ZtvölffleS Buch/
thut darum nicht mehr recht gut/ weil das Laub nun-mehr von Bäumen abfällt/ so kommen die Vögel nichtgerne. Hingegen wo es viel Kranweth-und Mchlbeer-Staudett gibt/w o sich diese Vögel gern aufhalten/rich-tet man etliche Stuck Pamheren durch / also kan manim Durchstreichen viel davon fangen.
4. Der kerchenfang wird dieses Monat-durch con.tin»>rt / dann jetzt werden sie von Tag zu Tage fetter/und angenehmer zu essen.
5. Item/noch 14. Tage gehen die Haselhüner in die-sem Monat noch gern auf die Lock/Hernach verstreichensie auseinander / und gehen paarweise in ihr Wintcr-läger / in die dick verwachsene Häßler / oder Buchbäu-mene Walder.
6. In diesem Monat fängt man die Amsel und Drö-sche! am besten/wann aber die Wälder schon bloß sind/thuts nicht mehr gut / hingegen macht man Lauflbögendurch dieZäune/und inMehlbeer-Wachholder-Schle-hen-und Hundsbeer-Gejiräuche.Dann an diesen Or-ten halten sie sich am liebsten auf/wo sie Weide finden/und nicht in den Wäldern / wo sie die Raub-Vögelfürchten müssen; Da kan man Abends in die Mitte desGehäges/ eine Panthera von 6. oder 8. Klassier lang/und eineKlasster hoch richten/und überNachtstehen las-sen/ des Morgens mag man zeitlich / was gefangen ist/ausnehmen/oder man richtet Lauffbögen mit Mäschen/muß aber die Erde darunter rein ausgebuht seyn / sokommen sie lieber/ und hoffen ein Würmlein zu finden;die muß man aber täglich fleißig besuchen/sonst kommenDieb/ Raub-Vögel und Thier zuvor/ und nehmen dieBeut hinweg.
7. Nach colmsnm oder 8. 6-?»i Tag haben dieKranwethsvögel/ Fahrer und Hcrnbeiß ihren Strich/die fängt man mit denSchlagwänden welche 6. Klass-ier lang seyn müssen/darzu man auch Ruhr-und Lockerhat/auch ist jetzt die beste Zeit mit der Panthera/davonim N4. Capitel zu ersehen ist.
8. Jtzt wird auch der Leimbühel von denen / die armsind/am nützlichsten ausgerichtet / auch werden sie sehrin den Mäschen gesanKen/ wann man ihnen Steige!mit Bögen machet.
?. Jtzt gehet auch die Zeit an,die wilden Schwein zufallen/dann Ml ihnen dieSomers-Hitz sehr beschwer-lich gewesen/ halten sie sich jetzt gern in denen sumpfigenWaldungen auf/ allwo sich in den Marassen einwüh-len / daselbst kan man aufBäumen aufpassen / und sievon dortaus schiessen/darauf sie auch die Menschennicht so leicht wittern und warnehmen können. Jtzt ha-ben sie die beste Weide / Eycheln/ Bucheckern/ Hasel-nuß/und allerley wildes und gepeltzteßObst/neben demGetrayd auf den Feldern/ davon wird ihr Wildpretfett/ mürb und «teilest, und das währt biß H. dreyKönige-Tag/dann tretten sie in dieBrunst/und werdenwieder maaer.
10. Jtzt ist auch der beste Schnepfen-Fangdiß gan-tze Monat durch / dann dazumal fliegen sie aus denWaldern um Abend-Zeit auf die Sand-Acker/ wo sieihre Nahrung suchen/kommen itzt mehr aufdie Bau-Aeckcr als auf die Wiesen/ dann muß man zu Abends/wann man zum Gebet läutet/zwischen dieWälder undFelder / und wo du ihren Strich merckest/ da mercke
ü. Tb«!.
>oltz-und Wetdwerck. 849
den Ort wol / wo sie stiegen / richte darnach cinHoch-l Netz/also kan man/wann man einen Flug gefangen/desandern TagesAbends wieder auf emen andcrnSmch/!vo man etwas vernimmt/ richten lassen/ dann derSchnepfe seinen ordentlichen Flug hat/ hin und wie-der in den Wald; vor allen Dingen taugt darzu dieSchnepfen-Panthera,die kan man über Nacht aufge-richtet stehen lassen/ doch muß die Nacht still und finsterseyn/ diese Pamheren hangen eine halbe Manns-Höhevon der Erden/ sonsten aber gantz frey wie die Kledgar-nen/man muß allein acht geben/wo sie aus-und emstrcl-chcn/muß aber kein grosser Wind seyn / sonst fltegr derSchnepfwieder zurück / oder über das Netz hinüber;Im Vollmonden taugt dieses Weidwerck auch nt^ls/diese Panthera muß einen Zugstrick ohne Knöpffe ha-ben 50. Klassier lang.
». Jtz vor Ende des Monats/ streichen die Schnep-fen auch gern aufden Wiesen/wo es vielKühefladcngibt/darnmen sie ihre Nahrung suchen/wie auch ansumpfigenOrten/wo röthlicher Schlam ist/da streichenauch fremde Schnepfen um Mitternacht hin / da kanman die Schnepfen-Panthera überaus wol richten/et-liche Stück nebeneinander / nachdem die Wiesen breitist/aufvierhalbKlaffter hohe starcke Stangen/dann dieSchnepfen streichen / sonderlich gegen den Winters,Zeiten von Weiten / und fallen ost'c um Mitternacht indie Wiesen ein/diese Schnepfen-Panthera müssen vonstarcken Kürschner-Zwirn gestrickt / müssen z.Klassterhoch seyn/ und iQvO. Mäschen in die Weite/davon dieLänge f. Klasster hat. Die Spiegel sind eines 12. jäh-rigen Knabens Spann lang und breit/ ic>o. in die Lan-ge/und iz. in die Höhe/von guten Spahet-Schnüren;Der gröste Vortheil ist/daß die Pantheren vielJnn-garn haben / so sind sie auch desto gefängiger.
12. Man kan die Schnepfen auch in Wäldern/woPircken-Gesträuch und sumpfig ist / mit Steck-Netzenfangen/ treib sie/ wann die Sonn im Untergang ist/ mitSchlafglocken und mit Peltzen bekleidet / man kan sieauch mit Feuer und Rauch treiben/ wie dieReb-hüner.
iz. Man richtet auch in denWaldern Mäschen/voniO. oder ii. zusamm-gedreheten Roßhaaren / in gros-sen Bögen auf die Fußsteige gerichtet / deren kan manin die 50. Stuck machen / müssen aber starck seyn / undtieff in die Erden gesteckt werden / die 2. Mäschen müs-sen z. Finger breit von der Erden stehey. Die niedernMaschen kommen ihnen an die Füsse / die werden durchihr Umfladderv von wilden Thieren gefressen / und un-nützlich verwüstet.
14. Jtzt geht die Hasen-und Füchsbürsche an / denHasen auf den Ruben-Aeckern vorzuwarten / und kanman ihnen vor dem Wald/woraus sie streichen / einpaar Haasengam aufrichten / und mit einem Strickoder Klatschen derHande eintreiben/die Netz aber mußman erst-richten/wann die Hasen schon in den Ruben-Aeckern sind/ etwan ein Stund in die Nacht/ und müs-sen Leute beym Netz bleiben /die das eingefallene Wild-pret bald abschlagen / wann die Rüben fürüber/ gehendie Hasen gern in den neu-aufgangenen Waitzen / dakan man ihnen vorwarten/ oder Netze richten / wie erstgemeldet.
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