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Des Adeltchen Land-unb Feld-Lebens
z. Die wilden Tauben haben zwaritzt ihren Wie-derftriä)/sind aber lauter alte Taube/ gleich in der Brütbegriffen / daher mager und zäh / und wird mit einer je-den Tauben ein gantzesBrut/blsweilen vucy wol zweyverderbt/ ist also bester/ man warte / bis sie brüten/ unddie Jungen ms Feld führen; im August-Monat / dasind sie fett und gut / besser zu essen / und leichter zu fan-gen.
4. Man putschet zwar jeho auch dieHasen/sind aberdieWeiblein meistens trächtig. Daher man auch gros,sen Schaden thut; diese arme Thier haben ohne dißFeinde genug an den wilden und heimischenKatzen/son-derlich an den Füchsen/ also soll man diese schadhaffceThier/ im Herbst und Winter/ ( wann ihre Bälge gutslnd)v«lfolg»nund abfangen;dieheimischeKatzenaber/
die man um dieseZeit in denFeldern findet/todt schiessenund vertilgen lassen/weil sie die jungen Hasen und allesGeflügel abfangen.
s. In diesem Monat sänget man die Kreßler »derWachtelkönig/die Lclncru ,Sereke nennet/wegen ch,rerSttmme/die ist gleich/ alswann dieGrasmäderih,re Sensen mit dem Schleissstem wetzen; sie ziehen mitden Wachteln weg/und komm mit ihnenwieder/ wer-den in denWiesen/(w» sie sich meistentheils aushalten/und durch ihrGeschrey ihre selbst-eigeneneVerräthersind)die Steckgarnlein mir Schnüren / daran Schel-len gebunden sind / eingetrieben. Weil sie aber dasmalerst anfangen zu nisten / und sehr viel Junge brüten / istbesser/ man warte bis gegen dem Herbst.
cl.i.
Weidwerck im Mio.
N diesem und folgendem Monat ist das Weid-werck noch fast schlecht / und trägt nichts ein /man fängt zivar mit den Stecknetzen Wachtelnund Kreßler/ aber mit mehr Schaden als Nutzen.
2. Jtzt soll man sehen junge wilde Tauben aus denNestern/ wann sie schon bald fiück sind / abzunehmen /und mitHirßen/WaitzenoderErbsen ausziehen/und ineinem besondern grossen Gemach frey umfiieqen las-sen/damit sie können aufdieTenne oder aufdieBürfcheimAugusto gebraucht werden.
z. Jtzt können auch junge Zahrer/ Droschel undAm sel aus den Nestern abgenommen/ und in einen sau-bern Zimmer ernährt werden/man muß sie aber sauberhalten / und gibt ihnen Gerstengrieß und grobes Wai-tzen-Mee!/machts an statt desWassers mit süsserMilchgröblicht an/und gibt es ihnen / man muß es aber alleTag mit srischerMilch anmachen/sonst wanns lang ste-het/wird es sauer/ und die Vögel werden kranck; zumGetranck bindet man ein kleines Häderlein / das seinsaß recht ist/ an ein Höltzlein/taucht es insWasser/undsteckts den Vögeln in das aufgethaneSchnäbletn/dasthut man neben ihremGeäse täglich gar offt/14. Tagelang oder noch langer/bis sie selbst fressen lernen. Diejungen Vögel/ die noch etwas an Feder» entblößt sind/
kan man leichter aufbringen / als die grässern/ denn siesperren dieSchnäbel viel eher und williger «uf/als warisie schon etwas erwachsen sind/lernen auch alles leichter/und thun lieber/was man von ihnen fordert und hubenwill; fo bald sie allein essen können/gewöhnt man sie indieHäuslein/ füttert und träncktsie fleissig/ und hält siesauber an einem kühlen doch trocknen Ort; will man sieaber in dieImstere bringen/so werden sie Anfangs dar-über traurig / dahoro man sie desto besser mit Wartungund Reinigung versiegen solle; etliche setzen sie / ihrermit der ftnsternEinsetzung zu verschonen/nur in einZim-mer/wo allzeitLeute sind/und wann sie anfangen wollenzu singen / so klopftet man nur mit einem Stecken aufdaSKeficht/ so schweigen sie wieder eine Zeitlang still;wolte aber das nicht hölffen / so berupsst man ihnen dieFedern amBauch/und endlich übe: eineZeit dieSteuß,Federn/ und besprengt sie mit frischem Wasser / so istsauch gut.Jhr Gesang währet 6.Wschen;kans also derWeidmann nach der Zeit zum Gesang hinaus setzen /nachdem derFang dauren möchte. Hingegen die an-dernVögel / die nur zu Lauffern / und zur Ruhr / undzum Plattnen gebraucht werden / darffman nickt insFinstere einsetzen / daher wann man 2. singende AnWDröschet und Zahrer hat/ ist es schon genug»
Weidwerck/ im Julio.
N diesemMonat werden die Kirschen reiss/ da-^herkan man Amsel/ Gugelsyaus und Kernbais^mit Leimjpindel fangen / damit man sie hernachim Herbst zur Lock gebrauchen kan: auch kan man zwooder drey Pantheren durch die Kirschbaum richten/wosie absonderlich im anbrechenden Tage gern durchfiie-gen/wann man einenGugelsyaus oder mehr bekommt/kan man sie absonderlich imKefich eingeschlossen aufdieKnschbäume stellen / und Leimruthen darauf richten/so stechen die wilden Vogel darauf/ und wollen solcheNicht leiden/ werden also gefangen. In den Pantherenmachen die Aglasterndle grösteUngelegenheit/und ma-chen mit ihremGeschrey alle andereVögel scheuhe/da-
her ist am besten / Handschuh angelegt/(dann siebeissen hart ) und den Hals und die Fusse abgeschnit-ten. Den Eulen / und andern unnützen Vögeln / wannsieindiePanthera kommen / »nacht mans auch also/weil sie sonst die Heide sehr beschädigen und nichts nü-tze sind.
2. Jtzt kommen die jungen wilden-undTurtel-Tau-ben ausdieFeldbaume/weil dieFrüchte schon anfangenreiss zu werden/ daher man sie schiessen kan.
z. In diesem Monat / weil die Zeit des Vogel-fangs herbey nahet/ soll man in Fässer und Stübich.'eingeschlagene Netze hersür suchen ; und was etwannvon Ratzen und Mäusen / oder sonst zernagt und zer-
, rissen