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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Kunst »Büchlein.

nach setz es im Sand über ein Kohl-Feuer / laß es all-' Vollmond/ und den Rossen nach dem Wasser aufdasgemach aufsieden/ und wieder allgemach abkühlen/, Furtergestreuer/so werden sie frisch,damit das Glas nicht zerspringe /^das Glas muß f. Wann^ie Pferde faule Schäden haben/

auch nicht hart zugestopfft werden. Dann nimmt maneine Maß/oder gutes grosses Glas mit frischem Brun-nen-Wasser / thut darein von jetztgemeldtem Zimmet-Wasser/ so wol auch vonZucker-und Bisem-Was-ser/ so viel man den Geruch und die Süssigkeit habenwill.

Das Nagel-Wasser wird auch auf diese Meisegemacht / ausser daß man zu einer Maß Wasser / nur2. Loth Nägelein nimmt.

20.

zu machen.

Nimm eineMaß guten weissen und rothenWein/thu darein ohngefehr einTrinck-Glas voll von dem ob-gemeldren praparirten Nagel-Wasser/ hernach nimm2. Gran Bisem/und a.Gran Ambra/zerreib es mit einwenigZucker/schütt alles zusammen/und thu so viel vondem praparirteZucker-Wasser darein/als duwilt/ laßes hernach durcys Tuch laussen. Das Zucker-Wcsser/wie es zuzurichten/suche l-ibz. von allerhand kostlichenGttrancken.

21.

Ko,5o/K zu machen.

Nimm4. Maß guten Brandwein/ thu dareineinhalb Pfund Zimmet/die zerbrochen ist/laß esalso24>Stunde stehen/hernach thu es miteinander in einenDestillir-Kolben/ samt seinem Helm/setz es auf ein lin-desKohl-Fcuer/und laß es allgemach destilliren/in dasGlas aber/worein man das kos Soli; will auffangen/thu man zerstossnem Bisam mit Zucker 8. Gran / wieauch Ambra 6. Gran / nach diesem Destilliren nimmtman eine halb Maß dieses herüber gezogenen Brand-weins/ giest darein von dem ordinari praparirten Zu-cker-Wasser 2. Maß/ behaltet es also wol verwahrtsürderLusst. ttu Der Zucker zum kos 8ol>smußnurmit halb so viel Wasser angemacht werden / alsder/ so mr gebraucht wird/ als zum Ex-

empel : Zu einem Pfund Zucker gehört nur eine halbeMaß Wasser.

Vom Feder weiß / und wie es zu

gebrauchen.

1. Wann die InfeAion graßirt / auch ViehoderLeut etwas böses essen oder trincken/ soll mans inWein oderWasser zergehen lassen und eingeben/wanein Pest-Carbunckel ist aufgefahren / legt man zerstoß-nesFederweiß inBrandwein/und legts über/ es zeuchtden Gisst aus; wer vermuthet / er dabe Gisst bekom-men/ mag davon ein Quintlein trincken.

2. Wo jemand die rothe Ruhr hat/so gebe manihm ein das Federweiß in Brandwein/ esstelletswieder.

?. Wann ein Mensch die bösen Blattern hat/so nebme man das zerstoßene Federweiß / und einenBrandwein/und leg es auf die Blattern / es zieht denGisstaus. . ^ ^

4. Wann die Pferde dampfig und kehlsichtigsind/so gebe man ihnenFederweiß ein /6 .Tage vor dem

so muß man den Schaden sauber ausputzen / und denFederweiß darein streuen und verbinden/ so wird es

6. Wann ein Unfall unter das Vieh kommt/oder fauler ihnen Lungen und Leber/ so nimmt manFe,derweiß/ streuet es auf ein Brod/und gibt es ibnen.

7. Wann die Schafe dieEael haben/oder kranckstnd/jo gibt man ihnen Federweiß in der Lecken/so wer,den sie gesund.

8. Wann die Schweine umfallen/ so nimmtmanAederweiß in einen Hadern/und legts ineTranck/daß sie davon rrincken/so werden sie frisch.

^ 9« Äst das Federweiß am zu Nacht-Liechtern/wildenZitrach/auch für die Kropsse/und hat noch mehrTugenden/er muß aber allzeit/wann man ihn brauchenwill/ klein zerstoßen werden.

iO. Wann man voni Federweiß in denRauch-fang über den Heerd etwas aufmacht / kommt mit derHülffeGOrres nicht leichtlich ein Feuer aus in demsel-benHause. Doch ist in solchenFallen mehrGOttesOb-sicht/als einiger Kunst und Menschlichen Fürsichtigkeitetwas zuzuschreiben.

2?.

Ein bewahrtes Stuck/ lange und

schone Goldfarbige ^»aar zu zügeln.

Nimm destillirtes Honig-Wasser / vermisch dar, ^zu Himmelbrand-Wasser/ und löse darinnen Narrer-!Schmaltz auf / bürste dich alle Tage damit/ und laß es ^von sich selbst trocken werde/so wirst du dich des schnell,Wachsens/ und der Schönheit der Haar verwundern.Ferner ist dißWasser auch zu denAugen eine fürnehmeund bewehrreArtzney/daßes ihre Hitz und Geschwulstsansstiget/nimt hinweg die Röche und Entzündung derAugen/a lleHitz/Schwaren und Thränen/verzehrt da,rinnen die Nebel und wässerigen Felle/auch wann dieAugen-Winckelmit Grind / uud anderer Umemigkeitverzehrt sind/heilet sie solche.

Woll auf allerhand Weise zu färben.

Wasche die Woll schön sauber aus / laßsie wie,der trocken werden / nimm auf ein Pfund Woll ei,nen Vierdina Alaun/stoß ihn/und sckurt ihn in ein sie-dend« Wasser/laß es also sieden / bis der Alaun garzergangen ist / leg hernach die Wollen in das siedendeWasser/ laß sie eine gantze Stund nacheinander sie-den/ schwaibe hernach die Wolle aus einem kaltenWasser aus/nimm alsdann auf eine Pfund Wolle /einen Vierding rothe Bresilgen / laß dieselbe in einemkalten Wasser / ein Tag z. oder 4. so lang du wilt/weichen/ schütte die eingeweichte Färb in den Kesseloder Hafen / der groß genug ist / mit kaltem Wasser/damit die Wolle recht darinnen kan naß werden / laßdie Farbe eine halbe Stund darinnen sieden / thu d«SFeuer davon/ und feim die Späne sauber aus derFärb / tauch hernach die Wolle naß darein/ kebrsfleißig um / daß sie zugleich naß werde/ sie wird sonstfleckigt und mahlicht / laß sie über Nacht oder einen s

gantzen!