für einen ^
folgends thu darzu Merall-Pulver aus einer Muschel/und Oestreich die Arbeit damit / mit einem lmden Pen-ftl. Es muß aber solche Arbeit zuvor mit Leim-Was-i^/darein etwas Memg gethan war/seyn angestrichengewesen. AusHerml^unckelpzit. z. f.zo.
87.
Achrifft von Papier vollkommen weg-zubringen. e^r eo^tw F<5.
Nimm VirrioU , oder gutes Scheid-
Wässer a.Loch/ gelbcnoderweissenAgtstein i.wrh/die,en subtil mir dem 6^ritu Vn^uli zerrieben / undn.u emeM Pensel auf die Buchstaben gestrichen / son «erden sie alle gerade weggenommen/man muß abernur remen Waffer nachwischen / sonst wird das Pa-pier geel.
Aus jeder Blumen die natürliche Färb
heraus zu brmAen
Nimm die gefärbten Blumen / seuds in Hönig-«Wasser/das gar dünn,st/ und in Milch/bis es zim-I ch enisiedet/ reib den Sasst mir Gummi-Waffer/ur.d mahl damit/ es wird ein dickes Sasstlein oderFarl>e. Ödernimmdie gefärbten Blumen/daß nichtsaildirsvonFarb darzukomme/ legsm Brand-Wemder ftarck ist/ wann d»e Blumen weiß werden/ und derBra ad-Wein die Färb an sich genommen / so thu dieBläi ter weg / und ziehe den Bcand-Wein durch dasö ab / so bleibt die Färb am Boden / ist
al»er wie ein Pech / die must du mit Alaun-Wassera. lj einen Rewstemretben/ so kanst du damit Seidenm D Woll schön färben / auch danur mahlen / diß ha-be ich von Herm Johann Erhard Stengeln vonÄ'i>aldenfelß/desPraslNgischen Regiments gewesenenOt risien Wachtmeister. Her: K'unckel aber pgrc.^lU8 Vitrizr e c. l 10. schreibt also davon: Die I-.ZL.cz ^oder Farben zum maylen/ aus der Pomerantzen-Blühezuextramren/ mglnchen auch/ aus denFeld-Vka.^-Blumen oder Klapper-Rosen / Schwerdel-Blu men/ blauen und rothen Veiel / leibfarben undr.;th :n Rosen / Borragen/ auch andern dergleichen/it :m/' eme grüne Färb aus dem Pappel-Kraut/ P»m-pi >k! len-Kraut / und andern dergleichen/ soll mans al-so machen: Man nimmt die Blumen und Kraut/vc>tt weicher Färb man will / (solche aber / wann man'ie zetreibt/ müssen das Papier färben/ sonst sind siehierzu untüchtig/ als die keine 1>nAur machen/) mitd'ieseN Blumen füllet man einen gemeinen/doch gros-sen Helm/ solchen auf einen füglichenKolben / nurzqusvitzegefüllt/ gesetzt/ einen keciplenten vorge-legt / und die Fugen wol verlutirt/ alsdann mit einemgeliudenFeuerdestillirt/ so wird anfänglich das sub-tilere Theil des Brand-Weins in den Helm steigen/die ImÄur aus denen Blumen und Kräutern exrra-Ki ren / und alsdann in den Kecipiemen fallen / diesergedesi-.llirte und gefärbte Brand-Wein / wann ernachmals in einen andern Kolben wieder destillirrwitd/ so gehet er gantz ohne Färb herüber / undkanzu dergleichen Sachen össter dienen : Die imKuroder Färb aber/wird auf dein Boden verbleiben/ wel-che man bey geimder Warme trocknet / auf solche
V
Weise/kan man die besten^zccz,denen Mahlern dien-lich/ aus allerley Blumen und Krautern bev«,ren.
89.
Durchsichtige BUder/ so als Horn
scheinen.
Man Nimmt erstlich das Kupffer/und überfähretes ob emer Glut mir Sp«ca-Vermß / welcher sich uni,o viel desto besser hinem ziehen kan/ wan» solches ge-schehen/alsdann lasst man Hausen Blasen über emerGlut gemach zergehen/streicht solches erstlich auf euierSenen das mir "Verruß getranckreKupsser/ wann sol-che trocken/ streicht man auch auf ebenmaßige Weißd»e andere Seiten an»
90.
tvie die blaue Lasur von Silbev
^umacven.
Man nimmt dunn geschlagen Blech von Silber/eines Fingers lang und breit/ hängt solche an emenHafendeckel mit einem Faden/ sucht zu dein Decket ei-nen .yafen / welchen man so weil mit guten Wemeßigantuet/ daß er die Silber-Blcchlein doch Nicht errei-chet/alsdam» verklebt man den Hafen mu Teig / undletzt ihn 14. Tage auf eme warme Herdstart / so wer-den sich (gleichwie an dem Kavsser derGrünspan^ al,oan dem Silber/ die blauen Lasur-Flores anhängen/welche man allgemach mit einem Messer herab schabt/und die Blechlem wieder ob demEßlg henckt/und die-ses so lang und viel/ dw das Silber keine Flores mehrvon sich gibt.
lVann die Glaser Ftecke bekommen/ und I
mayUcve werden.
Das kommt daher/ weilkeinGlaß ohne Zusatzdes ^»altzes kan gemacht werden / und weil rare undVenetianische Glaser selten gebraucht sind / Verwegenbeisset das Saltz endlich durch das Maß / davon ent-springen diese Flecke / derhalben soll man solche schöneGläser / aufs wenigst alle halbe Jahr (sie werden ge-braucht oder nicht) mir suschem Saltz-Wasser aus-wa,chen lassen/so werden sie keinen Schaden noch Fle-eten bekommen.
95.
Silber und Gold zu machen / daß man
damir malten kau.
Nimm ein Brocken Saltz/ brenne ihn / daß erglühend werde/ leg »hn auf emen Reibstem / daß erkalt werde/ schürte darauf einen Gummi/der un Was-ser zergangen sey / so dick wieOel/ reibs durcheinan-der aufden Stem/ darnach nimm Gold und Silber-Blättlein / reib das Gold und Silber ein Biattkinnach dem andern aufdem Reibstein / thu es hernachin em starcks Glaßlem/ geuß warm Wasser darauf/rührs wol durcheinander/ laß es stehen/ bis es sich se-tzet/ geuß denn das Wasser gar säuberlich ab / undgeuß wieder warm Wasser daran / rührs wieder woldurcheinander/laß es sich setzen/ und seihe es ab/ dasthu so offt und viel/ bls das Gold und Silber saubetwird / wann es dann schön und glantzcnd wird / so thues m ein saubers Muschlein / wann du es brauchenwilt/ so machs mit schwachen Gummi-Wasser an.
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