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Kunst.Büchlem.
, 9?.
. Hornbaiy.
Nimm ein halb Loch Scheid-Wasser/ ein halbesQUimlein fem Silber / sied das Horn vor in Saliter/trag hernach das Scheid-Wasser zweymal nacheinan-der darauf/ aber nur fein subtil. lDarnach im frischenBronnen-Wasser wiedergesotten/und damit gethan/wie oben bey der Schildkroten-Arbeit^.z 6. vermel-det worden.
94»
Eine gmeGlaß Aütte.
Nimm ein wenig Haufe-Blarcer/ schneids klein/weichs über Nacht in Brand-Wein / nimm hernachetliche Mastix-Körner/ in ein memnges Pfannlemauf eine Glut gesetzt/ ein einiges Sud lein thun lassen/und nicht mehr/ hernach das zerbrochene Map ge-leimt / wirds zu dick / mag man Brand-Wem daranLiessen.
, 95.
Schonen Le»m zu machen.
Nimm schönen durchsichtigen Tischler-Leim 18.Loth/ Hausen-Blatter 8. Loth/ stoß den Leim grov-lichr/ die Hausen-Blatter schneide klein/geuß darübereme halbe Maß Eßig / und so viel Wasser/ und emcheLöffel voll Brand-Wein/ laß es über Nachr freyemalsdann setz eszumFeuer/daß es gantzzergeye / abernicht siede/ wann alles zergangen/ so seihe es dmchein Tüchlein in ein Glaß/ so bleibt er lange Zeit. Soosst man einen brauchen will / nimmt man davon in emGeschin heraus/ und lasst ihn zergehen / wann ertu dick wird / geusst man Eßig daran/ dieser Leim ist füroieMausegut/ daß sie die Zeltelein an den Gla,e^nnicht zerbeissen.
Durchsichtiges Papier zum Reisen
zumachen.
Nimm einen Bogen Post-Papier / reib ihn aufeinen steinen glattenTisch/mit einem ga: glattenMang-holtz/ alsdann nimm temperirtTerpenrin-Oel/undgleich so viel Baum-Oel/überstreich also das gemang-te Papier damit mit einer saubern Baumwoll aufbeedenSeiten/ alsdann halt das Papier über einGlut/ bis es gleichsam anhebt zu rauchen/ leg her-nach das geölichte Papier wieder auf den Tisch / undüberfahr es fest mit einem reinen Tuch fein sauber ab/und letzlich nimm ein Zwifel-Haupr/ schneid es von-einander / und überfahr das Papier mir der saffrigenZwifel. Diß Pavier kan man auf ein Riß oder Kupf-ferstich legen / uno weil es hell durchscheinet / leichtlichabcopiren.
Line schwarye Vaiy zu steden.
Nimm junge erlene Rinden / schwartze BresilgeN-Spähn/ siede sie in Wasser / thu hernach Ochsen-Gallen darein/ Kupffer-Wasser/ Gallus-Aepffel /Feylspähn/und altes Eisen/ laß diese Baitzeüber einerkältzernen Arbeit stehen / so wirst ou es überaus schönschwartz bekommen.
98.
Holy so schwary zu machen als
iLben-Holy.
Stoß ein Pfund Gall-Zlepffel/sied sie eine Stund
in 6. Maß Regenwasser/ und einer Maß Eßig/ dochdaß das fünffre Theil davon einsiede/weiche dasge,arbeitete Holtz hinein 24. Stunde / in einem andernKessel/ mit eben so viel Wasser / roth IndianischesHoltz ein halb Pfund / vermenge darunter ein halbPfund Kupffer-Wasser / wann die Farbe wol darausgezogen / <0 nimm die Indianischen Holtz-Spane da-von/ hernach wann das Holtz in demerst-gesottenenWasser 2^. Stundegeweicht worden/ wird es auch24. Stunde in das andere Wasser gelegt/ wann es ^nach diesemwol ausgetrocknet ist /polirtmans auf derDrahbanck mit Baum-Qel.
99»
Silberne Geschin glantzig zu mache n.
Zerlaß Alaun in starcker Lange/ schäum es fleißigab/ tku hernach Seiffen darein/ und wasche das Ge,schin mir einen subtilen leinen Tüchlein.
!O<5.
Zerbrochenes Elfen zu lochen.
Füge die Scuck/wo der Bruch «st/desEisenS wolzusammen/laß es m emem Feuer erglühen/wirffgepul-vert und klein zerflossen Venedisches Glaß daruuf/sswird es sich bald zusammen schmeltzen.
tot.
Daß das Eisen wie Vlev weich werde.
Wann man glühendEisen in Baum-Oel ablescht/wird es so welch / daß mans mit den Händen biegenund brechen kan / diß geschicht auch mit Pappel-Saffrund aus Bohnenschelffen-Safft. ^.ircNerus Üb. cle
c. z. 9.
Papier zuzurichten/daß man mit Silber
Gold l»i»d LNeßmZ darauf jchrezben kan.
Nimm gebranntes Hirschhorn/ stoß es klein her-nach nimm weisses Papier/das nicht gar zu alart / son-dern ein weniggrob und rauch ist/ reib solches mir ei-nem starcken saubern Leder allenthalben wol/ mit demklein gestoßnen gebrannten Hirschhorn / so legt diesesgar fem in das Papier; so man dann mit einemSnfftvon Gold/Silber oder Meßing darauf schreibt / pwird es schwartz / kan man also gar sauber darauf ab-zeichnen. Oder nimm gebrannte Schafs-Bein/ stoßsolche zu Pulver / mache es mir Gummi-Wasser an/bestreiche das Papier damir auf beeden Seiten/ laß esalsdann trocken werden. Und schreib mit einerSreff-tendaraufwas du wilt.
10?.
?. ^äsibcnuz in ^riii. Kieck^ni-
cz, p. 260. U2 lcribir. y-?. Oleuml'kterebinlki pu-rum Lc Oleum 8cc>r^>ionum , cjuoä veluliMmumlkzberi poteli sn2, psnes T^usles , jmpone in>>zmp2äcm vitrezlm, peäe c^rentem » I^cknumque
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