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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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851
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ZwölffteöBuch/ Hol» und Weidwerck.

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mitFarren-Wurtzen und andern betragen müssen/also ^werden sie wieder mager u. ungeschmack am Wildpret.'

8. Wann alles schon gefrieret/so lauffen Füchs undwildeKatzen gern nach demHasengeschrey/den da kön-nen sie wegen der Kalt nicht Mäuse sangen/ also schopt >man einen Haftnbalg aus / begibt sich damit in denWald/wo sich Fuchs und wildeKatzen gern aushalten'gegeAbend/den da sind sie sehr hungerig/begebe sich mitmit seinem Rohr auf einen dick-poscheteu Baum/ aufswenigst einerManns-Höhe/ws sie ihn so leicht nicht er-,

wittern können/aber vorher hänget er denHasen auf einGesträuch gar nieder/ nur zwey oder drey Schritt vondem Baum/nehm einen so langen Erdfarbigen starckenFaden/bind ihn an denHasen / setze sich gar ruhig aufemen Ast/ halte das Rohr fertig gegen dem Hasen/ undso offt er mit dem Hasen-Geschrcy pierret/ zuck er denFaden/ daß sich der Has rühre / so ist man versichert /kommt was hinterwärts oder nebenwärts/so springtdas Thier gleich aufdenHasen/ und kan man ihn leichtschiessen.

Wie die Vögel mit truncken-machenden Gästen gefangen

werden.

Je/enigen/die mit gifftigenSachelvsolcheVö-gel/so der Mensch zur Speise gebraucht/zu fan-gen sich unterstehen/begehen/meines Erachtens/eine grosse Verwegenheit/u. Wagniß/dardurch sie sichselbst und andere ins Verderben und Unglück stürtzenkönnen; daher solches weit rathsamer zu unterlassen/als zu thun ; habe aber gleichwol / wann man etlicheschädliche Vögel/ als Raben/Krayen/Geyren Weyheund dergleichen wegbringen wolte / etliche von den al-ten zu diesem Ende dienende Mittel hieher aufzeichnenwollen; damit so viel möglich/ nichts mochte abgehen/was zur Lust und Nutz eines Hauswesens dienen könte.

cianus schreibt cl- rcrum variet. 1.7. c. z 5. daßdieH'mer und andere Vögel/ denen v-ralrum sibummit ihrer gewöhnlichen Speise beygebracht wird/ oderwelchen man unter ihreGeäß weisses ^uripiZmenr ko-chet/davon sterben/ und setzen doch/man möge sie sicheressen; das ich doch nicht rathen wolte.

Itcm 6e8ukljii!ste!ib. I). schreibt er/daß / ercem vomicam ein Kraenäuglem gepulvert auf einFleisch gestreuc/und habe etliche davon sressendeK:ayenalso mit den Handen dabey erwischet. ^

Andere befeuchten auch das mit Kräenäugelein be-streute Fleisch vorher mit Hönigwasser/ darinnen aberschwartze Nießwurtz/ Bilsenkraut/mit samt der Wur-tzel/ Schellkraut/ vz-erment oder Rauschgelb/gekochtworden.

Es sagt auch ferner daß die Vögel/ wel-

che von Körnern/die mit Brandwein/oder WMager/mit etwas Schierling cicutZ vermischt/oder nur alleinin starckenWeinläger geweicht sind/fressen/daß sie da-von daumicht werden / und also mögen gefangen wer-den/ sonderlich welche Schaarweise beysammen flie-gen/ als Rebhüner/ wilde Gänse und Endten.

Andere sehen diskccepr-.NimmTormentill-Wur-zen schneide sie zu kleinenStncken/sieds mitKorn/Ger-sten 'Waitz/Habern oderHanfimWein/lege ihnen dieKörner an ein Ort/wohin sie zu kommen gewöhnen/ sowerden sie / wann sie! davon fressen/ truncken und taubdavon/daß sie nicht fliegen mögen/und fallen zurErden/daß man sie mit den Händen fangen kan/ist aber im

Winter am besten/ wann grosser Schnee ist/und dieVögel sonst wenig zu fressen finden.

In vornehmen Apothecken findet sich einPulver/dasaus Jndia von dem Baum / i.>Znum /Uoiuccensc ge,nannt/ gesammlet und herausgebracht wird / dessenFrucht gleicht fast einer Haselnuß/ausser/daß sie kleiner/ein weichere und schwächere Schalen hat/ und dessenHoltz ?<!vsno kiolucccnli,oder l^num ?svsnurv Mder Apotheken genannt wird; die Frucht wacht man zuPulver / und streuet ein wenig davon unter den Reisoder anders Geäse/ ss die Vögel gern essen/wann esein wenig gesotten/und demGeflügel vorgestreuetwird/so bald sie davon kosten/ falle sie dahin/daß mans leichtmitHänden ergreiffen kan: wie v. jonkon lik. 9. c.6.an, 2. to>.4s8. bezeuget; das Pulver vonHoltz sollgleichmässige Wirckung haben.

Oder nimm Gersten-Mehl/ Ochsengall und Pilsen-Saamen/ mache daraus ein Mus / das thue auseinBret/ und stell es auf einen Tenn/ so werden die davonfressenden Vögel so tumm und toll/daß man sie mit denHänden fangen kan. Oder/ nimm Gersten/ Fliegen-Schwamm und Bilsen-Saamen/ sied alles unterein-ander/und richte ihn damit.

Her: Loierus sagt/ wann man Rockenmehl nimmt/rühret es unter Weinhefen/lasset es acht Tage also ste-hen/und legt darnach Schellkraut hinein/ und läßt esdarinnen baitzen/und wann die Vögel von diesem Ge-äse essen/ werden sie betäubt.

Item/ nimm Opsrmcnt , leg es in ein Wasser/seudRockenmehl / oder welchen Saamen du will/den dieVögel gern essen/ die du fangen wilt/ und streue es ih-nen für.

Dow soll man diese Oilcretion brauchen / daß man/was gisstige Sachen und Kräuter sind/ allein für dieVögel gebrauchen solle/ die man nicht isset; für die zurKuchen gehörigen / allein solche inZrcclicntien/die denMenschen an seiner Gesundheit/ ohne diß unschädlichsind;Und daß man sonderlich denKopssvon dergleichenVögel / wie auch den Magen und das Jngeweld also-bald hinweg wirfft.

II. Theil.

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