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Des Adellchen Land- und Feld - Lebens
Weidwerck/im 5e^rembcr.
Rstlich fanget man durch diesen gantzen Monatdie Tauben und Turteltauben.'2. Jtem/dicRebhüner/doch weil sie nun anfan-gen starck zu werden / und weit zu fliegen / als kan manaus ihren Fall nicht fo wo! acht geben/daher sind zetzunddie Steckgarnen nicht so gut als vorhin zu gebrauchen.
z. Der Wachtelsang ist in diesem Monat auch dien-lich/dann jetzt smd sie fett/ also besser abzuwürgen als zumästen/ dann nach diesen, verstreichen sie bald aus demLand.
4. Jtzt um S. Barcholomäi/ oder ein wenig zuvor/werden auch die Feld-Tenne ausgerichtet. Davon be-siehe weiter das 129. Capitel.
5. 14. Tag vor und nach S. Michaelis/ ist der beste.Finckenstrich/auf unterschiedliche Weise/aus den Ten-nen/noch besser aber ausdenTesen/ davon besiehe das126. und 127. Capitel.
6. In diesem Monat/ geht auch der Amsel, undDroschel-Strich an mit der Tesa und Panthera/ mitden Blatnen/ mit den Käutzlein und Wichteln / davonin diesemBuch an jedem Ort weitläuffig und besondersist gehandelt worden.
7. In diesem Monat/^. Tage vor Michaelis/fangetan die Lerche zustreichen/ welche auf denen Feldern/woes viel Haberhalme und andere Stoppeln gibt/fortflie-gen / und über Nacht darauf bleiben / daher mit Klcb-netzen zu fangen sind. Man hat zo. Garnlein bey demrechten Lerchenfang / jedes z6. Schritt lang/ deren setztman zehen auf Stäbe oder Stangen/ so 1. Klaffte? und4. (Hann hoch sind / eines nach dem andern Schnur-gerade fort / biß die 10. Netzlein durchaus gezogen sind/worbey 12. Stanglein seyn sollen / und an solchen eineSchnur nach der andern angeschlinget werden. Undvor allen muß man sie an beeden Enden mit einemStrick starck anspannen/ daß diese Zeil der iO. Netzeohngesehr?6o. Schritt macher. Die andern und drit-ten zehen Netzen der andern und dritten Reph / werdenetwan 17. gute Schritt / je eines von dem andern ?»-rsiici aufgeschlagen / man richtet diese z. Zeilen etwaswenigs gegen dem Licht und der Sonnen Aufgang/undtreibet gegen einem geringen Lüfftlein/(kein Wind mußseyn) dann die Lerchen gern gegen dem Lufft flieget. ImNeumond sind sie am besten zu fangen / je dunckler esist/je besser ist es.
8. Item / fanget man die Lerchen mit dem Nacht-
garn / muß aber dunckel und der Mondschein unter derErden seyn. Ist was unter dem Garn/ und man Hortsfladdern/so pseisst einer dem andern, daß man dieSlan-gen fallen lasse / würget also die Lerchen / und ziehet siedurch die Maschen heraus. Je liechter es ist/ so schleu-niger muß man fortgehen / und je dunckcler das Wet-ter/je gemacher/ doch muß man still seyn/ und allein mitPselffcn ein Zeichen geben / wann man das Netze sollfallen lassen. Man muß Abends vorspühren/ und dieLerchen aus die Felder zusammen treiben / wo man desNacdts mit dem Nacht-Garn gehen will / der Windhilfft auch wohl zu diesem Fang.
y.Jn diesem Monat schiessl man auch dieHaselhünermitdemPseissleimwie imMartw/komnnn aber nicht sogern /weil sie nicht gail sind/sondernKütt-weise beysam-men sind/und allein frühe Morgens nach denEfchenbee,ren undBrvmbeeren sich voneinander theilen/und nach-dem ihnen von den Alten gelockt wird / wieder zusam,men lauffen. Da kan man sie in den Wäldern/ wo vielBrombeer stehen/weiche sie gern fressen/ aufsuchen/undmit denWeibel-Pseifflein locken/ und sich hinter einemBaum verborgen halten / und so eines zu dir anlausset/so sey hurtig im Schiessen/ und also gehe von einemOrtzum andern. Kommen sie nicht/ so sind sie gewiß bey-sammen/die muß man suchen und aufjagen/so bekommtmal, sie zu Zeiten mit dem Russ einschichtig.
io. In diesem Monat richtet man in die duncklenThaler/ io. Tage vor Michaelis dieHenekbögen/auf die Droscheln undAmseln/die werden ausbirckenenRuthen gemacht/ nach dieser Ma-nier unterhalb thut manEschenbeer/die Mäschen werden von 4. oder 5.schwachen Roß-Haarengedreher/und oben wohl ver-knüpfst/ daß sie der Vogel nicht kan ausziehen/vor denWind stecket man gar kleine Höltzlein an die Maschen/wie oben im Martio bey den Birckhünern ist gedachtworden. Solcher Bögen macht man «tlich hundert/die müssen mittelmäßiger Grösse seyn/ nur so groß/daßein Vogel seinen Kopssrechtin die Schlingen bringet/hingegen die allzugrossen Bögen Nichtsnutz sind / weildie Vögel osst durchhupfen/ und nicht gefangen wer-den/oder von den Maschen an einen Fuß gefangen wer-den / davon sie schreyen und fladdern / daß sie von denRaubvögeln oder Alstern davon gerissen werden.
Weidmannschass?/ im 0İb-r.
N diesem gantzen Monat durchaus / weil dieSteck-Garne nichts mehr taugen/ so muß manden Treib-Zeug gebrauchen zum Rebhüner-Fana/unddenTyraß.
2. In diesem Monat sängt man auch aus den kleinenTennen/ Stiglitz/ Grünling/mit den Hänfflein noch z.
Wochen / nachmalen hat der Strich ein Ende/weil sieschon verstrichen sind / und ausser Landes gehen. Alsohat es auch mit den Fincken und Aemeringen eine glei,cheBewandnus.
z. Die Amsel und Droscheln werden jetzt im bestenin den Pancheren und Tesa gefangen / das Plattnen
thut