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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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BesÄdeUchen Lano-uno Redens

Unterschied / nachdem sie aus guten und bösen Quellenher entspringen.

10. So sind auch etliche Wasser zu etwas taugli-cher oder undtenlichcr/ als die andern / als etliche sindgut und bequem zum Bierbräuen/ zum Kochen/ zumBleichen/diese oder jene Färb besser oder weniger aus-zutrocknen / zum Weisen/ den Stahl zu temperen/also daß man an zwey/ orey/ oder mehr Orten/wo mangleiches Maltz und Hopffeu gibt / gleichen Fleiß zumBräuen anwendet / dennoch die meiste Schuld demWasser zueignet/ wann es hier starck/ lang-ligend undgut/ an jenem aber gerinn und nicht bleiblich gehalten/und in der Warheit a.so befunden wird.

Der bey allen Gelehrten bekandt und geprieseneter^tkan. kirckeruz gibt in seinem sublerra-

nco'^Om, l so! 247- von denen durch der Erden Be-schaffenheit inmitten Wassern diesen Unterschied/ undsagt / sie sind entweder gesaltzen / oder vom >Mr», A-iaun/Vuriol/ Schwefel/ Kupsser-Rost/Kalch und

Gyps /Metallen/ öitumme. oder feistenSchwefel-Laim / Quecksilber / Eyfen / Ertz / oder Steinmachen-den ki inci-iz vermenget / und daher werden sie sauer/bitter / gesaltzen / warm / kalt / fett oder ölicht/ gifftig/gefärbt/aufsiedend / verwandelhafftig/reinigend/ undgewissen Gliedern heilsam; und sagt ferner: Lxko-rum tinz^ilyrum cum tiriZulis combinstione nalciturgclmiradüis üla aquarum varistas , czuam?kilosopklconcipcre neczuivcrunl, kas cnim spccicslijuxts ^r>tis noürscomkinstorisprincipia conjuZavcris, nss.cenlur 47x00 i6»o. cjuaclkinzenti seplus^jnta no-vcm millioncz, mille scxcenlT aqusrum cliKercntiuiylpccics, Nas ilcrum li in riitksrcnles terrclirium ZIe.darum, salium, nitri, alumini», vilrioli, sulpkurjs,mx.taliorum spccicg relolvsriz, numerum c>ui

omncm numerum .->rcrizemari» cxccclat. Dahersichniemand über den so grossen und unbegreiffuchen Un-terscheid der Wasser verwundern darff.

Ven der Güte des Wassers.

^Jn gutes gesundes Wasser soll hell/durchsichtig/Crystallen-farb und rein seyn/ohne andereFarb/Geschmack und Geruch/das hingegen leichtlichund geschwind alle Farben/Geschmack und Geruch ansich zu nehmen/ fähig ist/ die man ihm beyfügen will/er-hitzet sich bald/kühlet auch bald wieder ab / damit manErbsen und andere Hülsen-Früchte wol und gut siedenkan/ wann es in einem Geschir: lang stehet/ daß es un-ten kein graulichtes / oder schtammicht und sandichtesLager am Boden lässet/dasnicht oben am Geschm/soweit das Wasser reichet/einen weißlichten hartenKaichansetzet/ welches ein Zeichen ist/ daß es Salitrich sey/davon die Hände am Waschen nicht rauh und scharff-häutig/ soiidern glatt und gelinde werden; wanns inden Wein gegossen/dem Wein seine Krasst nicht allzu-mercklich schwächet; es soll gegen andern Wassern ingleicher Quantität abgewogen / leichter und ringerge-wichtig seyn/wann man solches in ein rein und schein-bares irdenes Geschin sprenget/ und keine Flecken oderMailer macht/ das gewisseste ist/ man siede es in einemehernen Hafen / lässt es am Boden Schlamm oderSand/ fo ists nicht gar gut/findet sich aber/nachdem eswohl gesotten/ nichts daselbst/ so ist es bewährt.

Denckwürdig ist auch / was Osnna 0!>va 8sbucc>cie Nantes in ihrem ^ollocjui» 6? las Lolss quc mera-rsn ias rc^ukiicss l'it. IQ. schreibet/wie ein Wasser zumachen / daß es nicht stiiickend würde / so denen überMeer nach Indien gehenden Schiffahrten ein großerVortheil ware/also: Man soll etliche grosse Fässer voll'Wassers füllen/und sie dengantzen Sommer-über alsostehen lassen / daß es stinckend und unsauber werde/ sovsst aber ein heßlicher Schaum sich im Äasser auf-wirfft / so offt soll man selbiges abputzen / und entzwi-! schen das Wasser zwey-oder dreymal abziehen/so wirddas Wasser hemach'gut und frisch bleiben/ und nichtmehr stinckend werden.

Noch besser und nützlicher wäre die Kunst denenSeefahrenden/dk in Engelland ist erfunden/und Anno j,684. in Druck heraus gegeben worden/ von dem l

ssiß-gemachten Saltzwasser/daß man aus dem saltzigenMeerwasser/ so wol zu Land am Ufer / als auch aus ho-hem Meer/ em susses Wasser haben kan / das nicht al-lein trefflich gesund / sondern auch auf etliche Monatlang gut bleibet/ welches auch das collezium Xieclico-rum zu Londen approkiret / und derselben zwantzjgander Zahl/ eine ^ttcttslion darüber ertheilet haben. Istein überaus nützliche invcnrion, da man / vermittelseines Instruments / täglich aus dem gesaltzenen Meerfrisches Wasser habm kan / welches Her: k<>bol >kiütZcrsilj , Her: zu oZi .zrtiorp » Obrister / und desHerm vc nächster Blutsverwandter erfunden/ >und kan in einem solchen Instrument / innerhalb Tagund Nacht/ auf neunhig Stübigen süsses Wassersprsepsri 'ret seyn; wären aber mehr Leute im Schiff/müste man dieser Instrumenten mehr verfertigen las«sen/ die auch ein einiger Mensch regieren kan / und sollein jeder Schiffman in zwo Stunden lernen / aufwasArt dieses Wasser bereitet werden müsse. Es nimmstwenig Platz ein / kommen auch wenig inßrccii-lwendarzu. Dieses Wasser ist leichter als andere Wasser/klar und ohn alle 8e^mcnr, ist gut zu trincken und zukochen; diese Invemores aber erbieten sich/mit einerjeden Gemein oder Gesellschafft/oder auch Privatper-son/ wegen dieser kiackina, zu handeln/ und wer an sieschreiben will / solle sein Schreiben / an einer der col-ic ^en/als an Heun knzttKcrsich oder Herm kric^an,oder Herm^tiomss iviesi, oder Herm öötriliu Lsünt.nach Londen / entweder an des Larrov^« LoffeHauß / gegen der Königlichen Börse über / oder in

Willis Hause/in dem Lorivcnl. Garten und Stras-sen/ insgemeine Bau genannt/oder an Johann Pyein Brooks ^troet / bey Holburn ablegen lassen- so <vllAntwort folgen / ist gedruckt zu Hamburg bey Gott-fried Schultz/Anno 1684. Der Diameter des Instru-ments ist kaum über zz.Zoll breit/das allergröste davonwird aufs höchste nicht über 2O .Pfund Englisch kosten/lind wird man kaum einen Raum zu einem Faß imSchiffdarzubedörffen/zurHm-undHerreisenachOst«

Indien

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