8 z 8 Des Adelichen Land-und Zeld-Lebens
Stäng-
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^Zon den Kloben undMäiseufang mitdem Leim.
Jt den Kloben werden bey uns in Oesterreich"meistentheils nur Mäisen gefangen/ disWeid-werck gehet bald nach S.Joannian/ biswei-len auch später/um St. Jacobi oder St.Laurentii/nachdem das Jahr ist; wahret auch bis um St> Mi-chaelis/und bisweilen noch etliche Tage drüber/ nach-dem derSmch beschaffen ist;etliche machen dieHüttenhoch/ etliche nieder/ halte aberdarvor/die Gelegenheitder umliegenden Wälder seye zu beobachten / dannwann sie von hohenstämmigen Wäldern / wieder insolche chren Strich nehmen/so stehet die Hütten besterhoch/streichen sie aber von niedernBäumen wieder angleich beschaffene Ort/so seyen dieHütten besser niedri-ger ; etliche pflegen ihre Hütten/ wann sie auf denBäu-men seyn müssen/aufein Wagenrad zu machen/so sitzensie desto sicherer und gewisser. Wie die Kloben ge-macht werden / wissen auch bey unsdieKinder/dcherunnoth viel Wort davon zu verliehren.
Eine artliche Art einer Klobhütten von blau odergrünemLeinwad überzogen/die ein Weidmann amLeibtragen/ und damit hin-und wieder gehen kan/besthreibtJohann Conrad Aitinger in seinem Bericht vom Vo-gel stellen s >srt, Z cap. 12. damit man nicht alleinMäi-sen/ sondern auch grofieVögel/als Häher und Spechtfangen kan; wie auch Amseln undDroscheln.Daselbstmaa man nachsuchen.
Ich hab auch bisweilen gesehen/daß etliche ihreHüt-ten nur aufder Erden bauen/ wann sich zwischen zwey-en Bergen eine Anhöhe befindet. Die Hütten sey aberhoch oder nieder / so werden sie auf einerley Weise ge-
sangen; Der Weidmann hat einenL» ckvogel bey sich/sitzet in der Hütten/ und zwey Pfeiffleinvon Gänsbei-nen/ oder nur von Federkielen/ eines höher / das andergar ein wenig niederer gestimmet/ damit nachahmet ermit dem letzten der Mäisengemeinen Ruff/ mit dem er-sten aber macht er bisweile ihr Geschrey(aber seltener)das dieWeidleuteZizipee nennen; und der Kloben/oderwol bisweilen zween/ stecken in einem und dem andernFenster. Wann nun die streichende Massen diesen Ruffhören / fliegen sie alsobald der gantz grün-überzogenenHütten zu/ und weil sie keine bequemere Stelle sich zusetzen finden können/ als den Kloben/ setzen sie sich unbe-dachtsam auf den halb aufgethanen Kloben/daß sie mitdem vordem oder der hindern Zähen/ in die Klufft oderSpalte des Klobens eingreiffen. So bald der Jägerdiese ankommene Gäste mercket/ziehet er dasSchnür-lein an / das durch den Kloben gehet/ und klemmet derMäisen ihre Zähen so veste / daß sie nicht ausreissenmag / zuckt sie aber alsobald durch das Fensterlein ^usich in die Hütten/ und die andern Matsen sind so thö-richt/ daß sie diesen Betrug nie mercken/sondern je mehrdie andern/so gefangen und gewürgt werden/ schreyen/je begieriger und blinder fliegen sie zu. Sie sind auchsonst mit offenen Häuslein / darinnen ein Nußkern ge-richtet ist/ leichtlich zu erHaschen.
Ich habe bey Regenspurg einen artlichen Maisen--fana gesehen/ daderJägervonBartholomanan/ biszuEnde desSeptembris/an denvordristenBäumen ei-nes Vorholtzes/ohngefehr einer Elen oder zwey langes