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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
Seite
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Kunst-Büchlein.

L?

dern / der Leber und Lungen Gebrechen abhelffen/ unddas Geblüt reinigen.

69.

Meer-Bohnen.

I^mbilicus ^/lsrinus live kaba ^lsrins, Meer-Bohnen / den Kindern angehangen / soll machen / daßman sie lieb und wehrt Halter/ nach Zeugnus Herm^ormii. Es soll ein ^muletum seyn wider denRothlauss. Wann mans allzeit bey sich trägt /habenviel fürtreffliche Leute erfahren / daß es eine bewehrteBlut-Srellung sey / wann mans mit dem ebenen Theilmit Speichel an die Stirnen anfüget/ die übrigen Mo-nat-FIüssezu siillen/ gibt man das Pulver davon ineiner tauglichen Lonleiven oder desiillirten Wasserein / die jenigen / so zu Zeiten Blut ausspürtzen/ mögenvondiesen/ mit Hirsch-Horn und Corallen (so pr-pz-rirt sind) vermengt / in einen weichgesotten Ey einneh-men/ so wirds besser mit ihnen.

70.

Donner Stein.

^zpis Orsumus oder Donner-Stein / wird alsoprobirt / ob er recht sey / oder nicht / wann man ihn nureinem Faden also einwickele / daß er nirgends doppeltlige / und also den gantzen Stein damit verdecke / undhernach auf glühende Kohlen lege/ daß der Faden nichtverbreime/sondern vielmehr feucht werde/man glaubt/wann man diesen Stein den Kmdern in die Wiegenleoe / sollen sie keinen Bruch bekommen / ja auch/ wannsie"Mn einen haben / davon wieder heil werden / auchjagrman/ daß ein Haus/worinn ein solcher Stein sichbefindet/ oder ein Mensch / der ihn bey sich tragt / vondem Donnerstreich sollen sicher seyn. Der Steinsiket aus etwas liecht / eisenfärbig/ und dar unten ein! Loch. Man glaubt / wann man ein Stucklein davon, in dieKugel geussr/soll er alle Festigkeit/wie sie auch sey/aufthun und vernichten

Schmergel.

Schmergel (schreibt der Engelländische ?rokes.sor zu l.zmbric?Ze, l'w MZ8 K cojs, in seinem Tra-ktat von den Edelgesteinen (ist ein gar harter Stein/ander Farbe wie Eisen Rost/ rauch und grob/ nebenseiner Härte / bisweilen ist er was fchwärtzlecht. DieEdelstein-Schneider gebrauchen diesen Stein zureinigen / und bisweilen andere Steme damit zuschneiden / wird auch gemeinlich das Glas zu zerschnei-den / auch Edel-Gestein und Waffen damitjupoliren/genommen.

72.

Aroten-Stein.

Etliche kalten darfür/ der Kroten-Stein werdein demKopff der grossenErd-Kroten gefunden / undauf mancherley Weise von ihnen gebracht / oder ineinen grossen durchlöcherten Hafen gethan / und einegeraume Zeit in einen Ameiß-Haussen gegraben / dawerde ihr Leib von den Ameissen unterdessen verzehrt /und bleiben allein die Gebein / und der Stein übrig;so wol der sicherste und kürtzeste Wege wäre/ dißLx-

penment zu bestättigen. Olsus ^ormius aber undandere Hairen dafür / der so genannte i-api8Luton>u5oder Krotten-Stein/ komme nicht gemeiner Meynungnach / von diesem Thier / sondern wachse wie einSchwämme unter den Felsen und Stein-Klippen / sey,selten grosser als ein Nagel an einen Finger / meistensgraulecht / auf die rothe sich bisweilen nahend / zusam-men gewölbt / wie ein Auge / wol auch bisweilen rundoder länglecht auf einer Seiten flach oder auch bohl /die von gissrigen Thieren angehauchte Geschwulsten /wann sie mir diesen Stein gerieben und angerübrr wer-den/vertreibt er. Dieser ^u,Kor erzehlrferner / daßals einer die grosse Wolss-Milch gesammlet / ihm aberan den Handen etwas von dessen Sasst kleben geblie.ben / und er sich mir derselben unbedacbrsam im Gesichtgerieben habe / sey ihm das Gesicht davon erschrecklichverschwollen/ als man aber diese Geschwulst mir einem!solchen in einen Ring eingefaßten Stein etliche malbestrichen/ sey es in einer Stunde gantz vergangen undbesser worden. Dieser Stein / sagt Lvetius, wirdbisweilen in der Grösse eines Eyes gesunden/und die/sogroß sind / sind bisweilen braunlicht / bisweilen rörh-licht/ etliche gelblicht / oder grünlicht / etliche sind weiß,braunlicht mit einem rothen Auge. Die an der Grösseeinen Finger-Nagel gleichen / werdenvon den Jubili-rern für die besten gehaltn/ man sagt/ wann er aufblosser Haut getragen wird/ sey er gut wider Gisst/dann so Gisst vorhanden/wird er schwitzen / und so vongifftigen Thieren einige Geschwulst entstehet / und sol-che mit diesen Srein gerieben und berühret wird/soll ersolche heilen. In Kelztionibus Lurios,5 51.67. fol. 529.wird aus Keiler; Sendschreiben angeführt/ daß es beyBüdingen/in der GrafschafftJsenburg/in einenAckerviel Kröten Stein gebe/ die so wol äusserlich als inner-lich das Gisst abtreiben/ die haben eine schöne Bezeu-gung einer Kröten.

7?»

Bezoar.

Dieser Stein wird in einer Geiß/ auch (wie et-liche wollen / in einer gewissen Affen-Art) in Ost-undWest-Indien gefunden / und der aus den Affen/odervielmehr von den Bavanien in Bernia kommt/ sollweit krafftiger seyn / als die andern / daß 2. Gran da-von mehr würcken/ als 6. Gran von dem/ so aus denGeisten genommen werden. Sind viel rarer als dieandern/ und werden meistentheils nur in den Assen/in der Jnsul Macassar gefunden / wie lavem-erüb. 2. Inn. Inäic. czp. 24. beschreibet. Sie werdenauch in Malabar und Coromandel gefunden/ und sindwolfeiler da/ als anderswo. Es laussen viel Verfäl-schungen dieses Steins mit unter) daher die sichersteProb ist/einem Thier Gisst eingeben / und darauf et-liche wenig Gran des Bezoars; kommt das Thier da-von / so ist er just / wo nicht / so ist er falsch. Er wider-stehet absonderlich dem Gisst / stärcket das Hertz / unddienet wider die Ohnmachten. Wann man dessen 4.Gran in einen Hertz-Wasser eingibt / vertreibt dasHertzklopffen / und alle melancholische Zustände / dasviertägige Fieber / den Aussatz / und Kretzen / denHinfallenden gibt man ibn ein mit May - Blümlein-Wasser. Wider die Würm mit Carduibenedicti-

Wasser/

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