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schehen/ muß man den zubereiten l^spiöem l^uli ineinem andern Geschir: zur Hand hak^n / damit wannman aus dem vorigem Gesässe die zerlassene Materiafein mählich in den gepulverten Stein giesset / daßman jemanden gegenwartig habe / der im eingiessenmit der höltzern Spatel stets umrühre / daß es feinuntereinander gerieben werde. Wann es nun kaltworden/so knettet man es wol durcheinander/ wie ei-nenTeig/ jedoch beschmieret man die Hände vorhermit bittern Mandel-Oel/ damit es sich nicht anhän-ge/ machet daraus wie ein Laiblein Brod / verwah-ret es hernach in einem Glas sehr wol / fast in diezehen Tage lang/ so man nun das blaue hernach wie-der heraus ziehen will / so nimmt man Laugen ausWem-Reben-Aschen / solche so warm gemacht / daßman die Hände darinnen leyden kan / darnach nimmtman den Teig / thut ihn in ein verglasirt Geschirr /geusst hinein so viel Laugen/ als einen dUncketgenUazu seyn / zertreibet und zerreiber den Teig allgemachmir den Fingern/ rühret und schwäncket es so langherum / bis man siehet/daß das Blaue heraus gehet/dann geusst man das Lautere heraus geschwänckte inein ander verglasirtes Gesässe/geussr wieder neue war-me Laugen darauf/ zerreibr und schüttelt es herum/wie zuvor/ und proceckrt also mit Verwechslung derLauge / und der beyden Geschir: so offt / bis tn diesemSchwemmen das Unreine alles heraus gebracht wor-den. Alsdann setzt man die gereinigte Materi in einruhiges Zimmer/ decktes zü/ daß es von sich selbstmag trocken werden/ wanns endlich wol trocken ist/so nimmt man einen Becher voll , m wel-
chem ein wenig schöne Bresilgen-Spane eingelegt/und ein wenig geweicht sind /, besprengt mit diesemvus das Blaue an / und lässt es wieder trockenwerden/ diß thut einen Tag oder drey nacheinander/bis das Vitx alles in das Pulver ge-
sprengt worden / dann durch solche Hulss bekommt esseine schöne hohe Farbe / da lässt mans endlich wie-derabtrocknen / und verwahrt es allzeit in einen schö-nen und saubern ledernen Sacklein / damit nichts mö-geverstauben/ auch nichts Ureines darzu komme.
t2Z.
Eine anbete tveise zu
machem
Nimm des besten Lazul-Stein so viel du wilt/zerstoß ihn/ und reib ihn erstlich trocken auf einenMahler-Stein/zu einen unbegreiflichen kleinen Pul-ver / darnach schütte reines frisches Bronnen-Was-ser nach und nach darein/ und reib es wie ein andereFarbe/wanns also klein ist/ daß man zwischen denFingern nichts grobes mehr fühlet / so Mache Zelteldaraus/ und laß es also trocken werden/ nach diesemnimm weisses gepulvertes Pech / so viel du wilt/ nimmschönen lautern Venedischen Terpentin etwas wenigmehr/ und laß es miteinander auf lindem Feuer zer-gehen/ darnach thu auch erwasvonLein-Oel darzu/und mit steten Rühren ob dem Feuer koch es zu einemMüßlein/ welches du also warm durch ein Leinwachftihen/und von aller Unreinigkeir saubern solt: wann duvon diesem Müßlein ein Tropssen auf ein kaltes Was-ser fallen lassest/ und solcher nicht zerfället/ sondernbeyeinander bleibt/ oder mit nassen Handen sich ar-
leiten Met/ ohne daß er anklebet/ so hast du ein ge-wisses Zeichen/ daß er seine gute Loniilten? habe/ undgar recht zubereitet sey / jedoch kanst dunock)füreineweitere und bessere Prob / etwas von den zubereirenund pulverisirren , entweder auf einen
warmen Reibstein/oder auf der Hand/durcheinandermischen/ und sehen/ ob solche die Farbe gern indas Wasser entlasset/ wanns solches rhut/ so ist die
gerecht / lasst es aber die Farbe nicht vok sich / somust du entweder noch etwas von dem Lein-Oel dar-zu thun/ damit du ihm seine anhaltende Pichigkeitbenehmest/ oder du must ihn von dem przepanrtenl^zpis Qz?uli mehr zusetzen/ dann so der ztt viel/und des Steins zu wenig ist/ so entlässt er die Farbenicht. Wann du nun die rechtmäßiger Weisezubereitet hast/ sovermengs an einen warmen Ortwol mit dem zubereiten l^spis ^z/uli, und laß es z<oder lo.Tage/ oder auch noch länger / also Mirein-ander impzttirr m einem Keller stehen/ letzlichnimnivier schoneweisse Ks-ijoiica Schalen/ schütte warmesoder vielmehr laulechtes Wasser darein/ malaxir oderarbeite deine mir saubern Händen in sclbigeniWasser / so wirst du mit sonderbarer VerwunderungUndErgötzlichkeit deiner Augen sehen/ wie die l'zlkein überaus schöne blaue Farbe von sich lässet / also;war/ daß in der ersten ilice öie allerschoneste / inder andern / dritten und vierdten aber / allezeit eineschlechtere blaue Färb heraus kommt. So du Mmalles blaue hast aus deiner heraus gezogen/ so laßdie blaUe Färb sich setzen/ und schütte fein gemach dasWasser davon ab / darnach must du eine gute klaredUrchgesigene Lauge darauf schütten / wol durcheinan-der rühren/danm aller übler GeruH und Fettigkeit/so von dem Pech/Terpentin und Oel hinterblieben/gäntzlich benommen werde. Auf die letzte/ fasse eswieder mit frischen Bronnen-Wasser wol aus vonder Lauge / trockne es / und behalte es nach der Gat-tung unterschiedlicher Sorten wol auf ju deinem Ge-brauch.
Es ist zu mercken / wann einer die blaue Farbe zumerstenmal aus der in dasWasser gebraucht hatte/und nachmalen solche Färb gleich wieder mit einerneuen vermischete / und abermal in das Wasserheraus auswaschete/ daß es viel schöner und zärterwUrde/welcheraber diesesthunwolte/derselbe dürsstönicht am ersten die klarere Färb in unterschiedlicheSorten und Policen austheilen; sondern konte gleichauf einmal fein geschwind durch ein warmes Wasseralle Färb heraus ziehen / und solche Farbe gleich wie«der / nachdem ersgetrocknet/ Meiner neuenvermischen/und verfahren / wie dbell gelehret worden.Ich habe gesagt/ er soll erstesmal ein warmes Was-ser brauchen / damit er die Farbe fein geschwind uni?auf einmal heraus ziehen könne. Dann wer nach derersten Weise/die blaue Farbe / nach unterschiedlichenSorten/ in die klzjolicken will heraus bringen/ o^rmuß kein warmes/ sonderttnur ein laulichtes Waffetgebrauchen.
124. .
Eine Leinwath Schuß frey zu wachem
! Nimm Hausen-Blattern 2. Pfund/gantz klein ge-schnitten/ und über Nacht in starcken Brand-Wein
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