Zwölfftes Buch / Holy und Wetdwerck.
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6um omn« clamant, clum le verlanr^uese-runl^uc,
M alisus intcrcium, quse iic mifcrat» j scentcm^ccccjit propiu», nocios^ue utrumpst iniczuos,Lonliriäsm quibuzelle viclct. su^crinillit sucisx,I^ec lele vanü pictstis imaßinc talli^spicit mcaul»m, nsm mox relizsta te»aciIllius amplsxu, clamoribus omnia rumpit,Lt lcclv8 incutanz,lociseobluÄstuf, 5c omni(^us pote vi tantos consta cvaclcre cslusposcit opcm, 5k srulir^ volucres implorats^icss.
Wer aberDroschel«/ Amseln/ und allerhand Vögelbey Nachts fangen will der muß beobachten wo sie sichdes Abends in die GeHäge Haussenweise aufzusetzenkommen ; lvann sie bestätliget sind/ gehet man desNachts hin/ und richtet an einem Ende desGestrauchsein subtiles mitweiten Maschen gestricktes Klebgarnauf/ ul! stellet eine Latern oderFackeln hinter dasGarn/gehet auf das ein Ende des GeHages/und treibet dieVögel mit Stecken und Spißruthen nach und nachgemächlich auf/so fliegen sie dem Liecht zu / und verwi-ckeln sich also in dem Garn;das muß aber beiderseits et-liche Klasster weiter seyn/ als das GeHage ist/ und dasLiecht muß mitten nach der Proportion des Netzes unddes Gesträuches gerichtet werden.
In Franckreich werden an etlichen Orten die wildenTauben/wann sie im Herbst streichen/auch also gefan-gen: Wo kleine Wälder/ doch mit hohen Tannen/Ey-chen und Föhren aufder Felder Anhöhe / von anderngrossenWaldern abgesondert stehen/dahin die Taubengern ihre Nachtlager machen/ da gehet man erstlichvon weitem/ mit Becken/ Trommen/Schlüsseln / undandern hellklingenden Sachen / auch mit Fackeln undLaternen / und gehet je länger je näher hinzu/ biß sie esendlich gewöhnen / und nicht achten < daß manletzlichgar unter die Bäume kommt ; endlich nimmt man
Schröt-Nöhr/ und schiesset die Tauben in der Mcuge/weilen sie nun den Schuß vor dem Ge:öß nicht hörenmögen/ fi> bleiben sie immer sitzen/und wissen nicht wieihnen geschiehet.
Im Lerchen-Strich / haben sie in Italien eine An /mirSpiegelnsie zu betrügen und zu schiessen si« machenund lassen ihnen drähen ein Stuck Hoih ohngefahrzwey Spannen-Hoch / und anderhalb Spannen dick /daß es schier wie ein 0vai, m der Mitten dick/ und anbeeden Enden etwas schmahler werde/doch secbs-acht-zwölss-eckicht/indermitten hol/ der Länge nach/ vonoben bis unten/ daß man es auf einer / von der Erdenetwan mehr alsEllen hoch crhöhetenStongen und Fußanstecken kan; dieser gedrähete Stock nun/ wird mitSpiegeln über und über besetzt/ und inwendig m it einerSchnur angefasset/ und also gerichtet/ daß wann manihn ziehet/ er nicht anders als wie ein Topff/ damu dieKinder spielen, an seinem Stangen-Fuß schnell und be-hend herum laustet/wann nun die streich endeLerchen indiesen glantzenden herum rollendenSpiegeln ihr Eben-bild erblicken/ stechen sie mit großer Beaierd/ gleich al<blind darauf/ sammlen sich Haussenweiß hinzu/schwe-ben und flattern herum/ daß man sie mit einer Flintenleichtlich schiessen kan.
Ware vielleicht bequemer wann man diesen Stocketwas niedriger richten/als wie einäutomaton von sichselbst umgehen machen / und darzu eine halbe Echlag-wand über einenBogen richten könnte/sie also im Flugzu fangen/ so könnte man Pulver und Bley erspahren/und würden die Lerchen nicht also zerschossen und zerris-sen/ wie osst durch die Schröte geschiehet. Die armenVögel werden/ durch diese herum laussende Spiegelalso geblendet und betäubet/ daß sie/ ob sie schon durchdas Schießen billich sollen erschreckt werden/ sie dochthun/als hörten und sähen sie nichts / also daß num vielnach und nach fangen und bekommen kan.
cxl.Vl.
Weidmannschasst durchsgantze Jahr/im Januario.
JesenachfolgendeMonat-Ve:zeichnishabe ich >'aus Höflichkeit und gutem Willen von HermFerdinand Wilhelmen/ Grafen von Purckstallbekommen/und weil es aus seinerVerwilligung gesche-hen/ dem guthertzigen Leser in einem kurtzen Lxttzadavon mittheilen wollen; denn weil sich wolgedachterGrase aufdie Iägerey wol verstehet/ hat er ihm selbst/was er durch eigeneErfahrung hin und wieder zuFried- ^undKrieges-Zeiten gutund prokirt befunden / eigen-händigaufgezeichnet/ und mir mitgetheilet; als hat der!günstige Leser solches alles nicht mir / sondern wolze-dachten Herm Grasens Ruhm zu zu schreiben/und sei- >ner treugeneigten Offenhertzigkeit deswegen Danck zu jerstatten. Als nemlich bedeutet er:
Im Jener 1. dis Monat-durch wird kein Vogel-fang vorgenommen/ als der Leimbüchel/und die ver-deckten Netze auf die Kranwets-Vögel und dieZarer/wann sie noch in den eichenen Misteln sich aufhalten /werden mit den Stichhausel gefangen.
2. Die Rebhüner werden diesesMonat durch/ wanein tieffer Schnee ligt / der nickt körret / mit Schnee-Netzen gefangen / wann es frisch geschneyet / und in
der Nacht der Schnee aufanderthalb Spann-Hochgefallen / und sich ballen lässt/ so begeben sich die Hü-ner auf die Weih -Aecker / und scharren tiess unterdem^chnee/bls sie zu ihrerSpeiß auf den grünenSa,her kommen/ daher sie damals am allerleicytesten zu ü-berziehen/soll aber nicht windig noch derSchnee gefro-ren seyn/ daß er kerret/ doch müssen die zwey Personen/die ziehen/ weisse Hemmet über ihre Kleider anhaben/gegen der Lusst ziehen/ und schnell lausten.
z. Damit dieHüner besser oder gewisser halten/sol,lensie eine schwartzeTaube/im währenden Laussen mitangebundenerSchellen in dieHöhe fliegen lasten die aneinen langen starcken Faden angebunden sey; Haftdu aber keinen abgetragenen Vogel/ oder Blaufuß /so nimm nur einen Habicht aus dem Kord/ welchen duzum Hünerfanaen im Vorrat!) hast / setze ihm dieHauben aus/ stich aber vorher an den Ort/ wohin desVogels Augen kommen / mit einer Schuster-Aal aufbeeden Seiten ein kleines Löchlein/bind den Vogel andie Schnur/ wie die Tauben/ und laß ihn also fliegen/wie vermeldet worden/ so revieret er trefflich wol in dieHöhe nachdem Schein des Himmels/biß die Hüner
über-
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