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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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für eme Haus-Mutter.

47.

Köstlicher Lpirirus für die Frauen.

Nimm Myrchen des besten Weyrauchs/ crku-kis Xtzfcuimi) ?)!astix/ Zlgtstein so viel duwilt/ docheines soviel als des andern/ destillirs in einen gläser-nen Helm in 8. M. bis alles herüber gangen / und al-les gantz trocken worden / so wirst du einen klaren weis-senGeist haben. Von diesen gibt man 8. oder io.Tropffen den Frauen/ die an Sand und Srein/ andem Muner-Weh/an der Colica/Hinfallenden/Ver-baltung ihrer Zeit / Schmertzen in den Flachsen undNerven / Magens Verwirrung / und weissen Flußleiden / man kan auch dieses 5x»rim?, einer zur Ge-burt arbeitenden Frauen / etwas mebr eingeben / oderdas Glas/ darum der Geist/ an die Nasen halten. Inhartnackichten schweren Kranckheiten mag man vondiesem 3p>r,ru drey oder viermal in einen Tag / in ei-nem Löffel voll Wein/ oder prvxoruvnuten Wassereingeben.

48»

Gesicht und Hände weiß zu machen.

Olzu5 in gibt folgendes

Recept: Nimm Le-mn eine Untzen/ 8pir>iu8 v>mein Pfund / laß es also 2. Tage in einen laulichten Lzl-neo intuncl rt stehen / rüttels alle Tag etliche maluntereinander/ destillirs hernach in bey einemmittelmäßigen Feuer / bis es alles ist übergangen /und behält diesen , wann du es brauchen

wilt / so thu etliche Tropffen davon in ein Rosen-oder gemeines Bronnen-Wasser/ so wirds gantzMilchfarbig / damit wische dich ab. Oder koch Eyergantz hart/ schneide sie Mitten voneinander / thu dieDorter beraus / fülls mir gestossener Myrchen / setz esmeinen feuchten Keller / so wirds zu emem Oel wer-den / und brauchs offtermals. Dienet den Frauen / soihr Gesicht stets weiß / ohne Runtzeln und Mggeschaf-fen erhalten wollen.

49'

LLinen Haring bald von dem Saly

befreyen.

Schneide den Haring in langlechte dünne Schni-tzen / lege solche in Bier / Wechsel solches zwey odermehrmalen ab / gieß darnach Eßig darüber/ so wirder denen Sardellen nicht unähnlich seyn. Etlicheschneiden den so gewässerten Haring in gar kleine vier-eckichte Stücklein; nehmen hernach einen edlen Apffelschneiden ihn gescheiter auch also in kleine Stucklein/und mischen ihn wol mit dem Haring / thun Eßig undBaum-Oel darauf/ und essen ihn also / schmeckt zwardem Mund nicht übel/ halte aber darfür / es bekommedem Magen nicht zum besten.

so.

Alerder vor den Schaben zu verwahren.

Campher in Tuchlein eingebunden / und in denKasten unter die Kleider an etliche Ort hingelegt / daßder Geruch davon durchaus gespühret werde. Etli-che nehmen Welsches Nuß-Laub / dörren es sauber /und legen es unter die Kleider / etliche auch gedörttenWermuth und Baldrian-Wurtzen/ oder kaäicem

Valenzn-e im ersten Frühling gegraben; item/Wein-rauten/ Farren-Kraur und Wurm-Kram oderrorsnum Wann man die Kleider und Peltz Werckin die Küsten legt / soll man den Staub rem darausklopffen / und das Futter fest zusammen legen / und inein sauber leinen Tuch/ so fest als es möglich/zusammenpacben/ und also unter dem Leingewand verwahren/auch daß der Kasten oder Truhen/ so viel möglich/ wolausgereinigr und ausgeputzt sey.

f!.

Lm ausgefahren Angesicht zuheilen.

Nimm 5»! Qemmx 3. Untzen / ^lumc cll Koc.ca undlarlZi-i jedes 2. Untzen / thue es in 2. PfundBronnen-Wasser/ und laß es ein wenig sieden / bis esalles zergangen ist / filtrir es alsdann / darnach nimmGoldgelore eme Untz / weissen Wein-Eßig 2. Pfund /laß es bis aufdieHelffre einsieden / seihe es gemahlichab / mische hernach diese beeden l^uores, und ge-brauche es.

s2.

Daß eine Lampen langer brenne.

Eine Lampe (nach Meynung) soll

langer brennen: wann man hinein erstlich ein wenigWasser / alsdann ein wenig Wein / und schließlichdas Oel (wie gewöhnlich) hmem giesset.

5Z.

Durchsichtige Vilder zu machen.

Nimm schöne weisse Haufen-Blasen / zerschneidsie aber nicht zu klein/ nimm auf anderthalb Loth Hau-sen-Blaftn/ein Seidel frischesBronnen-Wasser/undeinen Löffel voll Brandwein / der machrs schön durch-sichtig/ laß es gemach sieden/gib acht/ daß es nicht über-lauffe/ und wann die Hausen-Blasen zergangen ist /und an den Fingern klebt/ so hebs ab von der Glut/seihe es durch

sohebs ab von der Glut/ein Tuch/und laß es an einem kühlen Ortstehen. Kk Die Hausen-Blasen dick gesotten/unddurch ein Tüchlein gesiegen/ alsdann die Farben in fri-schen Wasser eingeweicht / und durch ein Fließ-Papierlassen fliessen/ und in die gesottene Hausen-Blasen ge-than/ ausser des Grünspans/ der muß vorher etlicheTage in Eßig weichen.

Will man blaue Färb anmachen / muß man Leck-muß ein Stücklein in em Glaslein legen/ frisches Was-ser darauf giessen/solches 2. oder z.Tage weichen las-sen/ dann von der gesottenen Hausen-Blasen in einkleines irdenes Schallelein nehmen / und die Leckmußaufrühren und durchseihen / von den durchgesiegenenan die zergangene Hausen-Blasen giessen / nachdemman die Färb dunckel oder liecht haben will.

Zu dem rothen/ nimmt man die Farb-Tüchlein /stösst sie meinem frischen Wasser/ solche giessc man aufeine trockene Hausen-Blasen / und siedet sie / als wiedroben von der Hausen-Blasen allein stehet.

Zu der gelben nimmt manSaffran/und thut der-gleichen/ als wie mit der rothen.

Die blaue Färb kan man auch mit der Hausen-blasen sieden/und alleFarben wol dunckel sieden laisen/will mans liechter haben / kan man allzeit mir dergefot-renen weissen Hausen-Blasen helffen.

Der grünen Farben sind zweyerley / eine Heisset

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