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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Kunst-Büchlein.

tenkan/ wahrt aber nur 2. oder z.Tage/ hilsst auwider die l^turizm. wann man ihn einnimmt / muer vor wol przeparirt/ und der Leib von allen bösenFeuchtigkeiten gereiniget seyn/die vcilis »st anderthalbeQuintlein / wer mehr davon wissen will / der besehe

X4elnorztz»lium I^lecllcmze Li ^iröb.NumI<srurX^rcZnorum. ^solr. Kuciolpki Lzmerani t>n-tunsm 8. k^um. Z4- zs. z6. Lc 37. Diese Würckungaber geschicht aus einer verborgenen Eigenschafft.Wecker erzehlt im ersten Buch von denen Edelgestei-nen / daß eineHertzogin in Bayren ihr Armband vondiesem Stein machen lassen/ solchen stets gelragen/und sey dardurch von ihren heffrigen langen Stein-schmertzen erledigt worden.

79.

Diamant

Ist der härteste und schwereste unter aöenEdel-gesteinen / auch am Werth und Köstlichkeit allen an-dern vorzugehen. Die besten werden von den Flüs-sen und Bachen/aus den Felsen-Ritzen der hohen Ge-bürgt/ in welchen sie wachsen / in die Wasser herabgetragen / und diese sind die schönsten und reinesten:Wann eine Diamant tragende Berg-Ader erschöpfftist/ bringet sie/nach Verfliessung zweyen Jahr/w,ederneue und vollkommene Diamanten. Sie werden inunterschiedenen Indianischen und Arabischen Pro-vinzien gefunden. Ein rechter Diamant / wann erschon etliche Tage im Feuer ligt/ wird dennoch nichtverletzt / sondern nur reiner und schöner. Ihr Werchwird nach dem Karat gesteigert und gemindert; einKarat halt 4. Gran / ein schöner reiner Stein von ei-nen Karat / wird von 40. vis 6o. Cronen geschätzt / ister schlechter/von 10. bis zo. Cronen. Von ihren Tu-genden man dieEdelgestein-Bücher besichtigen.Wann!man gelbeDiamant-Stein in scharffe Wasser legt / sosollen sie schön klarwerden / und doch an der Härtennichts verlieren. Der Diamant in einen Ring ge-faßt / und auf blossen Leibe bey dem Hertzen getragen /könne den Grimm der Feinde überwinden/und die ver-gebliche Forcht von dem Hertzen abtreiben/ auch dasSchrecken der Nacht / auch alle böse anfallige MachtdesGiffts abwenden/ für den Schwindel bewahren/und die eitlen Träume vertreiben / auch derer Alpen /den Menschen einen grossen Muth/ Tapsserkeit undKühnheit geben. Bey Horn in Oesterreich/ wie auchin Böhmen und Mahren bey Jamnitz/ und auf derHöhe des Berges Kwietnitz in denSchrunftn/ unweitvon Tischnowitz / wachsen häussig sechseckigte Dia-manten / die / wann sie abgenommen sind / wachsen siein 2. oder z.Jahrenwieder aufs neue / und sind theilsso hart und gläntzig / daß man sie von den Orientali-schen nicht wol entscheiden kan. ^ok.k.uä«!pkrzrius in Lenk. z. 42. schreibt ex alio

^urkore. Illuä tsepiüs expertus turn, in ^^mzntibuscxcjuilinz, eos mutuc» 2ltrüu iic tzlutinÄri, ur tscilönon potlint.

80.

Rubin und Granat.

Der grosse Rubin / so auf 20. Karat wigt / wirdfür einenCarfunckel gehalten/ doch wird selten einer

gefunden/ der grösser ist als eine Hasel-Nuß / wann er4. Karat /das ist 16. Gran oder 2. Scrupel hat / ist ereben so viel werrh/ als ein Diamant von dergleichenSchwere. Welche so groß sind / daß man Tafelndaraus schneiden kan / werden am höchsten gehalten /hat vielerley Geschlechte/ der Balaß ist etwas bleicher/der Granat ist dunckler/ der Almadm ist zwischen deinRubin und Granat / wird in Indien in denen Gebür-gen ( da man meistentheils auch den Saphir har) ge-funden/ der Balaß soll des Rubins Matrixseyn/ dar-innen erwachset/ der Rubin ist einer vondenholdsee-ligsten und anmurhigsten Steinen / wird von etlichenals ein^muwum gerragen und eingenommen / undsoll wider Gifft und Pestilentz dienen / er vertreibt dieTraurigkeit /böse Gedancken/ erschröckliche Traume/und die bösen Geister. Man sW / daß er das Ge-mürh erfreue/ den Leib in guter Gesundheit erhalte/und sommern eine Gefahr obhanden stehet/ wird erchwartz und dunckel werden/ und wann solche vor->ey/ soll er seine vorige Farbe wieder bekommen. DerGranat wird in Böhmen sehr geftmden / kan in Feuerwol ausdauren / von einemMenschen getragen/ wanner seinen Glantz gähling verlieret / ist er ein Vorbotreines Unglücks. i»2,r^r Isnner in Ve^jzi^ Lo-kemizz pi?e ^pucl LAlbinum. Xtktron^lin in Lokemiäfuirle, Locrunze xercenuis , csrkuncu.

lum cmn ksbecer !uce »m vivzcj Lc racliosz, utipls msrer 6c tiliX Lc tamilia universz, czrbunculoillc, in rneclium locsro , sä unius gemmse lumen ,nuKurno5 omne! ladores^ersZerent, ül» <lucerent,colum vcrszrenc.

81.

Saphir.

Ist ein anmuthiger den klaren heitern Himmelvorstellender Stein/ den Augen sehr angenehm/wieauch der Schmaragd / und erquicket das Gesicht / seinWerth ist / nach der Fürtrefflichkeit seiner Farbe /Schönheit / Reinigkeit und Grösse. Einer / der vierGran wiget/ ist so viel Cronen werth / der beste unterihnen ist so viel werth als ein Diamant von derselbenGrösse; die besten kommen aus Orient/werden aberauch (doch wenig und geringer in Böhmen und Schle-sien) gefunden/ derSaphirzu Pulver gemacht/trock-net die feuchten Augen/ und kühlt die entzündeten/ dasthut gleichmäßig / wann man sein Pulver mit Buttermischet / und die obern Augenbraunen damit salbet/ esdienet auch wider alle Bauchflüsse / rothe Ruhren/wider die goldene Ader mit Wegrich-oder Tormen-till-Wasser. Diß Pulver in Milch genommen / hei-let (wie ^l->u8^<zrmiu5 meldet) mnwendige Wun-den und Geschwär/ stärcket das Hertz / widersteht derPest und dem Gifft / der gantze Saphir an die Stirnegehalten / stillet das Nasenbluten / lindert alle lnll.im.msrionen/ wann man einen gifftigenCarbunckel da-mit umfähret/ lässt er das Gifft nicht weiter sich aus-theilen/ sondern zeitigt und treibt aus.

Smaragd.

Gleichwie der Saphir den heitern Himmel dar-stellet / also repr-lennret der Smaragd eine aninu-

thige

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