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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Etlffttö Buch/ Wasser - Lust.

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Indien. Ich hoffe/weil es erfunden/ und mit sovielchrlichenZeugeu bestätiget ist/e6 solle bald mehr davonzu vernehmen seyn.

DesWassers Eigenschasst ist kalt und feucht/und sei-ne Güte wird,was dieTränckunqMenschen und Vie-ke/und was die Wässerung und Besprühung der Ge-wächse anlanget/sehr unterschieden;dieBronen Was-ser sind/ nach ^vic-nn-Meynung/am besten/ darinnkein äusserlicher anderwärts herrührender Zufall sicheinmenget/ die gegen Morgen und Mitternacht fliessen;qute Wasser sollen im Winter mittelmässig / und imSommer Eys-kalt seyn/ die bald netzen/ und bald wie-der von der Lufft ausgezogen werden.

Her: Carrichter sagt recht und wol in der TeutschenSpeißkammer : Alle genossene Speisen von Men-schen und Viehe / werden durch die Feuchtigkeit desWassers/ nicht allein subtil gemacht/ sondern auch zumrechten natürlichen Ausganggesühret/ wo bliebesonstdie natürliche Feuchtigkeit bey dem Menschen/ das dieAertzte ttumiäium s26ici,ie nennen/ wann die Feuchtedes Masters nicht wäre; oder (spricht er ferner)warum besehen wir nicht unsere Selbst-Empfäng-nus/ und erste Ankunsst/ was sind wir anders/danneine schleimige wässerige Feuchte? wie könnten wirund das Viehe solches im Leben entrathen? Also istoffenbar/ daß ohne Wasser nichts leben/nichts auf-wachsen/ nichts Beständigs / auch nichts von Spei-sen/ohne Feuchte des Wassers / mag genossen wer-den/ darum (sagt er) es billich den Ruhm und Siegunter allen Elementen behält.

ttippocrate, will / gesunde Leute sollen Wasier trin-eken/sonderlich nach dem Efjen/ das starckedieDäu-ung / und erhalte sie in Gesundheit: Ich weiß michzu erinnern/ daß weiland Frau Felicitas Seemanin/Freyin/ gebohrne Herrin von Rappach / (deren Ge-dachtnus / als meiner sehr wehrten Frauen Nachbarin

und Gevatterin/nicht allein mir und denMeinigen/son-den« auch im gantzen Land/bey allen die sie gekannt ha-ben/lieb und angenehm)ofttermals mündlich gemeldet/daß sie allezeit / ehe sie schlaffen gehe/ zu Nachts eitlenTrunck Wass rs zu sich nehme; nun hat dieseFrau beygutem und ruhigem Mer/etliche Jahr über ?<).erreicht/und halte ich davor/ sie hatte ihr Leben noch höher ge-bracht/ wann sie nichtauf einer Reise/als siemit ihrerCarroffa durch die Jpps/unwissend/daß solche so strengangelauffen/setzenwolle/ihrWagen von dem sta:ck stos-senden Fluß wäre gestürtzt/ und sie zwar noch lebendigheraus gebracht/dennoch aber von demSchrecken undeincireiffenderKaite desWassers/also eingenomen wo:-den/daß die ohne disThal-absteigende natürlicheWär-me/dardurch vioicnro mmio also erstarret/daß sie es mkurtzer Zeit darauf gar mit demLeben bezahlen »nüssen.Ick kan aber auch stlbst/aus eigner Erfahrung/ diesesbestattige!: / daß ich mich bisanhero sehr wol befinde/als ich alle Nacht/aufdaö Essen/ohnqefahr ein MittlersTrmck-Aläslein frifches Wasser trincke.

DasWasser wird auch sonst zu vieienArtzneymnütz-lich gebraucht/ist gut/die rauhe/dürre/grobeGefchwul-sten und Wundendamitzu lomemircn^undzubähm/warmesWasser macht die hane knorrichte zusamm-gc-lauffene Spann-Adern gelinde und weich / wannman etlichemal darinnen badet; wann mans cklUili-ret/ist es denen vorträglich/ die einen unnatürlichenDurst ha-^en/und wann man es stählet, wird es zu vieleSachen genutzet. Kaltes Wasser stillet das Bluten indttNasen/ leinene Tücher darein qenetzet/ und überdas Genicke geschlagen/ dann das Blut gestehet / undwird dick davon.

Hingegen aber/zu viel davon getruncken/stopsst es dieSchweiß-Löchlein, macht dieGlieder zitternd/ist auch inder fallenden Sucht/ item/wann die Leber erkaltet/undman erst neulich die Colica gehabt/auch den Ohnmäch-tigen/und in der Ncüica, wie auch denen jenigen/ diestarcke schärfte Treib - Artznepen haben eingenommen /verbotten.

v/.

Von den Jnsulen / Eylanden und Werdern.

Lso werden genanntdie Oerter / so gantz vomMeer oder Wasser-Strömen umflossen sind.Wir wollen aber allhier nicht reden von dengrossen Jnsulen/ die in dem Ocean, oder Kiari mcck-terraneo umgeben sind/ sondern nur von denen/ dieunsere Teutst enFlüsie mit iiMm Wechslenden Ab-undZulauff/ entweder schon längst gemacht haben/ odernoch immerfort hier und dort anschütten. Das WortEyland 6-51 vircn etliche von dem Hebräischen äi, soeine Jnsul Heisset/ etliche aber von Einland/ quak eineingefangen / umflossen/ und mit Wasser umgegebenLand; dis kommt entweder von der Natur/oder ohnge-fähr/ oder durch Menschen-Fleiß; wem aber die Wer-der gehören/ die von neuem gemacht werden/ist bey de-nen Juristen noch liiert völlia verglichen. HeutigesTages werden die Jnsulen/ d'e m emcm Schi'freichenWassersich anschütten/unter dlcRt.'a.:engezeh!et/und!denen Privat-Personen abgesprochen. traclunt

quiclam. Inlulss in^kicnokumiaenatsssclkleÄorcm, jur?ljc>minii s^cÄarc, ncc ^ vicinorumOominis vincjicari polls. Andere aber wollenchie Jn-sul bleibe dessen / dessen der Wasen oder das Land ge-wesen.Oberhalb dem Schloß Lauff/ hat der Fluß einenneuen Rinnsalgemacht/ und eines Burgers/ MichaelSchrot Gut/ Wiesen und Rent durchrissen/ und inzwey Theil getheilet/ also / daß er solche so wol auf derLaurentzer-Seiten/ allwo er vor gantz gestanden/ alsauch aufderSebalder-Seittn/welches auch mit einemAlt-Waster umgeben / als fein Eigenthum genießenthut. Einer widerwärtigen Meynung find andere/wie zu sehen bey (Zryptiisnäro, der ein schönes Opu»geschrieben von den Jnsulen / cZp. 11.8c icqq i^mcsp 17 welche dahin ausschlägt/ daß dergleichen Jn-sulen und Werder nicht denen / so Güter und andereGerechtickeiren am Gestatt haben ' zuständig/ sonderndurchaus/ und plcno jure» der hohen Obrigkeit oder

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