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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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DeMdelichen Land-imb Feld - Lebens

len sonderlich >. ie Maschen an die Gebürge / welche dieMittags-Sonne haben / gelegt werden.

Die rothenVogelbeer zumGeäse soll man vierzehenTage nach S. Bartholomäi abbrechen/ und aufeinentrockenenBvden aneinander setzen;wanns aber ansän-get zu gefrieren / muß manö in Kellern / aus Bühnen/verwahren; etliche Hängens in temperirte Kammern.

Wann man diese Beeren gar zu lang am Baumehangen lässet/so fallen sie hernach gerne ab/wiewol mansie an einen Faden anhefften / und wann sie gantz welckworden / im frischem Wasser wieder aufschwellen kan/greiffen doch die Vögel solche nicht so gerne an; Mor-gens zwischen 7.und y.Uhren/hat man am meistenAchtzu haben/ da stiegt der Vogel am besten;wann man dieMaschen besuchet / muß man allzeit frische Beeren mitsich tragen/die abgefressene wieder zu besetzen. Wo derViehtrieb hingehet / da sind die Maschen wenig nutz /denn die Vögel werden davon verjagt ; im Herbst sinddie Mäschen besser an denBäumen/imWiderflug aberimFrühling/besser auf der Erden.

' Man glaubt/dieVögel inMaschen gefangen/seyenviel wolgeschmacker / als die in den Sprenckeln / weilsich jene gleich erhencken/ diese aber am Fuß allein ge-fangen/ länger quälen / abzapplen / und also am Essennicht so gut werden.

Die Sprenckeln sind gespannte Bögelein mit Mä-schen / daß wann ein Vogel das Schnellhöltzlein dasgeringsteanrühret/derBogen losschlägt/unddenVo-gel bey dem Fuß erwischt; d-ese Mäschen aber müssenstärcker / von 8. oder?, starcken und langen Roßhaa-ren gemacht seyn.

Mit den Mäschen werden auch die Rebhüner/Schnepfen/Auerhaanen/ und dergleichen wildeHünergefangen.

Wie man sonst die Vögel mit Schnelldräten undandern Fallen sangen soll/ lässet sich besser aus Erfah-rung lernen / als verständlich beschreiben. Wer abersolches wissen will / besehe Johann Conrad Aitmgernin seinem Bericht vom Vogelstellen/^art.z. cazi. i s.6-

Von Pürschen / 5usstschicssen und Schrotgiesscn.

AsPürschen erfordert unter allen Weidmann-schafften den geringsten Unkosten/ weil es ein ei-Dnige Person mit einem Rohr/und einem Hundso doch nicht allzeit nöthig / verrichten kan / und bringetdoch/ wo es guteWeidbahn undReißgejaider hat / ei-nen überaus grossen Nutzen / finden sich auch viel unterdemAdel/die selbst grossenLust U .Zeitvertreib dabey su-chen/darzu gehören so wol gezogene als Schrottröhr/nachdem man grosses oderkleinesWildpret für sich hat

DiePürschröhr dörssen auswendig nicht blanck undschimmekend seyn / weil das Wild von dem gläntzigenSchein gewarnet und schiech wird; die Kleider müssennach Gelegenheit der Zeit / grün oder graulichte Farbehaben.Es werden/wie bey allerJägerey/erfordert/gu-teErfahrenheit aller Vortheil/ein scharssesGesicht/ei-ne stäteHand und leiser Tritt / sonderlich gutes reschesPulver/ auchNohr-gerechteKugelnund rundeSchrö-te; ausdas hohe Wildpret werden Sultzen geschlagen/oder an gelegenen Orten inWäldern/anGehägen undZäunen / Stände und Schärme gemacht/dabey auf-zupassen denenFüchsenwird bey denVorhöltzern/undden Hasenin den Saat-Feldern aufgepasst. ^Findetman einen Hasen in der Saß/ nimmt man den Ladste-cken / und steckt ihn an den Ort / wo der Has den Kopfhinwendet / in die Erden / hängt seinen Hut oder einWischtüchlein oben auf/ so wird der Has die Augennicht davon abwenden / und kan ihn derJager leicht-lich abschlcichen/ und zum Schuß kommen.

Im November/weil das Laub in denWäldern sehrabfallt/begeben sich die Hasen alle aus den Wäldern/und machen ihre Saß inGesträuchen/Gehägern/undim freyenFeld/auch in denWeitz-Aecketn/daher sie vonguten Weidleuten daselbst zu suchen sind/ so bald manetwas schwaches sihet/gehe man nicht gerad hinzu/son-dern von weitzen herum/ biß er endlich gwahr wird/daßes ein Has isi / den man an dem weissen Bläßlein oberden Augen/und an denÖhren bald ersihet/so dann gehe

man sürüber/ weilen es noch weit zu schiessen ist / kehrewieder herum von derWeite/und gehe also imHerum-gehen etwas näher hinzu/ schlägt das Rohr an / damitdas Stehen und Schiessen zugleich geschehe / sonst sobald der Has sihet/daß der Mensch stehet/und aufihnsihct/so laufft er fort.Man soll auch lm Gehen nicht sogenau auf ihn schaueu / nur bisweilen einenBlicker auf-ihn thun/ und hernach wieder anderwärts hinschauen/wann das Wildpret von einem Rohr oder Flintennicht gern bleibt / so lnt Her: Graf von Purckstall fol-gendes Mittel gegeben. Suche imFrühling / noch vors. Georgen eineBlindschleuch/halt ihm denselben Laufvor/u.nöthige ihn mit ememHoltz hinein zu kriechendesmuß aber vorher geladen seyn) wann er nun aufdieLa-ung kommt / so schieß an einen grünen Baum / daß sichder Blindschleichen den Baum zerschmettert/nachdemsäuberedas Rohr/und brauchs zu der Pürsch/ weil da-von alles todt bleiben wird; Er schreibt/er Habs von ei-Tiem vornehmen Weidmann gelernet/ und sey osst pro-birt worden/ man kan seinePürsch-Röhr alleJahr al-'so zurichten.

Wann ein Wild in einem Thal / Feld oderWiesen'gespühret wird/ so nimm ein Haar von deinem Haupt/Haltes gegen der Lusst/wehet dasHaarzu dir/von demGewild/ so schleich mit deinem Rohr hinzu/wendet sichaber dasHarlein von dir/ gegen demWild/so gehe vonweilen herum/ bis du den Wind gegen dir bekommst/so versuche dein Glück. Dann die Lusst-und Spuhr-Witterung ist demWild benommen/ wann derWiudvon ihm aufdich gehet.

Damit alles Wildpret nicht so bald den Menschenspühre/soll derIäger einWisch-Tuch/damit derStall-knecht denRossen/wanner sie striegelt/ den Staub ab-wischet/wann er Pürschen ausgehet/mit einerSchnurum den Leib binden / so übertrifft der Gestanck vomWisch-Tuch/ des Menschen Geruch/daß er das Wildleicht abscheichen kan.

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