^ für einen H.
verdeckt sieden / darnach geuß es durch em Tuch / rüh-re das Holtz-Meel über deni Feuer nach und nach dar-ein / daß es werde wie ein Brey / hierunter: wannmanwill/kan man auch Farben mischen/ nur daß sienicht giffrigseyn/ thu es in einen dir beliebigen Form/hernach/ wannduwilt / bestreich es vorhin wol mir! Mandel-Oel / laß es einen oder zween Tage sieben /j darnach heraus genommen / und davon gedräbet/! was man will/es yält so gut und besser / alsdasgan-tzeHoltz/ man kan auch Bilder davon giessen / wievon Gipß/ den kan man poliren/ gläntzig machen undfärben.
120.
Marmel oder Porphyr nachzu-machen.
?. Xirckerus lid. 12. cjc X4unäo Lubterrzneo5e^ione V. psrte z.fol. 466. sagt: Man soll Mar-mel oder Jaspis gar zu kleinen Pulver machen / unddiesen Kalch/ Gipß/Saltz/ Ochsen-Blut beyfügen/dieses alles in Eßig/ Wein / Milch / Bier/ oder Käse-Wasser wol untereinander gerührt/ daß es wie einBrey werde/ darzu kan man Metall oder Mineral-Farben mischen / wie man will / auch ein wenig Och-sen-Gall/ und mit einer höltzernen Spatel mir wichenFleiß abrühren/ daß es recht mit Adern und Farbeneinen rechten Marmel-Srein gleich werde / wie mansmit den, Türkischen Pappier zu machen pflegt / thues also in den darzu vorbereiten Model/ und laßesdrinnen/ bis es die rechte SreinHärten erlanget/ diekan manGemach nur einem Pimsen-Srein / und letz-lich mir feisten oder Oel poliren/ so wird es sehr schönund gläntzig.
I2l.
Vom Magnet-Stein.
Der Magnet ist ein schwartzblaulichter Eisenfar-bcr betanmerSrem/ wird meistens unsemevondenEisen-Bergwercken gefunden / wann er ms Feuer ge-legt wu d / gibt er eine blaue und schiebuchte Flammevon sich / wu d aber dm durch seiner Krafft/ Eisen ansich zu ziehen / gantzlich beraubt, kuisnuus schreibt /wie es auch dieErfahrenheit bestättiget / daß er einenatürliche Krafft und Vermögen habe/ das Eisen und
v,cri an sich zu ziehen/ und mit diesen sichzu vereinigen / hingegen hat er auch eine natürlicheWiderwertigkeit mit Zwisel und Knoblauch / wie auchmir dem Diamant/ also daß / wann diese auf denPunct des Magnets / oder darneben gelegt werden/sie seine anziehende Krafft verhindern. Walin die-ser Stem c»ic,nirt wird / soll er des Blur-StemsNatur an sich nehmen / er soll auch gut seyn wider dasHauptwehe/ Krampffund Gifft/ daß er die Geburterleichtere / auch zwischen Eheleuten und Freunden /Ariede/ Lieb und Einigkeit erhalte / er vertreibt dieAorchr / und mehret den Verstand / wie N.cc>l8, i'rofcllvr zu (smbricitze in Engelland/in seinemBüchlein von Edelgesteine c Hz. fol. 208 bezeuget.Er hat bey den Schissfahrten einen so wunderbarenfurtrefflichen Nutzen/ daß seine Tugend nicht genug,sam kan ersorftbt werden; und nicht allein auf den un-endlichen weiten Meer/sondern auch in weitschichtigen/ungeheuren / unbekannten grossen Geburgen und
ius - Vatter. ^
Waldern seinen Nutzen hat/ und kan ein Jager mitseines Compasses und Reißbleyes «Uzeit wissen/wo er wieder aus den Wald kommen solle / damit ersich nicht rieffer hinein oder Seirenwerts verure/so voreinen Jäger / der bey einem Kriegs-Officler dienet/eingutes Wetdstücklein ist/ weü aber dessen im 12. Buchscap z^. gedacht wird/hab ich den begierigen Leser da-hin weisen wollen.
122.
Das schönste lMaman» aus dem
/.a?«/,zn machen.
Nimm des besten ^-oici sl^uli i. Pfund / derist zu probiren / wann man diesen Stein in glühendeKohlen scharret/ und so lang darinnen lasst / bis erdurch und durch recht erglüber / und wann er Kernachwieder kalt worden/nicht in Stücke zerfället/ sondernhart/ und bey seiner schönen hohen Farbe verbleibet/solchen muß man hernach in kleine Stücklein zerschla-gen/ und wieder in die Glute legen / bis er wol glühet/alsdann mit destillirten Eßig abgelescbt/ wieder trock-nen lassen / und mit nachfolgenden Wasser auf einenReibstem fem klein gerieben.
Man nimmt ftisches Bronnen-Wasser i.Maß/ungeläutertHonig 4. Loth/ mischt es durcheinander/kocht es in einem Geschir: / schaumrs fleißig ab / wannes genug gekocht / vom Feuer abaehoben und kalt las-sen werden. Wann d>ß geschehen/so schürtet man seinNein gerieben Drachen-Blut / etwan einer WelschenNuß groß/ allgemählich hinein/ drucket oder seihet esdurch ein rein leinen Tuch / man muß aber wol zusehen/dam»t das Wasser nicht allzu roth / auch nicht zu bleichsey/ sondern das rechteMirrelgetroffen werde / daßer nemlichViolblau und hell Deine/ damit der blau-geriebene l^uli das Violblau an sich nehme/alsdann solchen ^r^pzritten Stein / mit dem ersige-meldten Wasser/ eine Stund/ und langer auf demReibstein wol abgerieben/ darauf bald in ein Glas/so oben fein weit ist/ gethan / und von sich selbst ab,trocknen lassen / dann wieder sehr klein zerstossen/un^in em dichtes rein leinen Tüchlein gethan/ fest zuge-bunden/und also behalten. Hernach macht man fol-genden Teig an : Nimm Hartz/Calovhonium/ H'M-stix / Terpentin/ neu Wachs/ Lein-Oel/ jedes vier
Loth / conrritiz minutillimö , cnrilcrenchz , rühr
alles durcheinander / und koch es so lang / bis es sichwol ineinander vermischt hat / wann dieses geschehen/kan man eS auf solche Weise probiren / ob es unter-einander genug gekocht/ man lasse etliche Treffen inkaltes Wasser fallen/ wann es an den f^uchtenHan-dennicht anrlebt/so ist es gut. Nach diesem./ so es nochwarm ist/seihet mans mein Geschir: / dm-ch em leinenTuch/ (dann wann es kalt worden / gchts nicht mehrdurch) und laß es stehen / bis es geliefert ist / so nimmtmans aus dem Wasser heraus/ lässt es trocknen/ undvermisch es mit dem erst pr-psurtemauffolgende Weise: Man walgert und zerzupfst denTeig in kleine Stücklein/ leg sie in ein. äbren Gefas-st / so inwendig verzinnt ist / setzt es aufs Feuer/wannsanfangt heiß zu werden / giesst man alsobald 2.Loth/bitter Mandel-Oel hmein / lasst es zugleich mit dem an-dern warm werden/aber nicht lang/ wann dieses ge-
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