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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Dcö Adcllchen Land-und Feld-Lebens

überzogen / dann läufst einer nach der Schnur/ undziehet ihn herunter/ man mag also auch einen neugefan-genen Vogel/ oder eine Kray brauchen.

4. Haasen und Füchse sind trefflich wolzu bürschen/wann man ihre Spuhr im frischen Schnee sehen kan /so hat man gute Gelegenheit / sie auftreiben zu laßen/und mit den Netzen fürzusetzen. Ist es aber windig /und der Schnee knarret sehr/ so wird mau nicht vielausrichten.

5. Mit einem Pfeisslein oder Haasen-Russ/das wieein junges Häslein/ oder wie ein Vogel/der vom Ha-bicht ergriffen worden/ thönet/ kommt der Fuchs gern/vermeynend/ etwas zu erschnappe/muß aber derWindvor allen Dingen in acht genommen seyn / daß er vondemThier aufden Menschen gehet.

6. Den ganhen Winter durch/wann es kalt ist/undgeschnyen hat/ kan man einen Wisch von einer Haber-Garben/ hoch aus einem Loch oder Fenster durch dieScheuren / oder sonst an einen tauglichen Ort / so weit

die Körner sind / ausstecken/doch mnß man den Wischmit gelben oder Strohfarben Zwirn um den Steckenzusammen binden / daß die Vögel die Füßlem in denWisch nicht verstecken können/ dawird man mit Ver-wunderung sehen/ wie dieAemering und Spatzen /ab-sonderlich wann es geschnyen/ häussig darauffallen -da muß man einenDrat nehme/selbigen in einenStro-halm stecken/und vornen ein Häklein lassen/krumm ge-böge/damit kan man dieVögel einem nach dem andernbey einem Füßlein erwischen/ zu sich ziehen/und entwe-der würgen/ oder in ein langes darzu bereitetes Säck-lein werssen/ so merckens die andern nicht leichtlich.wo-ferne man nur den Athem/ so viel möglich/ an sich hält.DieSpatzen aber schreyen, wann man sie ergreifst/undverderben also dasSpiel/daher ist rathsamer/mcm lassesie bleiben/ und ergrelffe allein die Aemerlinge. DiejcnVögel-Fang hab ich auch im (oi-ro gefunden/ in sei-nem 15- Buch im 60. Capitel.

cx^vil.

Weldwerck im Februario.

N diesem Monat / von der Fasten an/ bis auf ren an den Misteln entweder gar abgefallen/ oder mei-

stentheils aufgefressen sind.

2. Wann es Schneewetter gibt, (wie offt um dieseJahr-Zeit geschiehet) so kan man das Schnee-Garnauf die Rebhhner brauchen/denn hernach muß man da-mit beschltcssen/denn sie lauffen bald hernach voneinan-der/ und paaren sich.

z. Man kan auch in dieses MonatsAnfang/ nochFüchs und Haasen jagen / denn darnach thut mauVogelfang itzund mit wenigen Nutzen vorgenommen/^ Schaden / man kan sie auch bürschen / weil sie imden sie schon häufig auf die aufgebauten übrigenSom- Schnee leicht zu spühren sind.mer-Wiesen streichen/die Würme daselbst zu suchen / 4. Die kleinen Vögel werden sehr ausgesangen/son-und sich also des vorigen Geäses der Kranweth - und derlich wan es kalt ist/bleiben sie lieber beysammen/ undMeelbeer nicht viel mehr achten. So hat der Mistler- halten sich bey den Scheuren auf/da sie leicht zu fange.

St. Johannis des Tauffers Tag/ soll vonRechtswegen der Widerstrich der Vogel freygelassen/und deswegen bey wiMstellten Wirthschaf-ten keinen zu fangen gestattet/ sondern mit allem Ernstund bey Straffverbotten werden / wiewol man es anOrten / wo alles frey ist/wie in Ungarn/ nicht so genauin acht nimmt/ weil man denckt/ was ich überlasse/dasnimmt ein anderer/ darum wird auch der Kranweths>-

stich in den Häuseln auch ein Ende / weil sie sich umLiechtmessen schon zu paaren beginnen/ auch die Bee-

5. Jetzt ist Zeit / sonderlich aufden Grentzen dieWölfe zu jagen.

cxi^vm.

Weidwerck im Martw.

Etzt haben die Kranweths-Vögel / Kernbeiß /Lerchen/ und kleine Vögel ihren Zurückstrich /währet aber über 14. Tage nicht/ und ist besser/man lasse sie mit frieden.

2. Die Schnepffen aufden Wiesen mitSteckgar-nen zu sangen/denn sie sind jetzt lieber in den Wiesen/dieetwas sumpfig sind/ und viel Kühfladen ligen; man kansie auch mit Hoch-Netzen/ oder welches noch besser/ inSchnepfen-Panthern fangen/ oder in Klebgarnen vonsubtilen doch starcken Zwirn;die Maschen müssen sogroß seyn/wie imHaasen-Netze. DieHöhedarffnichtmehr als dritthalb Klaffter haben.

z. In diesem Monat kommen auch die wildenTau-ben/und halten sich gern bey den neu-angebauten Ha-ber-Aeckern aus/daselbst sie wol zu schießen/wann manLock hat.

4. Jtzt fängt man dieHaselhüner das Monat durch/sind am besten zu schiessen/ denn jetzt paaren sie sich/und

gehen sehr gern auf ihre Faltz - Pfeisslein / wann manrecht locken kan.

5. Jetzt kommen auch diePirckhüner/da kan man dieHanen in derFaltz schiessen; man muß aber früher kom-men/ als der Han/ sonst wird man ihn schwerlich erwi-sch en; man fängt sie auch mit Strupfen oderMäschen/die werden gemacht von Schuster-Drat/ und wol mitdemPech geschmiert/daß es voneinander star: bleibt/u.vomRegen undWind nicht welck wird/nachmal einenStab von einer Pircken einer Elen lang genommen /und ein Loch auf beeden Seiten hinein gebohrt/ n. steckaufbeedenSeitenzwey guteSpanenlangeHöltzer hin-ein/die verschlag wol/an diese bind eine starcke Schnurauch mit Pech bestrichen/ u. machdie Maschen daran / daß sie vondem unter Sitz-Stab eine kleine

WM

Spanenhoch aufgerichtet henken; M»doch sollen dieMäschen imAuftich-

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