842
Des Adclichcn Laud-und Feld-Lebenö
Schrot haben will/machen/ richte sie auf ein Geschir:mit Wasserangesüllet/zerlasset hernach das Bley/also/daß esnl«htgarzuhciß werde/ und streuet darausklein! gepulvertes gelbes ^ulip>Zmcnl, daß es darauf ver-brenne/so läutert sich das Bley/ und dieses geschiehetetlichemal; was sich oben ausdem Bley verbrennet/nimmt mem herab/und füllet die kupffernenSchüßlein/
einsZlngers dick/mit an/so kan dasBley nicht so schnelldurchfallen; wann nun das Bley in rechterHitz flüfligist/ auch genugsam geläutert/ giest mans fein gemach indie Schüßtem / fo fallen die Schröte schön rund indas Wasserader legBley in einen eisernen löcherichtenLöffel/thue Kohlen darauf/ und laß es schmeltzen / undtn ein Wasser / daraufBaum-Oel stehet/ fallen.
Noch andere Arten Vögel zu fangen.
Je man in Saphoyen / und der Orten/ die..kranwets, Vogel Haussen-weise mit dem?Hoch-Netze fanget/ hat mir Her: Georg Fer-dinand Pernauer/ Freyhen von Perney/aiso erzehlet:Um die Zeit/wann der Strich gehet/ und dieses Ge-flügel Haussen-weise/ sich zu weiden/ in die Kranwelh-Gestrauche einfallen/suchet man einen tauglichen Ort/wohin sie am besten und bequemestenhmzutreiben/da-selbst werden Hoch-Netze aufgerichtet/ hernach mußmangeiMsameLeute haben/ die zu beden Seiten/wo die Kranweth-Vögel fortstreichen/ mit Schleu-dern in Bereitschaft stehen/ und hinten hergehen auchetliche gemählich aus dieVögel zu/sie gegen dem Hoch-Netze zu treiben; wann nun die Vögel ausstehen / undsich in die Höhe begeben wollen/ fangen die jenigen/ sozuzuck nachgehen/mit ihrenSteinenanzu schleudern/so
net/ und also kan man damit hingehen/ wohin manwill:dis habe ich nicht aus Erfahrung/ sondern nurcxl<clationc.
Noch eine andere Art / Sparen zu fangen/erzehletl). oiins m seiner zuRomAnno 1622. gedruckten Uc>cclliei-ö.folgender Gcstalt.Mache einen oben runduch-ren mit Bimfem-oderWeidensiräuchiein geflochtenen/und oben aus mit einem Emlaß versehenen Korb, sustaus die Weise/ wie die Reusen verfertiget werden/ dar-ein setze junge noch im Nest sitzende Spatzen/und bc- >decke sie mit einem kleinern allo ausgleiche Weise ge-flochtenen Körblem/ und setze sie/ wo viel Spatzen sind/die machen M ihrem Geschrey und Quicketzen die Al-ten herab kommen/ und eine nach der andern oben indte Reusen schlichen / die nimmer heraus mögen.In cjllTÜa Mlinicra (sagt er) le n.e jZlZliano Ic centlsn»
fechten sich dieVögel vermeynende/es sey ein Raub- conl^atlo inclicibüc.
vogel / und streichen immer bey dem Bogen über den ^ Es ist noch eine Art/Spatzen zu fangen/ wann sie inKranweth-Stauden niedrig fort; wollen sie sich aber den Wachen fliegen/ so macht man in der nähen ein di-Seitenwärts ablencken/so schleudern die jenigen/so aus ckes Gesträuch von Dorn/ und dürren Holtz / thut inder Seiten stehen / und treiben sie also / so osft es die das Gesträuch ein leeres Fäßlein/ und schlägt den einenNothdnrfft erfordert/ den graden Wege/ und offt sehr Boden aus / wann nun die Spatzen haussig im Wat-weit/ bis man solche gar bringt/daß sie ans Netze stos- tzen oderHirschen sind, so geht man miteinemHabicht/sen / in den Sack herab Mllen^/ und also Haussen- ^ Lerchen-Falcklem oder Sperber an den Ort / so fliegen
weise gefangen/ werden Das Netz wird zweissels oh-ne also stehen/ daß die Vögel gegen dem Liecht gejagtwerden/weil sie dardurch geblendet / das Netze desto-weniger sehen können.
Die Steinrötel und Rothkröpflein/ oder Rothkee-lichen werden leichtlich gefangen/wann man einen sol-chenVogel in ein rundesKefichen fetzt/und solches obenmit drey oder vier schwachen Leimruthen besteckt; sobald der wilde Vogel den in dem Käfichen erblickt/stös-set er mit Ungestümm auf ihn zu/ und wird also ge-fangen; kan man aber sonderlich kemenSteinröthel ha-ben / mag man nur ein Käuhichen ins Vogelhäuslemsetzen/ so gehet der Betrug wol von statten.
Sonst haben sie auch ein Art/ Spatzen zu fangen /in Franckreich/ die sie 3 >s ?icuretc nennen/ da man einkleines Bäumlein ausschneidet/ und voll Leimruthenanstecket. Wo man nun im Herbst diese Vögel in denGesträuchen undGehägern häuffig versamlet siehet/daschleicht man sich gemach hinzu/so nahe man ankom-men kan/ stellet das Lcimbäumlein in die Sträuche /daß es übersich ausreichet/nimmt hernach ein Messer /hält es mit der Schneide nach der Zwerch über demMunde/ und bläset daran daß es schnarret / so erzör-nen sich die Spatzen/ fliegen in das aufgesteckte Leim-bäumlein/ zu sehen/was es sey / und fangen sich also inden Leimruthen / die sind etwas an einer erhöhtenStangen/ die man nurgleich in die Gesträuche anleh-
sie alle in den Staub/wann man nun den Vögel übersie schwinget/so schlichen sie alle insFaß/sichem zu seyn,dabey kan man vorher em Fallnetzlein richten/ und miteinem Zug überziehen/ so bekommt man sie alle aufeinmal.
Item sagt obgenannter Author/ daß man zuNachtsinHöltzern/ die nicht gar zu hoch sind/ die Droschein/Amseln/ Fincken und dergleichen in Bäumen aufsitzen-des Geflügel also fangen kan/und nennt es Unccellsrecon kruzenuoic, das ist/ sie nehmen eine Laterne / su--chen/ wo sie die Vögel auf den Aesten erblicken/ dieschiessen sie entweder mit Balestern/ wann sie hoch si-tzen/ oder schlagen sie mit Stecken/ die oben breit/ wieeine kleine Schaussel sind/ herab.
?. Hnxclus öarZseuz beschreibet artlich lib. I. venat.wie die Kräyen eine die andere fanget / folgender Ge-stalt.
.. — Lomiccm. liquzm.cepcre lupinamkrponunl szrc» in mcclic», quem ciuruz aiatorkrvsciilit , A solicls8mvcrtit vomcreZIebss.dlamczuc, Lc clum qucritli^, voeesczue intczrstsmZsas,
^ccurruntali« ,8c lortem exccrantur scerbam,pzrtim circumvolitsnt , parlim cminus acl-Kant,
ttortsntcs, se tollal Kümo, cclcrc8cz; per sura»^volct. 6c trikcsterras tcliins relinczuat.