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Kunst-Büchlein.
hat/ und seihe es wieder zu den ersten / und das thu solang/ bis kein Perl mehr am Boden ist / wann du als-dann diesen Eßig beysammen hast / und die Perlendarinnen aufgelöst sind / so nimm ein Siebel von ei-nem doppelten subtilen Fließ-Papier/ das kanstdudir selbst aus einer alten Schachtel machen / und laßdiesen Eßig/samt den Perlen/ durchs doppelte Fließ-Papier du chlauffen / und so viel Loth Perlen du zumauflösen gmommenhast / so viclmust du rechnen/ all-zeit auf ein Loch Perlen/ z.Loth des besten 5pn-imsVttnuti, geuß denselben gemach und gemach in denEßig / darinn die aufgelösten Perlen sind / so wirst dualsdann sehen/ daß die Perlen zusammen gehen / wieein neugefallner Schnee' wann nun der 6p-riru« allerdarinnen ist / der hinein gehört / so laß es also auf dasmeiste fünffStunde stehen / alsdann seibe das klaregar gemach herab/und so bald es auf die Perlen komt/so höre auf / auf die Perlen aber gsuß /risches B- on-nen-Wasser/ das gantze Glaß voll/ ruhrs mir einen,höltzernen Löffel wol durcheinander/ und laß es wiedersich setzen/bis das Wasser gantz klar wird / alsdannseihe das Wasser gemaylich herab/ und geuß wiederein frisches Wasser darauf/ und diß wiederhol so lang/bis in den frischen Wasser gar keine sauren mebr zujpühren ist/ alsdann nimmt man ausgebrandte Was-ser/ die man sonst zum prapariren gebraucht / giesftdarauf eines so viel als des andern/ als der gutenHertz-Wasser / von Ochsenzungen / K 'rr^v, undwas dergleichen mehr ist/ zum Hertz-Stärcken / laßes also 24. Stunde stehen / rührs aber zuvor wolauf / alsdannseihe das klare Wasser wieder herab/uno nimm ein doppeltes Fließ-Papier / machs aufein saubers Reirerl / wie ein papieren Häusel / undgeuß die Perlein alle miteinander darein / und laß wolabseihen/alsdann nimm eine Erdene Schüssel/setz daspapierne Häuslein darein/ machs oben zu mit ei-nem Papier / daß kein Staub darein falle / und als-dann setz es also / mit samt der Erdenen Schüssel / aufeinen gar warmen Ofen / und laß es also trocknen /bis das Fließ-Papier gantzresch wird / so ledigen sichalsdann die Perlen gar gern von sich selbst ab / diesel-ben thu hernach auf einen gar schönen Bogen Pa-pier/ und nimm einen glatten Holtzernen/ oder Helf-fenbcinen/ oder Perlenmuttern Löffel/ und zerreiboieKnoppern damit / so hast du alsdann die schönenpsiaumichen Perlen gar gerecht / nimm nur nichts sil-bernes oder eisernes/ damit zu rühren/ oder dar-ein zu greiften / sonst wird es schwartz. Die Flaschenaber/ darinnen derdestillirte Eßig aufgehaben wird/muß keine zinnere Schrauben haben / sondern nursonst wclvermachr und verbunden/sonst verlern t er dieKrasst.
10.
perlen aufzulösen / auf eine leichtere
VOetse.
Wasche die Perlen vorhin sauber aus/und trock-nesie aufeinen Ofen/oder an der Sonnen/ abernichtgar zu geschwind / nimm darnach den schärffesten de-^illirrenEßig/schurre die Perlendarein/ daß der Es-sig z. Finger hoch darüber gehe/ setz es auf eine Aschen-Eapell/ laß es in linder Warme stehen / rühr es offtdurcheinander/ setz es allzeir wieder aufdieCapell/ du
must es gar offt rütteln/ bis so lang die Perlen zerge-hen : wann sie mchr alle aufgelöst sind / so gieß frischenEßig darzu/ bis alles aufqelöst wird / wann das ge-schehen/ soMmre den Eßig in eine Schalen / rropffbin und wieder 5pii-!rum v-tru-ii darein / so werdensich die aufgelösten Perlen gantz weiß auf den Bodensetzen/ und das so lang / bis man scher/daß nichrs mebraufdenBoden fallr.Wann es sich wolgefttzr har/gerisscman gemach das Wasser herab / nimm destillirc Re-gen-Wasser/geussr es darauf/ rürcelts wo! durchein-ander/ bis sichs setzt / hernach geussr man das Wassergemahlicb herab/und rhur das wiederholend / so lang/bis das Wasser gantz sütz ist / trocknet es / und kebrsauf. Die Elend-Klau loset man eben also auf/ ausserdaß mans klein raspeln oder feulen mriß. Auch also d»eKrebs-Augen/ die muß man aber vorher klein flössen.
ii.
Wachs zu vermcbren^
Pulverisir den ungelefchren Kalch / wirff solchenin das Unschlitt/ weil es im Sud ist/ so wird der H alchzu Boden sincken/ und das Unschiitt wird allen bösenGeruch gantzüchveUieren/ thu darzu dreymal lo vielWachs/ laß es miteinander schmeltzen/ und laßWachs-Srocke oder Ke' tzen daraus machen ; sinddiese Wachs-Stöcke im Winter gut zu gebrauchen/weilsie in derKälte nicht so brüchig sind/und gar zügigverbleiben.
Ambra Nagelcin zu machen.
Nimm schönen Tragant/ stoß ihn klein / weicheihn ein / daß er dick wird / wie eme Stärcke / darnachtruck ihn durch em Tüchlein / nin>m so da»ln einStück-lein is, so viel als du will / und nimm einen
schönen gefahctcn Zucker / reib die Ambra damit/ daßsie gar klein wird / fähe es miteinander durch eindünnrüches Sieblein/ darnach mische Zucker darun-ter / so viel du vermeinst / daß es genug sey / und daßes schön rieche/nm.m ein wenig Nägelstupp auch dar-unter / nimm alsdann denvorgemeldcen Tragant/undvon den gemischten Zucker / und mach einen Teig an/anfangs nicht gar zu dicke/ stoß ihn gar wol in einenMörser/ thu immer nach und nach von diesemgemischten Zucker darunter/ und stoß ihn immerfort/daß er fein zähe werde / hernach nimm eine silberneSchüssel oder Teller/ halt es über ein Wachs-Licht/so wird es vom Rauch gar schwartz/ dasselbe schab her-ab/ waltz ein Stücklem von diesen Teig darein/so wirdes schön schwartz; aus diesen mach Nagelein nach dei-nen Gefallen/ den übrigen Teig aber laß immerfortstossen / so bleibt er fein zahe / wann du auf einmal zuviel heraus nimmst / wird er fpröt / und lässt sich nichtgerne machen / mach ihn auch in dem Mör;er nicht al-len gleich gar zu dicke/ dann so osstduein Bröckleinheraus nimmest/ kanstdu ihn schon mir dem vermisch-test Zucker so dick machen/ daß du Nagelein darausmachen kanst.
iz.
Mahl aus allen Tuch/ Tafel - Zeuge und
GchaUach zu bringen.
Nimm zwey Eyerdotter ohne das weisse / schabe
von