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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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ZwSlfftes Buch/Holtz-und Wetdwerck.

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rissen ist / nach und nach fleisiig ausbessern und flicken.Auch soll man alle alte und leere Vögelhausel zurichtenund aussaubern/damil man / wann der Fang angehet/dleserMühe überhaben sey.Jtem/man soll ihm inVor-rach starcke eychene Stangen zur Schnepff-n-Panthe-ra/auch aufdieKranweths-Vögel zun Leimbühel-Stangen; item / zur Panthera/auch aufdie Tennen/was man für Holtz und Pfäle bedarss / verfammlen/dann um diese Zeit biß zumffang wird alles ausgetrock-net/ leicht und starck/ nach Endung des Fangs kan alleswieder abgedörret / wieder an einen saubern Ort unterein Dach gelegt werden/ da ihm die Nässe des Regens 'und des Schnees nicht schaden / und alles desto länger!dauren/ und man dadurch manchen Unkosten ersparen/ ^auch das künfftige Jahr wieder brauchen kan. Am be- ^sten ist / man versehe sich mit dergleichen Holtz undStangen noch imWmter/ wann die beste Zeit Holtz i

zu fällen ist / sonderlich der Nacht-und Stteiff-Nehe-stangen / auch Lerchen - Netze-Stäbe / dann sie sollendunckel und rüstig seyn / damu sie im dunckeln nicht zuweiß scheinen; Item / kan man auch Maschen undStrupften eines zu ro. Haareu/braun oder schwach zuLauffbögen machen/oder zu den Amseln undDro scheinzu 5. oder 6. Haaren / welche man zu den Henck-undLauffbögen gebraucht/auch soll man etliche iOo.Hen.l-und Lauffbögen von birckenen Ruthen machen/und zumVogelfang behalten/ im Herbst muß man kein weissesRoßhaar darzu brauchen/weil sie die Vögel bald war-nehmen/im Winter aber kan mans / wann Schneefallt/ nützlich brauchen. Nach Jacobl führen die altenFüchse ihre Zungen eine oder zwo Meilen wen von sichin eine andere Gegend/und verlassen sie daselbst/ die al-ten aber kommen wieder zu ihrer Fuchs - Höhle / undverbleiben in ihrer gewöhnlichen Revier.

dx?. ciun.

WeidmannschaU/iin ^uZulw.

N diesem Monat wird das Weidwerck allent-halben besser und einträglicher: 1. Gehet der j— Wild-und Turteltauben-Strich an / und flie-gen mttHauffen aufden Feldern/sie mit Schiessen undSchlagwenden zu fangen / dann sie find truckens sehrbegierig/absonderlichen besuchen sie frühe/von 7. biß8.undAbcndSvon4.biß 6. besonders/wo das Was-ser salitrisch/und als einkleinesMoräßlein aufderWie-sen zu spühren ist / da mag man Schlagwände/ welchesechsthalbe Klaffter lang / und eine Klaffter und guteSpann breit/aufrichten/auf einer grünen Wiesen/undsie also mit geblendeten Ruhrtauben anlocken. Und sobald sich eine schier bey ihm niederläßt / alsobald ziehenund nicht lang warten.

Jtzt geht der Rebhüner-Fangan/ wann derSchnitt vorüber / weil sie jetzund besser zu fangen / alsnach Michaeli/ da sie noch nicht so weit und strenge flie-gen/ also daß man itzt ihren Fall leichter warnehmen/ ^und ihnen beykommen kan. Jtzt gehen sie auch lieber indie Steckgarn / und in den Beeren / da hinein kan mansie mit einem Schild treiben/ sonderlich sind sie/wo undwie sie ligen / wol ins Gesicht zu bringen / dann das istdas vornehmste / daß sie recht gesehen werden.

z. Jkund t^rstirt man auch die Wachteln/mit einemguten vorstehenden Hunde/und aufderHand sitzendenLerchenfalcklein/den sie sehr förchten.Nach demSchnittsänget man offt gantze Kütt auf einmal / und halten diehalbgew«chsenen Wachtel den Tvraß desto lieber/undstehe also nicht leicht auf/oder man lässt bey denDrechs-ler einen höltzern Vogel ausdrehen/macht eine Schnuran eine Stangen und bindet den Vogel daran / oderman richtet einen todtenSperber oderLerchenfalkel/^sflüg es zu/ vermacht die Federn im Papier/daß sie nlchtgesenat werden,und dörret ihn etlichmal in einemBach-Ofen/ und braucht ihn also / so ist er ringer mid leichter

zu regieren/ das Jngeweid / Him und Augen thut manweg / und macht ihm / an statt der Augen / schwacheKnöpffe von Glas in denKopff; Ein anderer muß ihnregieren / der den Tyraß nicht ziehet/ und muß ihn alsohencken/ daß er fein im Gewicht bleibe / alle z. Monatmag man ihn also in dem Ofen dörren/ so kommt keinSchab hinein/ und ist eine darinnen/ so verdirbst sie.

4. Jtzt kan man die Wachtel sangen/wann das Feldabgeerndet ist/ und nur wemg Aecker mit Haber/ Breyoder Halden absonderlich stehen blieben/richtet man dieStecknetzlein / nach der Quer über die Feder aus/ manmacht aber/daß sie genau bey der Erden auffliegen/undtreibet die Wachtel mit einem Seil/ daran Schellenund Federn allezeit ein halbe Klaffter weit angebundensind / aber gemach und nicht zu schnellund stehet biß-weilen/daß sie nicht übereilet werden und aufstehen; dißkan man auch in den Wiesen im langen Grase brau?chen. Item/ werden sie in diesem Monat mit 5tanZatzgefangen/ davon besihe das 125. Capitel. Sie werdenauch mit Mäschen gefangen / wann man Amsel-Lauff-bögen mit Maschen in die Furchen richtet / und ein we-nig Hirse darneben streuet.

5. Fanget man auch die Lerchen mit dem Tyraß undeinen Stoßsälckel oder Sperber/wann sie in der Maußsind/ sind aber zu dieser Zeit ziemlich mager.

6. Die verhaltenen Fincken und andere kleine Lock-Vögel werden wieder an die Lufft allgemach gebracht/und von Tag zu Tag liechter/ aber nicht an die Sonnegestellet werden.

7. Item / soll man ihund Lock von kleinen Vögeln/Grünling / Stiglitz / Hänffling/ oder dergleichen/ mitLeimspindeln oderäufdemFeld-Tenn fangen/wann sieaufden Hanffoder salitriche Mauren fliegen kan manLeimspindeln hinrichten / und die Flügel mit Aschen rei-ben / so bleiben sie.

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