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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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für einen

Wasser. In der -^est/ hitzigen Fiebern/ Kmds-Blar-lern/ Peteschen / bösen Beulen / wird er auch prxse»v!ren / wann man täglich 2. Gran in einem Hertz-Wasser einnimmt/ nimmt man aber 8. oder io. Granin Wein zu sich / so hilsst er wider das Gisst Napelliällemci, und wer etwcm eine schädliche Purgarion ge-braucht hat/der erhält dieJugend/mehret dieKrässren/stärcket die Glieder; die Indianer / wann sie vorherpurgirt haben / gebrauchen ihn fünssTage nacheinan-der/ allzeit lo.Gran/ wann er unter den lincken Armgebunden wird / daß er die blosse Haut berühret / ver-treibt er das Gisst/und plsclcrv rt dasHertz vor allenschädlichen Anfällen/ oder wann er gepulvert in dergisstiqen Thier Biß gestreuet wird / also heiler er auchdie Wunden / so aus vergissren Waffen gemacht wor-den. Er soll sein Krasst besser erweisen/ wann ers alleingebraucht / als wann er mit andern Vekiculiü verein-bahret wird. Die grünlichren und schwartzgrünenwerden für diebesten gehalten. Man glaubt/ dasPul-ver / so in des Bezoars Höhlen sich befindet/ sey kräss-riger als der Stein selbst.

74.

Blm-Stein.

Ist ein dunckelrother schwerer Stein/ bald rötherbald dunckler/wird auch in Teutschland an gebürgigenOrten gefunden / wo Eisen-und Ogger-Bergwerckesind / ist von vielerley Geschlechten / dienet vornemlichin der Hand wol warm gehalten wider das Bluren.Iralliznus sagt/daß das Pulver vom Blut-Stein voneinen bis aufvierScrupel eingegeben/ grosse Krasstund Vermögen habe/die Schwindsucht / dieLungen-geschwar und dasBlmspeyen zu heilen. Man findet ihnin Böhmen bey Joachimsrhal/wie l>. Zztbmu« in Xti,scell^n. Lokemize, Iib. 1. c.zz. schreibet.

75.

Chrysopras.

Ist ein durchscheinender grüner Stein/ mit ei-nem Gold-Glantz / die grüne Färb ist dem Lauch ahn-lich/ von etlichen wird er unter die Smaragden / vonetlichen aber unter die Chrysolithen gerechnet/ wirdder beste aus America gebracht / auch in Böhmen ge-funden/ ist aber selten vollkommen durchsichtig / weiler / sonderlich der Smaraldprasen einige Dunckelheitin sich hat/ man sagt / wann dieser Srem an dem Armgetragen wird/daß er durch eine sonderlich eingepflanz-te Krasst den Urin / und auch den lstein austreibe / erstillet auch die Schmertzen der Nieren / und lindertjimlicher massen das Podagra / sonderlich wann er alsein ämulemm an H.rls gehangen wird. Soll auchdenKindern dieForchrund das Erschrecken benehmen/dieser Stein ist wenigen bekannt/wird von etlichen xroXisrrlce8msrzAäi gehalten.

76.

Alabaster.

Dessen ist zweyerley/ einer sehr hart/ der anderweich / so daß er mir Messern kan leichtlich geschnittenwerden / hat eine zertheilende Krasst / sonderlich wanni er cslcinirt ist. kiatkluolus sagt / daß dieses Pul-

auö-Mutter. 39

ver als ein weich Pflaster oderSalbe/mit andern dien-lichen Materien künstlich vermischt / und auf den Ma-gen gelegt/ die Ursach dessen harter Geschwulst zerthei-le/und seine Schmertzen lindere. (Zzlenuz lolx-rauchhoch das Pulver / davon in Trincken zu diesem Endeeingenommen. Die Gefässe aus diesem Stein sindsehr dienlich / köstliche Salben darinnen lang zu er-halten/daß sie nicht verderben noch anlaussen/ wie auchdie köstlichen Oel zu erhalten. Es werden auch Bilderund allerhand schöne und nützliche Sachen darausgemacht.

77.

Agtstein.

Agtstein wird am Strand des Teutschen Mee-res häuft,g/ bisweilen aber selten auch in grossen Sru,cken gefunden / wird auch zu Zeiten verfälscht und anstatt des guten verkaufft. Etliche ( wie S<^e^5 mel-det) können aus den kleinen Stück ein Agtstein / einegrosse Vtslkm costzuliren/ solche Wissenschaft! aber istgar rar/ und wenigen gemein. Der we»sse Agtsteinwird zu der Artzney am dienstlichsten gehalten / der die-net wider den Schwindel/ Brust-Beschwerung undschweren Arhem/ wider die Flüsse und Schmertzen desPodagrams/ wider die Kranckheiten des Magens /und denselben von Verstopssung und Faulung zu be-freyen / auch wider die Kranckheiten des Hertzens/ wi-der die Pest / Gisst und anfällige keuchen. Wannman etliche wenige Tropssen von seinem Oel in Wein/zu diesem Ende emmmmet. Er wird auch gebrauchtm Pulver/ oder Oel/ oder in Zeltlein/ in den Kranck-heiten der Weiber und Manner / sie seyen verbeura-thet oder ledig/wie auch in vielen Kranckheiten derKin«der. Er ist weiß / gelb und schwartz. Wer von"einer fürtrefflichen Higenden mehr wissen will/ derzesehe Lonrzäl k.unrzrk5 Vleäullsm äettillziorizm^rr.I. toi. 108. Lic. Iraätalum nonum, der schwar-tze wird Q-izal genennet / ist ein schwartzer glatterund gläntzigrer Stein / fleussr aus Felsen wieein Stein-Oel / wird in Brirannia / Sicilien undFranckreich gefunden / ist auch ein Art von den Stein-Kohlen und Naphtha. Soll gerragen / für demAlp und Nacht-Geister Sicherheit geben/ so man ihmeintrincket/ wird er anzeigen / ob ein Weibs-Bildihre Jungfrauschafft noch habe oder nicht / wieLo6llUd meldet. Der gelbe / weisse und rothe Agtsteinwird auch in Mähren an etlichen Orten aus der Erdengegraben/ wie V. tierloä. inlsttsro XtiUtiKcvise bezeuget.

78.

l.ap !s Nepkr!t!cu», Grieß-Stein.

Hat den Namen von der Tugend / so er widerden Sand und Stein hat bekommen / ist meistens ei-ner liechtgrünen halb durchsichtigen Farbe / ists bis-weilen in solcher Grösse/ daß man Becher und Ge-schir: daraus machen kan / soll sonderlich wider dieSchmertzen der Nieren/ des Sands und Steins die-nen / und dieses thut er / wann er an dem Arm oder ander Hand Wurtzel getragen wird / wann man ihn an-fangs trägt/ erweckt er ein Beissen und Jucken derHaut / daß man sich des Kratzens kaum entkal-ken