>das Papier damit überzogen mir einen grossen Porst-Pen,el. Das Papier muß aber zuvör planirt wer-den/sonst schlägt der Verniß hindurch.
41.
jIndianischen Verniß auf ein andere
XVeljr zu machen/welchen auch das Scheid?rvasier inchr aufzuweichen vermag.
Nimm desiillirten Brandwein 8. Loth/ Gummi-Lacc gar klein zerstossen i.Loth / Sandarac 1. und einhalbQuinrlein/ diese Stuck in einen Scheidkolbengethan /das ist ein hohes Glas / und mit gutenoben wol vermacht/damit der ^pirimsnicht ausrieche/setze es hernach drey TagundNacht an einen warmenOrt / oder laß es so lang auf einen warmen Ofen ste-hen/ alsdann setze den Kolben in eine Sand-Capellen/und mache zum "ersten gar ein sanssres Kohlfeuer dar-unrer/damir der Sand auf einmal nicht zu heiß werde/hernach je langer je starcker/ bis man sihet / daß der8p,ritus sehr starck im Glas aufsteiget / alsdannnimmihn herab / und brich das Glas oben wieder auf/ gießsolchen durch ein saubcrs Tuch/Hernach in ein Glas ge-than/und mirWachs undBiasen wol verbunden/ daßer nicht ausrauche / sonst kommt er aus dem Glashin-weg/ daß man nicht weiß/wo er hinkommen ist. Her-nach kan man solchen mir Farben vermischen/ mit wasfür einer Färb manwill/ und wann man etwas damitanstreichen will/ muß man solches zuvor mir Bimsen-Srein abschleiffen / und mit Leder hernach abreiben /alsdann solchen nur Verniß überzogen / so bekommter einen Glany / wie ein zarresGlas; dann er ziehet /daß man die Pensel-Strich alle sihet/ sie müssen als-dann sauber hinweg geschlissen werden/ ist eine schöneArbeit davonzumachen.
42.
Derniß auf Schildkröten Art-
Erstlich streiche solche Arbeit zweymal mir purenLacc-Vernißan/undlaßes allzeit zuvor wol trocknen.
Streiche es zweymal mir schönen Türckischen Me-nig an/laß es auch trocknen/und reibs darnach mit ei-nem linden Schasst-Heu sein subtil ab. z. Nimm kleinabgeriebenen Zinober ein wenig / mische darunterschlechten wolgestossenen oder geriebenen Kugel-Lacc.4. Nimm schlechten Florentiner-Lacc / welcher schonduncklerseyn muß/ als der vorige gewesen ist/ oderImische iinrer den Zinober Drachen-Blut/ so in rechtem!5p>riru Vmi sl)lvirr ist. s. Nimm eben diesen Floren-tiner-Lacc/ und rbu ein wenig Euchonelle darunter / sogibts wieder duncklere Flecken. 6. Nimm Florentt-ner-Lacc/und dupsse mit einem Pensel immer hin undwieder/auf/ und zwischen die Farben hinein / so wirdsich immer eine Färb nach der andern erheben/ undheraus pr^lemiren. 7. Duncket dich aber solche Ar-beit noch zu liecht seyn/und du gerne haben wolten/daßes gleichsam feurig aussehe/so kanst du es mikDrachewBlut alles über Kliren/ oder du kanst auch solches alleswol aufdie letzte verspät en. 8. Must du dunckeldar->auf schartiren / als tbu unter gemeinen oder Florenri-ner-Lacc Asphaltum / oder wolgestossenen Indig / da-mit karist du es so dunckel ausmachen / als dirs beliebt/wann es gantz fertig / so laß es eine Weil trocknen.
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uß.Vatter . 9 !
9. Streich es zweymal mit puren Lacc-Verniß gantzvöllig an / und laß es denselben Tag wieder auftrock-nen/ dieses thu so osst/ bis dich geduncket/ es sey0ieArbeit glatt genug/ alsdann schleisss zum zebmden mitgefaketenBinsemstein und Wasser wol undsauber ab.11. Hernach gib ihm wieder 2. Anstrich mir folgendenklaren Lacc-Verniß. Welcher also gemacht wird:Fülle die Hclffre des Glases mir Lacc-Verniß an / unddie andere Helffre mir reäijAcirten 5pinm v>n>, ver-binde solches Glaslein mit enier Blasen gantz wol/undrüttle es hernach eine halbe Stund starck hin und wie-der/ daß es sich wol übereinander schlagt und vereini-get/alsdann setze es aufrinGeslnuns/ und laß es achtTage unverrucker stehen / alsdann kanst du das LiechtdavonMgemach verbrauchen / und das andere so jicham Boden gefegt hat/ zu dem andern Lacc-Vermßgiessen. Letzlich polier diese Arbeit vollends mit Trip-pel / Baum Oel und Leder / und wische er hernach mittrockenen! Leder wieder alles hinweg/so istsfertig.
Auf gelben Grund dunckel und grau
jcharriren/ auf einen Srab.
Streich den Stab zweymal oder mehr mit blossenVermß ab/ hernach zweymalnm Bleygelb / glatte esab / und schattne nnt Asphaltumdarauf. Oder streichden Stab zweymal an mir Verniß / und scharure esnurmirdem Asphaltuni/ jo mit Verniß angemacht ist/darauf.
Das der Grund rocher sey.
Thu ihn; / wie vor gemeldt / und hernach zweymalmit rauschgeib angestrichen / abgeglarrer Mit Schafft,Heu/und mit Asphaltum schattirt. Du kanst auch imFall der Noth Mennig und BleoweG untereinandermischen / den Grund damit angestrichen /und darnachnur Asphaltum und Indig schattirt.
» 45.
Auf eine andere Art.
Rauschgelb und Mema untereinander / und mitAsphaltum oder Indig / unter die übergebliebeneFar-bengemischr/ iind schattirt.
46.
Eine Arbeit blau anzustreichen.
Streiches zweymal mir rein abgeriebenenBley-weiß an / alsdann darauszweymal mir schönenBerg-blau/ Englischen Schmalren/ oder Oitrsmzrin. Undnach dem Abschleiifen muß es zweymal mir dem hellenVerniß angestrichen werden»
47-
Gelb angestrichen / die neueste
Manier.
Den Stab zweymal mit Vermß angestrichen / dieRechten Flecken/ laß blosses Holtz seyn/aufdasselbigerauschgelb zweymal aufeinander / hernach Satteno-cker. Und zuletzt Asphaltum.
48. ,
Ralt vergolden.
Nimm drey Quintlein l<e^is/darinnlolvir^ b ^ ein