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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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für eine Haus-Mutter.

Orientalischen sind einer Purpur-oder HimmelblauenFarbe/ vermischt mit Weiß/ und dem Gesicht gar an-nehmlich/ etliche haben auch eine liebliche Rothe, voe-l'.u5 halt diese für die besten / die eine Himmelblaue/aelbeund röche Färb untereinander vermischen. Manjagt/dieser Stein solle die bösenGeister vertreiben/wieauch Mclancholen und Traurigkeit / und daß er dem /! der ibn bey sich tragt/ Sieg verleihe. Sein vornehm-ster Gebrauch ist zu Sigelringen und Pettschafften/weil er das Wachs gern von sich lasset.

95.

Lasurstein.

Dieser Stein ist von dem ^pjcle^rmeno , oderBergblau darum umerschieden/ daß dieser gar hartist/ jener aber sich leichr b. echen und zu Pulver machenlasset / auch ist der Lasurstein mir Goldfiecklein bespren-get/ so das Bergblau nicht hat/ wird inAsrica und, Asien / auch in Teurschland gefunden / undlnen^5 ist seine Murrer. Dieser Srein verändert inFeuer seine Farbe nickt/ er wird offr sogroß gefunden/, daß man Löffel/ Messer-Schalen und andere Geschin' daraus machr. Ick hab in Regenspurg bey einem! Lsnonica . Herm Johann Franken / Grafen vonHerberstein / eine Flaschen zimlicher Grösse gesehen /so von laurer Lasurstücken künstlich zusammen gefügtwar. Also/wer es nicht gewust/ harte geschworen / eswäre alles aus einem Stein sormirt. Dieser Stein! hat eine purgirende Kraffr in sich/ seinegröste Dosis ist. ein Quinrl.schwer/und daß solches fürrresslich/und ohn> alleLeibs-Schmertzenpurgiren/ das köstlicherin wud draus gemacht.

96.

I^apis Vergbl^U.

Diesen Stein nennen die Jtalianer rure,weil er sich leichtlich aus blau ins grüne verwandelt/ist gebrechlich / und verliert in Feuer seine Farbe / wel-ches aber der Orientalische nicht thut. Dieser Stein(sagt Thomas Nicols) wird gut befunden/ wider allemelancholische Kranckheiren/ ungewaschen / purgirt erdurch erbrechen ohn alle Beschwerung / wann er aber1 smal gewatchenwird / erregt er kein erbrechen/ undpurgirt durch den Stulgang.^ Die Dosis des unge

waschenenSteins ist z biß ^.Scrupel mehr oder weni-ger/nach dem dieKranckdeit/Alter und Krafft desPa-rienten ertragen kan. Die Dosis aber des gewa-schenen ist von s bis 6 Scrupeln / m warmen Wasser /auf diese Weise machr er nicht die geringste Unruhe/ erwird auch in Pillulen eingenommen/die LomxolinonbesieheT.Nicolsfol. 158.

97.

Cor«Uen.

Corallen ist mehr ein Meer,Gewächs / als einStein ; ist ein Strauch vom Meerwasser bedeckt/istanfangs grün und weich / so es aber an die Lusst kom-met/ wirds roth und hart als ein Stein. Es ist unterdem aesaltzenen Wasser ein immerdar schreibendesund ästiges Gewächse / diejchönesten rothen Corallenwachsen allein im Mittel-Meer bey Corsicaund Sar-deqna / auch in Sicilia und Catalonien / werden art-lich beraus gefischt/von Mannsbildern getragen/blei-ben sie schöner als bey den Weibern. Man tragt sie

für Bezauberungen/ für Giffr/für die fallende Sucht /vor Donner und Ungewirrer. Wann man den Kin-dern/so bald sie auf die Welr kommen / eheste erwasanders essen/ io. Gran gepulverrer Corallen in derMutter-Milch eingibt/ soll es die Zeit seines Lebenvor der fallenden ^>ucht befreyet seyn / welches vonvornehmen !^e<j!cis beze gt wird. Wer mehr von je»,ner Tugend wissen will / besehe Conr. Kuhnralhskie-

clullzm I^rr. I. ic>.

Ihnen die verlohrne Farbe wieder zubringen. Nimm2.welsche alteNüsse/die stoß zu Pulver / und reibe dar-unter 5 -ms anderthalb Quintlein / schürr solchesauf ein wollenes Tüchlein / reib die bleichen Corallenwol darmit / so werden sie wieder schön/ oder hange sieinein heimliches Gemach/zimlich tieft hinab/ und laßsie etliche Wochen darinnen/ so werden sie wieder garschön rorh.Jonstonus schreibt/wann man die CorallenmSenff-Samen legt/und darein verhüllt/so werdensie schön roth: Etliche nehmen Urin von einenKnaben/lassen ihn so lang stehen / biß er sich reinige und seinekccezsetze/ glessen hernach das laurere durch seichreNeigung des Geschirrs ab in ein Glaß / legen die Co-rallen erliche Tag lang hinem/ biß sie schön roch sich er-zeigen.

98»

Malechit oder Schreckenstein.

. Erliche halren diesen Srem für ein Geschlecht derTurckis/ ist gezierer mir weissen Adern 7 vecmischr mitHimmelblauer Färb unrer vem dunckelgrünen / undzuweilen mir schwartzen Flecken besprengt / har denNamen in« Griechischen s von den Pappeln /weilen er fast ihrerFarb ähnlich ist. Der beste kommtaus Arabien / man finder ihn auch m Cypern undTeurschland/fürnemlich inw.eissen und Tprol wirdbißweilen so groß /daß man Geschir: daraus kan »na-chen / wird gemeiniglich den jungen Kindern eingefaßtangehangen/ weil er für dem jähen Schrecken gur seynsolle/ und da den Kindern erwas von dergleichen Zu-fällen begegnet/soll es dieser Srein übersich nehmen /und davon einen Schrick bekommen. Craro ,agr/daßdieser Srein eine fürrressliche Kraftr habe/den Magenzu stärcken/und die Kinder für der Fraiß zu bewahren/es wird auch gemelder/daß er die Bangigkeit des Her-tzens und die Darmglchr verrreibe/welches er vielleichtdurch seine reinigende Kraffr verrichrtt / dann Lsagt/daß/so man ihn 6.Gran schwer einnimmt/so pur-gire er gleich wie

9?.

Luchsenstein undJudenstein.

Dieser Stein (wie Thom. Nicols schreibet) istan Gestalt und dicke / wie em Finger / oder wie dasEnde emes Pfeils / auswendig meistentheils einetbraunen dunckelblauen Farbe/inwendig hohl/ etlichesind weiß / etliche durchsichtig / und wie der Agtstein an«der Farbe / wann man ihn ms Feuer leger / brintz^ker wie gebranntes Horn oder Bein. Etliche kalten da-für/es fty einerley mir dem Judenstein / er soll einge-nommen cuni convenienci vetncnl» für den schwe-ren Trätimen und Zaubereyen bewahren; Dev Iu-denstem aber ist gemeiniglich rund/ (nach NieolsGe-zeugnis) gleich einer Olive/ weiß an der Färb / und

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