdmg/stosse sie klein/und stoß einLothCam-pher darunter/ Meel von Bohnen/ (denn vorher dieHaut mit Lßig abgezogen worden) z.Löffel voll / undauch z.Löffel voll ReißMeel/ diß alles thuein eineRein/thu darzuHirschen-Jnslet^. Loth / schön weiß-gewaschenen Terpentin?. Loch/ Hundsschmaltz dreyLoth/ weissen gestossenen und gefaheten Zuckercandi 4.Loth. Limoni-Saffr z.Löffel voll/ laß das alles gemachsieden/ daß es nicht anbrenne/ bis es auf einen zinnernTeller gestehe/rühr es wol/so lang es siedet/ wanns ge-sotten ist/und daß mans von der Glut nimmt/ so gießein balb Lorh Weinstein-Oel darein / rührs bis es kaltwird/ sormirs nach Gefallen.
!O8.
Wegwart Laugen.
Diese Lauge ist gut / wann man em grobes ausge-^ fahrnes ^ell Harz oder wann man sonst tottig ist/inachrgar ein sauber und reines Angesicht. ^ Nimm Weg-wart-Stauden / wann sie am besten blühen/ schneid siebis aufdieWu'-tzel ab/ dörre sie an einem fchattech-l ten Ort/daß sie wol dür: werden/ brenne sie hernach zu! Aschen / und fahe es sauber / rbu sie in ein saubers Ge-schin/gieß schön frisches Wasser darauf / oder etlicheausgebrannte Wasser/so dem Gesicht dienlich sind/laßsie den Tag und Nacht daraufsteyen/rührs offr ourch-i einander/ des andern Tages seihe es lauter herab ,nein Glas/und lege Gaffer darein.
loy.
Pulver zu den Hände waschen.
Nimm klein gepulverte Veilwmtz undVenedischekleingeschabne Seiffen/ durcheinander gemischt/ istgut zum Handwaschen/ man mag auch geschelie Mandeln auf einen Riebeisen gerieben / darunter thun/so istes noch besser für die Hände / so mans neben einer Po-made gebracht.
Hand-Sälblein.
Nimm süssesMandel-Oelz.Loth / schön weissesWachs2.Loh / laßbeedesdurcheinander zergehen/seihe es / und wasch es mir Rosenwasser/ bis es schönweiß ist/ aufdic letzt misch ein wenig Bisen / Campher/oder Citroni-Oel darunter.
II!.
Gugucksprecklem zu vertreiben/
auch rorhe Nasen.
Nimm weisse Lilienblatter und gepflückte Meyen-Blumen / dörre sie in einen verglasirten Hafen / gießZiegen-Milch darüber eine halbe oder gantze Maß/nachdem du viel Blumen hast / decks zu / und stell es14. Tag in den Keller/ rübrs alle Tag einmal mit einemHölklein/ oder höltzern Löffel untereinander / bedeckswieder/ darnachdestillirsund beHalts in einem Glaswol verwahrt / wann du es bedarffst/ so salbe dichAbendsund Morgens damit. Oder nimm alle Nachtetliche Hau swurtzen-Blätter/ z erstosse sie in einen klei-
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nen Mörsel / balgs in ein Trinck-Glaslein / laß es ste-hen / so setzt sich das Grüne an den Boden/und dasO-bere bleibt wie Wasser lauter. Von diesem Wasserthu in einen Löffel voll Geiß-Milch z.Tropffen/ undwisch dich damit mit einen subtilen Tüchlein ab / ist be-wahrt/und ist auch gm/wann jemand dieBlartern hat/es vertreibt die rothenFleckk/auch rotheNasen.Jrem/für die SommeiDcken/nimm Kalberne Füsse/rein ge-macht/daß kein Mt mehr daran / schneide sie klein/rbu sie in einenBrennzeug/und brenn daraus einWas-ser/ wasch dich damit etlicheTage nacheinander.
112.
Wider die Narben von den Rinds-
blarrcrn.
NiMM 8uccum ?erlic »ri?e msculoüe^frischen Ci-troni-Safft/Ochsen-Gall/ Venedische^eiffen/ mitdemMesser gesch.wen/euies so v?el als des andern/die-ses muß man zusamm sieden / so lang bis es eine Salbewird/alsdann wasche man das Angesicht mit WachemKleyen / und lauiecht warmen Bronnenwasscr/ her-nach beschmiere man sich Mit dieser Seiffen Abends unMorgens/ soll an vielen Fürstlichen hohen Pe.Menseyn probut worden.
Ein wahres Sruck ^us vielen kleinen
p-rlcn qrs^ezu machen.
Nimm Wein-Epig der neunmal destillirt ist'in ei-nen klcmbicum, rhu die Perlen darein / setze sie in ei-nen Roß-Mist / laß es etliche Tage?ulr>tic ren/ thu sieheraus/so sind sie weich worden/ dann mach einen Mo,del von Silber / so groß du die Perlen haben wilt, dermuß inwendig vergoldet seyn / mach mitten durch denModel ein Lücklein / daß man eine S^uborüen durch-iechen kan / drucke den Taig in den Model/durchstich>e / weil sie noch weich sind/la^ sie stehen/ so werden sieMt/ dann destillir ein Wasser von Menschen-Blut/eg diePerlen darein/so werden sie gar schön klar.Ode:man nimmt gute frisch Limonien / schneidet t»e vonein-ander/und presst den Safft heraus / den thut man inem Glas wol vermacht/setzt ihn an die Sonnen/ bis ersich gar rein clariti«.irt / darnach nimmt man kleine un-gelöcherre Perlen/stosst sie gar klein zu Pulver / waschtsie rein/ und lolvirt sie alsdann aus gerneldten Limoni-Sasst/daß es wird wie ein weisserBrey/ alsdann nimtman feine runde Perlen / fasst sie an einen Drath vonfeinem Silber/und trucket sie m dem gemachten aufge,lösten Perlen-^uor. bängts an die Sonnen/lässrsttocken werden; wann sie trocken sind/ überzieht mansie wieder mit den tol virten Perlen / und lässt sie aber-mal an der Sonnen trocken werden / das thut man soofft und viel / bis sie die Grösse erreichen / die beliebt.Sie werden gar schön/bekommen ihren rechten natür-lichen Glantz/wie die rechten Perlen.
114.
ImÄara doraUorum aus t). lok. Leekers,
XtinerAloßis ful. 86.
NimmCorallen/ diestosseklein/ mischegleich soviel wolgelauterten Salpeter darunter / thue es zu-samm in ein Tiegel/und laß den Salpeter davon bren-nen / und dann eine Stund oder 2. ausgeglühet / als-dann ei nen 5piriwm v>m darauf gössen / in cii^e stic,.
^ f iij nem