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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Kunst Büchlein.

S°nn- darauf

Färb ist in Muscheln /und wann mans brau. Smd«?och^h.chen will/ giest man nur etliche Tropssen Wasser an mans aar l^ld tr^n-n^?.i - ^ ^ ^ann«m 0r. m di. Muschel/ daß nch, d^'UiKW nwifch anwVMi, dem Wasser den-v werde, ,«ö,-m>r e,n?m und,-ch.?Mn,?tto^

W^kkm°b'!Md^nn..rm^„«

gesotten Hausen-Blasen in einen kleinen irdenen Tigelein/ es muß aber nicht sieden / sonst gehet es nichtaus dem Model / und zerspringet wie Glas. Blau

fen sie an/ mW wird das Silber wieKupffer/und dieFarben lauffen an / und wann die Bilder gar trockensind / daß es scheinet/ als wann gar mchrs auf den Mo-

kan man von den Mahlern nehmen in Muscheln / auch deln wäre / so ledigt mans um und um mit einem Riesweiß / die kan man anmachen mit etlichen Tropffen serlein ab / und ziehets berab / aber vorher müssen sie

Wassers / wie ob stehet. Wann man Weichselbräunwill haben/ hat man bey den Kramern ^üchiem/ dieh-lst man die braunen Flecklein / solche muß man kleinschneiden/in ein Glaslein thun/ frisches Wasser dar-aus giessen/ und welchen lassen / dieses Wasser muß

gantz trocken seyn / sonst verderbt mans.

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Einen Smaragd zumachen.

. . . ^ ^ > Nimm z. Loch Kißlmg« Srein / stosse sie gantz

man auf ein warm zerlassene Haujen-Blaftn m em x^in / und fahe sie wie em subtiles Meel/ die Stem >klein Geschirüein giessen / so wirds schon Wetchjcl- glühet man vorher wol im Feuer/wirsst es darauf mbraun / wo mans wül liechter haben / kan mans nur kaltes Wasser / und thut das z.oder z.mal/ auchder zerlassenen Hausen-Blasen tempenren. Etliche wol öffter/ bis sie sich stossen lassen / unter dieses Pul,Tropffen von dem Anstrich in den ^assran gethan/so ver nimmt man dreymal so viel schöne rotbe Menig/wirds Königs-Farb. Margaranrhen- Blühe macht mischt es wol untereinander / thurs in ein schön glasir,man / wann man nimmt die rothe Farbe von den <u- res HäfeleiN/ denDectel daraufverlucirt inan wol/kistcheln / und mischt darunter gelb, -daar-^arb macht xg von sich selbst trocken werden / verschmiert alle Run-,man von grün und gelb. Lavende.r iuhe-^arb macht heln / daß kem Dampss mag heraus kommen / dar-man von roth und blau. Rosen «Mb macht man von nach setzt mans in einen Hafner-Ofen / und läst es sorochundweiß. , . , lang darinnen/bis die Häfen ausgenommen werden/

Hochleibsarb macht man von mehr rotb als wnß/ j^st es von sich selbst abkuylen / alsdann zerschlagt manzu Bleichleibfarb nimmt manmehr weiß als rorb.^aSHafelein/so findet man einen grünen Stein darin-nen. Man kanS auch m einen Wind --i^fen ^zwey Stunde setzen/ so zerlest es aus zu emen grünenStein.

fs.

Alte perlein wieder gtantzig zumacden.

Steck sie in einen Teig / und back sie mit demBrod / so findet man sie wieder schön und klar; odernimm von dem Thau / den man im Mayen auf demRettig und Salat findet / weiche die Perlein einenTag lang darinnen/und bestreichsie damit/ so werdensie wieder hell und gläntzig. Etliche legen die alten undgelblichten Perlein in Zpiritum Virnoli, davon gehetihnen die grobe Haut ab / müssen aber nicht langdarinnen bleiben/ doch werden sie etwas kleiner / und

u- . e»c . ^

Meergrün macht man also : Man mischet blau undgrün durcheinander/ und machtö mit derweissen ge-sottenen Hausen-Blasen / bis eS die rechte Farbekrieqt. Also kan man auch Celadon von grün undweiß machen. Bleumorant macht man von blauund weiß. Man muß zu allen Farben Hausen-Bla-sen nebmen / nachdem mans lischt und dunckel habenwill/ doch muß man nicht viel Farben anmachen / dannwann sie düpflecht werden / oder Blätterlein bekom-men/ so sind sie nicht mehr gut / und in der Warmemuß man die angemachten Farben nicht behalten/sondern an einen kühlen Ort / da bleiben sie ein wenig

länger. .

Wann man denn d»e Bilder oder Blumlein ma,chen will/muß man die gestochenenKupffer/darauf

mans giesst / zuvor mit einen wollenen Tuch mit gehet ihnen etwas am Wehrt ab. Diß zu verhü»Baum-Oel wischen / und hernach mit einen leinen ten / nehmen etliche nur Alabaster, Pulver / weiss«

Tüchlein so lang sauber putzen / bis nichts schwartzeSmehr herunter gehet: dann ein Muschel Gold oderSilber nehmen / 2. Tropffen Wasser dareinlassen/mit einem Mahler-Pensel wol abtreiben / und dassaubere ausgeputzte Kupffer wol damit einreiben/ bissich wol eingelegt hat / und also trocknen lassen / miteinen reinen Tuch wol wischen/ dann nimmt man ei,

Corallen / weiß Vitriol / und weisses Weinstein-Pulver / damit reiben sie die Perlen, und brin-gen solchen den verlohrnen Glantz wieder/ wer mehrdavon wissen will / der besehe meine OcconomiaLurlvk im I I. Buch am IOZ. Cap. wann man sie(wielupr- zu finden)gebührlich auflöset/oder sonstennach Rath eines guten brauchet / stärcken sie

neFarbe/ welche man will/ in ein irdenes Schällele/! das Hertz / und die Lebens-Geister/widerstehen derläst es warm werden / doch nicht zu heiß/ und trägt es Fäulung und dem Gisst / erfreuen das Gemüthe/mit einem Pensel auf das Kupsser / doch muß mans vertreiben die Traurigkeit und Melancholey/ curiren

AD mit

be'n schattiren will / muß man allezeit eine Far^ ^^ .

wenig überrrocknen lassen / sonst fiiessen die Farben in, rothe Ruyren stellen sie / wie auch allerhand Durch-einander. Im Sommer kan mans an ein Ort setzen/ j lauff/ die sinnlichen Orzzn- erhalten sie / bekräffrigen

das