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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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845
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Zwölffteö Buch/ Ho!tz->und Weidwerck

ten mit Uuschlir wol bestrichen werden/damit aber vondemLusst die Strupften nichtabschleißen/ so hesste dieSchlingen oben mir einem etwas wenig gehobenenHöltzlem zusammen; Item/ mach eine Maschen in derMitten / zu der andern auf gleiche Weise / so können siesich nicht verdrehen / und kan der Vogel fre» sitzen.Wann nun alles angehesstet wird/und vor Wind undRegen verwahret ist/ so bohre in der Mitten desStabSein Loch / und stecke solchen auf den höchstenGipfel desBaums/ aber starck und fest auf/ so ists gerecht / etlichestecken auch rothe Schnaltzenbeer darunter / davon dieBirckhanen überaus gern essen.Und obwol dergleichenKliebhöltzlein alles starckzujammen halten / und vondem Wind nicht verrückt kan werden/ so irren sie dochim Fangen gar nichts / denn es ist ein starcker grosserVogel/ und mit seinem Abflug starck die Maschen zu-sammen rucket/daß alles an demHalS zusammen taufst.Vor allem aber sehe man wolzu) daß der untere Sitz-Stecken wol eingemacht werde / damit der Vogel/

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weil erstarctist/ wann er gefangen wird / und anderMaschenfladderl/ solchesuichtadreisse Man brauetsonsten in diesem Fang emenVonhet! / und lasst durcheinen kleinen Hirten-Jungen (den d;e Hüne? nicht vielachte n/ uud gar nicht weit von ihme fliegen) solche voneinen Baum zum andern treiben/aber nur allgemach-lich/und diß so lang/biß sie aufdieseuBaum Iomen/wvdie Richtung ist/davon denn eines gefangen wird / dadie andern gleichwol ihres Gespans Verlust nicht ge-wahr werden / dieweil er erst/wann sie wegfliegen wvl-len/ gefangen und gehangenwird. Dann es haben dieBirckhüner/ weil sie nochKüttwesse fliegen / daßwannsie gleich von einemBaum abfliegen / und sich auf ei-nen andern begeben/ daß allzeit eines davon aufdenhöchsten Gupfauf einen dürren Ast. oder sonst auf ein?gelegenen hohen Sitz sich degrebet / da es wo! umsehen/der Schützen und Raubvögel gewahr werden/ und seisne Gefpäue warnen kan/daher es schier unmöglich / sieauf andere Weise abjuschleichen>

Weidwerck/im April.

N diesemMonatkan man bis anfdieHelsstedenSchnepfen-Fang/wie im Mertzen/vornehmen.2. So lang auch die Hascl-Hüner mit derBursch u»d Steckgarnen bekommen / denn so bald diegrünen Botzen anfangen auszurreiben / so begeben sichdie Hennen zur Brüt/ und verstecken sich in das dickej Gesträuche/darinnen halten sie sich ruhig denSommerdurch/hat also diese Weidmannschasst ein Ende,j z. So lang kan man auch die Birmanen bürschen/so lang sie saltzen.

4. In diesem Monat ist dieTauben-Pürsch am be-sten/weil sie häuW ins Feld streichen/ aufdic aiMsae-

! ten Felder/ da kan man sie leicht mit einem Tauben-Russfrühe Tages locken / und auf einem Baum bür-schen / denn jetzt paaren sie sich am besten / und fliegengern der Lock und dem Weibel zu.

5. Da ist zwar dieHasenbürst am besten / weitstespat nach der Sonnen Untergang aus dicken Wäldernauf die Haber-Felder zmaüffen/ die im Vorwartenleicht zu schiesscn/ und weil sie durch die GeHage und

gemachte ZaWe/einen Paß durchMussen aussuche'.,/kan man amRegenwetter ihrenDurchgang ausspüren/und dabey aufwarten / oder man kan sich aus einenBaum machen / lvo viel Creutzwege zusammen komen/und wo ein Wald nahe bey den angebauten Felderngelegen ist/und den Hasen schießen/sonst aber soll manzu dieser Zeit derHasen schonen/weil sie meistens näch-tig sind/ ausser an denen Orten/wo alles frey ist als wiein Hungern / dann man mehr Schaden/ als Nutzendavon/und werden mit einem Weibel etliche verderbt/die sie noch in selbigen Sommer hätten ausbrütenkön-nen/ denn etliche nisten in einem Jahr/wann guteWitterung ist/ vsster als einmal im Jahr.

6. In diesem Monat werden diewolsingenden Fm-cken undAemerig zurLock imH erbst eingethan und ver-halten/ und sie/ wann sie kranck oder blind werden/ aufgute Akt zu curiren/ wie im t2l. Capitel von denSang»Vögeln weiter zu sehen / auch mag man also die Fin-cken dlenden / wie oben schon Mehret worden» -

Weidwerck/ im Kajo.

Jewol in diesen und etlichen folgenden Mon-den/ weil die Vögel nisten und brüten / keinsonderliches Weidwerck statt haben kan/ sosind doch bey etliche,) Geflügel Arten/ derMännlein soviel / daß sie mehr verderben / als befördern/ sonderlichbey den gailen und verbuhlten Wachteln/ welche denWeiblein / wann sie brüten / vsst die Eyer verderben/also billich abzufangen sind.

2. Diß ist nun der vornehmste Fang/dessen mansichin diesemMonat bedienet/ wer davon wissen will / der' besehe das Capitel / von denSteck-Netzen / dermit demPfeifleinlocket/ mußwol und perlctt könnendamit umgehen/denn die altenWachteln sind arglistig/und erkennen bald den Betrug/ da ist besser / man habe

etliche ciisntar-iien oder anlockende Wachtel-Weib?lein/es muß aber trockenWetter seyn/ und müßen nichtgelockt werden / daß sie die Zwerch über dieFelder undFurchen laussen sollen/sondern also muß man dasNetz?letn stecken / daß sie nach der Furch hinein fallen/undlaussen können / sonsten / und wann es auch feuchtWetter ist/so fliegen sie lieber/als sie lausten/und flad-derteinenüber denKopfvorbey / sodann dienet es/wann es nicht windig / und stilles Wetter ist/ daß manein ö.vder ^.Klaffterlanges Klebgarn bey sich aufrich-tet/und dieWachteln gegen demLiecht/s'onderlich waiisbeginnt Abend zu werden / zu locken anfängt / sich aberwol aufden Boden haltet/so streichen sie ihm just hin-ein / lind verschlagen sich. ^ . . .

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