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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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Z6 Kunst-!

Zibeth-K atzen Heisset/ wird in Königreich Pegu ge-funden / przelervirt die Kleider für den Schaben/vertreibt Läuse/Flöhe/ Wantzen/ und alles Ungezie-fer / wie Lonr. kunrark in ^eclulls cjettillsrvrlsmeldet. Wann du einen Baum oder Strauch aus-merckest/wo gewöhnlich dieNachtigall zu singen pflegt/wiesle dann gerne ordentliche Singstellen haben/ sonimm gerechten und unverfälschten Zibeth ein halbDrachma/ und Ztorzcjz LsjzmilK-e auch so viel/ odernimm Zibeth ein halb Drachma / und 5roracis Lsl».mirbx und lien^oi zusammen in gleicher schweren einhalb Quintlein/solches nach der Gebühr zu einem subti-len Salblein gemacht/verwabr es in einem Büchslein/wann du nun ein Nachtigall hörest / die dir ihres liebli-chen Gesangs halber gefiele/so mercke den Ast/wo sie si-tzet / und wann sie davon ihrer Nahrung nach hinwegfleucht / so gehe hin/und schmiere denselben Zweig mirobgedachtenEalblein/ dergleichen lege etliche Würmauf einen Stock / unter diesen Zweig oder Strauch-lein/wann nun die Nachtigall wieder (ihrer Gewohn-heit nach) hinzufieucht/ wird sie sich auf das Zweig-lein setzen / und die Würmlein essen. Entzwischenwird sie vom Geruch desZibeths gantz geil und freu-dig/ sännt an zu singen / scheuet sich vor niemanden /und setzt alle Forcht hindan/ du magst also hingehen /den Zweig samt den Vogel abbrechen / und ,hn so weitund wohin du wilt mir dem Zweige tragen / er fleuchtnicht hinweg / singet für und für / und so du ihn nichtselbst herab nebmest /wurde er sich zu tode singen/wannes dir nun abfällig »st / so nimm ihn herab / und thu ihnin ein Vogel-Haus / diß Kunststücklein wird genanntVlulomel» Ikeoxkrzüi earzcelk. Habe aber nochkeinen gesehen / der es aus eigener Erfahrenheit pro-birt hätte, lit penes äurlwrem. Zibeth in denNabel geschmieret/ dienet wider Colica.

60.

Biesem.

Der besteBiesem kommt von einerRehe-Art ausdes grossen Cham Provincien / wie er gefunden wird /findet man in/vlcöul!» äettillztoris und bey denNa-lurkündigern / ist besser als der aus Egypten undSyrien gebracht wird. Wann der Bljem den Ge-ruch verlohren / henckt man ihn in eine z > da-durch verbessert er sich wieder/ erstärckt/ wann er ge-rechtist/ HaubtundHirn/ dienetwider den Schwin-del / macht Niesen / und reiniget das Haubt/ hilfst wi-der den Scblag/ vertreibt das Hertzklopssen/ erquicktdie Ohnmächtigen/ und ist sonst zu vielen Zustandendienlich / des Orientalischen Biesems Färb ist gelblich/der ander röthlich/ der aber auf schwartz und dun-ckelbraun fällt / taugt nicht viel / und ist entweder abge-storben oder verfälscht.Der gerechte Biesem ist am Ge-ruch so scharff/ daß er dem/ so daran reucht / das Blutans der Nasen ziehet/er kommt von Thieren/wie Geißoder Rehe/ und auch von Katzen.

61.

Ambra Gris.

Ambra wird aus der Provintz Florida vonden Hispaviern überbracht / item aus Pegu / Cale-kut/ Cavanor / Bengala/ Madagaskar/ Suma-ra / Mosambique und Cavo Verde/ ist ein Meer-.

Gewächs / das erstlich weich / hernach auch hart wird/>It an der Färb ein wenig araurötlich und feist / alsowann man mit einer Steck-Nadel hinein sticht/ wdüngt emolichrer Safft heraus / Ambra aber / sogarweiß / oder zuviel schwartz ist / wird gemeiniglich verfäl-schet. Dienet alten Leuren mehr / als den Jungen /stärckt die gantze Natur und alle Lebensgeister /es wer-den allerley Quintessenzen / Oele/ 8pjnm,. Rauch/Salblein/und dergleichen daraus gemacht/davon manin den Büchern / so von dergleichen Sachen handeln/finden kan.

Ambra Gris mit gepulverten Magnet vermischt,und Pflasterweise einer Frauen über den Nabel ge-legt/ erhalt die Frucht / daß sie vor rechten Zeit nichtangehe. Die gerechte Ambra zu erkennen / ist dieProbe / wann man einen Pfriemen beiß macht/ undbinein sticht/ so er ein Oel von gleichen Geruch vonsich gibt/ so ist gerecht/ bisweilen ist er voll geeler undschwachen Düpflein.

62.

Stern-Reuspen.

O. )c>k. Lrneslu» in IraÄZtu cle Olcii, kol. 50.nennt die Stern-Reuspen Lo-lifolium live klarem

, und sagt/ daß es gewöhnlich in Monat x<Ajc> umPfingsten zu Nachts wie ein Schleim oder Ktucco»nzrium aus die Wiesen falle/ und rundlecht und zitt-recht aussehe. Diß Wasser gelinde destillirt (sonststeigt es gar zu schnell über sich ) ist ein siisses dorrosi v.lindert mit Verwunderung alle Schmertzen. Cu-rirt alle widerspenstige Geschwör / mit Pflastern ver-^mischt. Zu denKrebsen und Fisteln ist es heilsam / mitleinen Tüchern applicirt/ und tödret den Wurm. DieBauren gebrauchen es das Haar wachsen zu machen.I^nston in Mexico Lkimico sagt: Es werde meisten-tbeils in lunio , )ulio und gesunden vor

Aufgang der Sonnen in den flachen ebnen Feldernund Wiesen/ schier wie ein Schwamm loche-richt / grauer und schwartzgeelichterFarbe/ wie einegesultzte Brühe / und zittere/ wann mans berühret.

in l^istoria iluiclttatiz Li tikmiisris tc>1. 2^4.nennet eineStern-Reuspen^ttrsIe jzculum,weil esinsgemein einUberbleibung von den fallenden Ster-nen geglaubt wird. Und sagt: daß es ein furtressli-cher kleckcus in einem gläsernen wolvermachten Ge-schin/ aelind/ eine lange Zeit durch (Zißerirt/ und inein weyrhassten l^iquorem tolvirt habe / als eingewisses und absonderliches kemeöiuln wider dieKröpsse.

6z.

LLtwas lang zu erhalten.

Der erneuerte und verteutschte )ok. L-pristaPorts f»1.578 sagt/ mankönne alle Ding in Queck-silbererhalten/ dann (sagt er) wir haben osst Fruchtealso in einem Geschin zusammen gelegt / daß he vondem Quecksilber nicht haben können in die Höhe ge-trieben werden / und bernach Quecksilber daraufge-gossen / die sind viel Zeit lang also unversehret geblie-ben/ ob aber diek4»!itiadesk!ercurij dem Obst nichtseine böse Eigenschafft per poros inkunäire / und esder Gesundheit nicht nachtheilig seyn möchte/ steht ingrossen Zweifel.

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