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Kunst,Büchlein.
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ner/wird sehrgebraucht/Sigill darein;u graben. Elliche schreibenvomCarneol/daß er dasGeniürh erfreue/dieForcht benehme/ Hertzhafft mache/die Verzaube-rungen verhüte/ den aus Faulung entstehenden Gisstwiderstehe. Das Bluten zu stellen / har er absonder-liches Äe?mögen/;u diesemEnde wird ergepulve.'t/unddie Blutfiüsse an Weibern und Männern zuheilen insauren Wem eingegeben. Aufdem Bauch gebunden/erhalt er die Frucht/ scharsset den Verstand / und lasstkeine böse schwere Traume kommen / wie >s^ormiuz in Ktuks) 5)1. yy. bezeuget. Es wird auch eingutes Zahnpulver daraus gemacht.
89.
Achat»
In dem Achat ist ein schönes Spiel der scheuen-den Natur zu sehen/ indem sie ihm mir so vielerleyFar-ben zieret. Ist ein glantzender / halb durchsichtigerStein/ man stehet ostt (wie Thomas Nicols bezeu-get) gantze artliche Landschafften / darinnen man kansehen Wälder / Flüsse/ Baume/ Thier/ Früchte/ Blu-men/ Kräuter und Wolcken / ist ein so harrer Stein /daß er sich nicht lasst feilen. Er ist zu finden in der Land-grafschasst Leuchtenberg ; und um Straßburg findetman gantz weissen Agat mit schwartzen Flecken undmir einer Purvursarb/ der sehr gut und fürtrefflich ist/doch wird der beste aus Indien und Sicilien gebracht,^ormiuz schreibet: Der Achat sey ein ^mulerumwider der Vipern und Scorpionen Stich / beschirmewlder alle Contagionen / er erfreue das Hertz / imMund gehalten/ vertreibt er denen in hitzigen Fiebernliegenden den Durst/und mindere ihnen die Hitz/drumwird er von vielen/ wider die t^uartznzm getragen.Welcher rothfärbig ist / kan an statt eines Blutsteinsgetragen werden.
90.
Aayen-Aug. 0cu!usLeU. vculus
80Ü5.
Dieser wird wegen seiner Seltzamkeit höher ge-schätzt/ als der Achat / siehet einem lebendigen mirStrahlen glänzenden Augapssel nicht ungleich/ wirdaus Zeilan und Pegu zu uns gebracht / wird von denIndianern viel höher gehalten alsbeyuns/(sagtTho,masNicols) weil sie sich bereden/daß der/so ihn tragt/anReichthum nicht Mangel leiden kan/viel haben auchden uns den Aberglauben / er bringe Glück im spielen.Ein solcher Stein wird inJndien sechsmal so hoch ver-kaufst als in Portugal! / und sey einer/der bey den In-dianern für 6oo.Goldgulden geschätzt/inPorrugallnurum 90. verkaufft worden.
91.
Jaspis und HeliotropiuS.
Die Alten haben ihrem Jaspis einen solchenGlantz/Schönheit/Werth undTugend zugeschrieben/dergleichen (meines erachtens) in rerum Nzmrz nichtzu finden/oder haben einen andern Stein unter diesenNamen gemeiner; denn unserJaspis ist nicht besser alsdie Chalcedonier / Achat/und dergleichen Steine. Un-
^ .m Gold vorzuziehen wäre/ sonst würden die HerrenBöhmen einen grossen Reichthum in ihren Gevürgenverborgen haben / weil er dorrsekr wolfeil bekommen
wird.Jji doch gleichwol der unsere nicht ohne Tugend.(Zzlenus bezeugt: Wann ein grüner Jaspis am Halseals ein ^mut-lgehenckt wird/also/ daß er m gleicherLmea auf den Magen hencket/ er die natürlicheKrafftdes Magens starcke und erbalre. Es wird auch vondem bunden / weissen Jaspis gesagt/ daß er vor Ge-fahr des Wassers / und des Ersaussens behüte. BH-weilen wird er mir allerley Figuren/ als Spinnen/Schlanglein/und dergleichen Bilderund Zeichen/ ver-fertiger/ und werden ihm bißweilen abergläubischeDinge zugeschrieben. Heliotropius undSonrienwend-stein wachst gern neben dem Jaspis / ist ein halbdurch-sichtiger grüner Srein / mit Blut-rothen Flecken wirdM Böhmen osst grosse Stückweise gefunden / etlichenennen ihn den Orientalischen Jaspis.Man sagt/so erinWasser gelegt werde/welches gerade gegen dieSongesetzt ist/ so mache er dasselbe kochend / und löset es ineine Wolcken auf/die kurtz nach «hrerAufiösung / wie-der als ein Regen herab rröpsslen wird / wie diß undnoch mehr Thoin. Nicols von ihm berichtet.
92.
Onychstein. >
Ist ein schöner weisser Stein / unter die Gesund-^ stein gerechnet / und yar seinen Namen von den Na-5! ael/dem er auch gleichet. Unter diesem/und den zwey> folgenden Steinen/ ist eine grosse Verwandniß: DerOnychstein hat mir seiner weissen Färb eine vollkom-mene Gleichheit des menschlichen Nagels. Der Sar-donich psrricipirtvon der rothen Färb eines Sardersoder Carneols/und eines Onechs. Der Chalcedonieraber hat die rothe und schwartzeFarb/unordentlich un-tereinander vermischet. Nicols schreibt ausDioscorideseltzameDingevon diesem Stein/daß er dieGemüths-Bewegungen errege/ Melancholey verursache/ Zanckund Streit erwecke/so er an dem Hals als einmm getragen wird/doch soll er die Anfalle der fallen-den Sucht verhindern.
9Z.
Sardonycb.
Dieser Stein ist rörhlich oder Fleischfarb vonden Sarder oder Carneol / und weiß von dem Onyx/theils sind unten schwartz/in der Mitte weiß / und obenroth / etliche sind auch einer Purpurweissen Rosen-röthe/und Himmel-blauen Farbe/ sie werden auchan etlichen Orten in Teutschland und Schlesien gefun-den/wann sie so groß sind/daß man Trinckgeschir: dar-aus machen kan / werden sie desto höher gekausst / pli-nius, öoeriuz und Orcjznu» sagen / daß dieser Steinalle die Krafften und Tugenden des Curneols undOnychsteins msich halte.
94.
Chalcedonier.
Dieser Stein (wie Thoma Nicols schreibt) wirdauch in Teutschland und Niederland um Löven undBrüssel gesunden/ ist ein halb durchsichtiger Stein/ei ner dunckeln feurigen rot hen Färb/ u nd gar harr/ die
Olien-