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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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Kunst-Büchlem.

einDucaten/ thu zu dieser Zvlurion so viel 5zl>ter,als darinnen aufgelöst werden kan / alsdann netzt manleinerne Tücher darinnen / und wann solche ein wenigtrocken seyn/verbrennt man sie zu einem Zunder/odergar zu Pulver / mit diesen reibt man das Silber/sowird e6 vergoldet.

Glany verniß.

Nimm ein Seite! Brandwem / 2. Loch Sanda-rac / so in Wein-Eßig sauber geivaschen / und wiedergetrocknet worden/ 1. Loch ^Üenedischen Terpentin/diese Stuck in ein Glas gethan / wol vermacht / undgleich auf den heissen Sand gesetzt / eine halbe Stundealso braßlen lassen/so dann warm durchgesiben.

so.

Der grobe Verniß.

r. Nimm eine halbe Maß desstarckest<?nBrand-weins/und Loth Gummi-Lacc/stoß es gröblich/undthu es in eine lange pkioiz, mir gedoppelten Blajenwol vermacht / setz es auf einen warmen Ofen / undrühre offr um/laß es 12. stunde also stehen/oder imSomeran derSonnen/seibe es durch einen Triechrer.2. Das Gröbste/ so un Säcklein bleibt / nimm undthu es in ein Glas / schütte / so viel dieMateri ist / desstärckesten Brandweins darüber/ rühr es wol durch-einander/ laß es seyen/ bis sich eine liechte Mater, er-zeigt w»e ein rother Wein/seihe solches durch ein Fließ-Papier in ein anderGlas vermachs wol/und behalt esauf. z. Nimm ein VierdingDrachen-Blut/z.Loth/Cocbenilles/ kleingestossen und subtil gefahet/ meinSeirel Brandwein gethan/auf dem Ofen/oder an derSonnen 8. Stunde destilliren lassen. Diesen Ver-lust muß man in ein doppeltes Glas thun/ damit esnicht zerspringe / muß hernach durch ein subtiles Tüch-lein durchgedruckt werden. 4. Nimm Curcuma-Wurtzen ein Vierding / klein zerflossen / in ein halbeMas Brandwein gethan/und wie oben destillirt undpräparirt.

st.

Gold-Verniß.

Nimm einen halben Vierdmg gelben Agtstein/pulver ihn in einen Hafen / der ein wenig warm ist/setz ihn auf ein starckes Kohlfeuer / und bedecke ihn miteinerStürtzen/ rühr ihn etlichmal mit einen Eisen/oder eisernen Spaten / wanns halben Theil ge-schmeltzt ist/ so thu darein i. Loch Gummi-Lacc zuPulver gestoßen/ und wieder aufs K ohlfeuer gethan/rühr ihn wol wieder untereinander/ daß es alles zer-schmeltze/ nimms alsdann vom Feuer/ und thu darein1. LothAloesSucotrin / mir einen Löffel vollBaum-Oel in einem ^eschin/und thu es in den Hafen zu dem?lqrstein/und rührs stets / daß es zusammen schmeltze /darnach thu ein halb Pfund Terpenrin-Oel darein/rühr es immerfort/ setz es aber so weit vom Feuer/daßes die Flammen nicht erreichen / sonst zündet es sich an/wanns geschmoltzen ist/so laß es durch einsaubers weis-ses Tuch lauffen / wann es noch zu dick ist / so thu nochmehr Terpentin-Oel darein / und probir es aufeinemsilbern Platt.

I

52»

Allerley Sachen von Meßing anzustrei-chen mir ^.acc-Vermß / als roanns vcrgsldcn?are/daß es rvetccr mehr anlauffc.

Man nimmtLurcuma-Wurtzen gedörrer / stosstsie klein zu Pulver/ thurs hernach >n ein Glas / schüttetreAiticirten Brandwein / oder 5^iriium Vinj darnn/verbindet eS wol / mankan ohngefehr zu 4. Lock» Cur-ciima irgend den 16. Theil von einer Maß 8p ri'usvir» nehmen/ und lasst es hernach 8. Tag aneinanderstehen/ aber dazwischen muß mans alle <age etlichemal herum schütteln. Hernach durch ein zaries Tücb?lein/ oder grobes Fließ-Papier lassen ourchiauffen / soist es zum Gebrauch fertig / will man aber den 8p n-rum Vml gern wieder davon haben / kan man solchenentweder selbst wieder abziehen / oder solches durch ei-nen Apocheckerverrnchten lassen.

sZ.

Holy Mufften Und Fügen gany gleich

zu ebnen.

Mache gantzrein geschabeneKreiden mit Vernißan/und überstreich solche Fügen damit / bis dich ge-dunckt/ daß siegantz eben sind / glatte es hernach mitBimsen-Stein/ oder Schasst-Heu/ ist dir aber einHaar vom Pensel in die Arbeit kommen / so kanst dues mit Zpilttu Viru aufweichen / und wiederum herausbringen.

54.

tVas man für Farben zur VernA

2lrbe»r gebrauchte

Rauschgelb / Bleygelb / Menig / Zinober / Lacc/Zeltm-Lacc/ Florenrmer-Laci/ Jndig/ Kühn-Ruß/Beinschwartz/Schmälten/ Bergblau / unter denSafft-Farben aber gebraucht man Brest lg/Tornasel/Saffrangelb/Böergelb/Nuß-Saffr/ Safftgrün/ de-stillirren Grünspan/Lackmuß/Lilien-Sasst/ und der-gleichen/die kan man/was hart ist/ stossen/unddurcheinen zarten Flor durchsieben.

. ss.

Eingestreuete Arbeit^

Erstlich wird das Holtz dreymal mit dem dickenVerniß überzogen/und allzeit getrocknet/und hernacheinOrt wieder mit solchen Verniß bestrichen/und aleichalso naß / mir bundcem Glantz oderStreu-Gold dar-auf gefaher/ und gleich gebeutelt/damit das ledige her-ab falle/ und fahret also fort / biß das Holtz völlig über-streuet worden/ hernach nimmt man Gurcum in einGlas/ und vom Brandwein so viel/daß er die Materiübergehe/daraufgegossen/solches geschüttelt/und überNacht/daß es sich setze/ stehenlassen / und dann abge-siegen/ und von solchem halbes/und halb Lacc-Vernißgenommen/übereinander gerührt / und das gestreue-ite alles zugleich damit überstrichen / solches 2. oder z.!Tage erharten lassen / und hernach wie die Schildkro-ten-Arbeitpolirt.

^ s6.

Schildkroten-Arbeit zu machen.

Nimm Zinober / so gar klein gerieben/ wie er bey

den