524 Des Adeltchen Land - und Feld, Lebens
l'crritorii Domino, so omnimoclam jurisclictionein
als an beydenGestatten und m demFluß hat/als ein^.--Kslc und l>iuvi-»ti^um Lommoclum gehörig sey. Dochscheinet sehr unbillich seyn/wann einem ehrllchenMannsein erkausttes oder vätterlicheö Crb-gut/von reissendenWasser-Flüssen und Güssen/ verderbt/ zerrissen/ und zueinem solchenWerder gemacht worden/ daß man ihmsgantz hinweg nehmen/de» Obrigkeit zusprechen/und al-so mit doppelten Rutyen stäupen solte. Und soll billichdie Henschafft mehr als das Recht/ wo lummum jusssep^ lumms lnjürls.die Biilichkeit und Christliche Liebbeobachten / und an des HErm CHristt unsers Se-ligmachers und Heilandes güldene Regul gedencken:(^uoä tiki non vis keri»itlleri ne secci is. Auch ist hier-innen in Obacht zu nehmen/ l. Ob solche Jnsul für sichselbst sich trocken gelegt / oder ob durch Gebaue hierzuUrsach gegeben worden ? 2. Ob sie allgemachlicher ent-stand'e. oder etwan durch einige grosje Güß ausgeschüt-tet sey ? z. Ob das Gestatt an einem oder beeden Or-ten/ durch das Wasser hinweg gefressen/und hinter sichgetrieben/also mit Schaden der jenigen/so Güter/undWeiden dieser Orten gehabt/ der Werder entstanden?Fürnemlich/ und fürs vierdte/ ist aufdas Herkommenauf selbigem Wasserstrom/und andere mehr Umständefleissig zu sehen / und allezeit das ^Lquum K konumder Schärsse vorzuziehen. Bey etlichen ist das Her-kommen/ wann sich in einem Fluß ein Werder erhebt/welchem Gestatt er naher ist/ zu dem gehört auch desWerders Eigenthum / ist er aber zu mittler Maß deßWassers / so gehört er beden Gestatten. Der Wer-der hat die Derivation seines Namens/live peclctcn-tim live per lubitanesm slluvioncm icl k^t.vomWer-den/quis in leu lucccMvö. scu v>olenrcr; czuocj 8uecittolm vocant. uncls Stockholm/ 6: mullorum slio>rum quo<^ue locorum terrninztiones inc^s oriuntur.
Wie auch von dem Werd viel Ort in Teutschland/ alsDonauwerd/Havelswerd/ Sarwerd/Kayserswerd/u. deraleichen/genenet worden. Andereverstehen durchdas Wörtlein Werd/einen erhöheten Ort/ der beedeszur Weid/und auch zum Feld-und Acker-Bau bequemund tüchtig ist. Also wird zu Tübingen der Werd ge-nennet/wo an dem Necker/und mehr andernBächen /die gemeine Weide für das Vieh ist. Die neuen Jn-sulen und Werder entstehen meistenteils daher/ wann
Von den
8M)Us Mangel anders Wassers/ kan man Cisier-WF^nen bauen/ wie in Venedig kein andersWasterAGHl-.u finden/auch sind die Cisternen gut in Vestun-genob es schonSchöpff-undRöhr-Brunnen darinnengibt/ kan man dock theils solche abgraben; die kan mannun bauen in dieWohnungen/ wohin es belieblich/nurdaß es an einem reinen saubern Ort-von allem stincken-denAngränhen entfernet/auch von derSonnenScheinund den Winden (dadurch das Wasser ausdünstenmöchte) versichert sey. Daher müßen die Cisternenallezeit geschlossen bleiben/ wellen ohne dis das Regen-wasser zur pvzp",-öti"nmehr als alle andere Wasser/wegen seiner Lubtjiität/ geneigt ist.
dieSee/und großenHaubt-Sköme/Winters-Zenen/da der Schnee jähling schmeltzet/ oder auch im Som-mer/ wann jähe Güsse/Wolckenbrüche/und Abreißender großen Teiche unversehens geschehen/Erde/Sand/Holtz undSteine mit sich führen/und wo sie imGrundein wenig Widerstand finden / solches wiederum able-gen/ und auf einander Haussen / und wo des Strome«Nachdruck und Gewalt ein Ende nimmt / da setzet sichnachmals die Erde zusammen/ grünet/ und befestetsichmitGeMuchenund Bäumen/ und wird ein Werderdaraus. Also auch/ wann das ungestümme wütendeMeer ein grosses Stück vom festen Lande abreistet / sowird das abgesonderte eineJnsul/wieSicilien also vonJtalia abgetrennetund deswegen mitdemNamenSi-cilien ist benamset worden. Also auch / wann sich eingrosser Strom/wie osstgeschiehet/ in zwey/ drey/odermehr Armen zertheilet / und hernach wiederum zujam-mcn fliesset/sowird dasLand welches vomWasserum,fangen ist/ein Werder geheissen. Und deren sind so un-zchüch viel/daß es allenGlauben übertrifft. In derDo,nau hat es zu Wien unzehliche Auen/ mit Bäumen be-wachsen/ und mit Wasser beflossen/ darinn nickt alleindas Land-undHaus-Vieh/sondern auch dasWild fei-ne Weide hat und im jählichen Überfall der feindlichenVölcker/die armenLcute ihreRetiradi/wie solches auchb»6 an Preßburg/von Wien aus / zusehen; so sind dievor diesem reiche und wol-bewohnte/ aber in nächstenTmcken-Knegen ziemlich ausgeödeteJnsulen/die grosseund kleine Schüt / wolgelegene Ort / dahin sich auchgantze Armeen haben einlogiren/und desFeindeSAnfalldie krönte haben bieten können.
Was den Rhein betrifft/ und was nichtallem we,gen derFifchantzen/ Altwasser/ Salmengründ«/ Eys,bruch/ sondern auch wegen des grossen und kleinenWeidwercks/ auch der Vogelweid halber/an denGe,statten / so wol auch an den Werdern und Jnsulenge-bräuchig undHerkommen/das hatHen Noe Neuerer/der Rechten Oväor, und Churfürstlicher PfältziscberRath/in seinem Jagt - und Forst-Recht / im funsslenThew ausführlicher beschrieben; da mag ein jeder/ derwill/ nachsuchen/ wird er viel curiöse und merckwürdi-ge Fälle und Sachen finden/ die einem Haus-Vatterzu wissen nicht übel anstehen/ sondern vielmehr nützlichund fürtraglich sind.
VI!.
Zisternen.
So müssen auch dieCisternen/so tief/als sie unter dieErden kommen/ so hoch von aussen her/um und um/mitfrischem zähem/und gestoßenemLaim beschlagen/ange-stoßen und gleichsam eingedamt werden/ damit andereauswärts herkommende sremdeWasser/die allezeit dieTieffen suchen/ nicht darzu eindringen mögen.
Das kcceptä?»ium, oder der Eingangan ihnsel-ber/muß von gutem Zeuge seyn ausgemauret/ darummuß die Grube oder das Spmium, das man zurCister-nen ausgrabt/ so weit seyn/ damit der Laim und dieMauer Platz habe. Jmfall aber die Cisterne nichttieff/ sondern allein der Erden gleich ist / darff man sieanders nicht/als mit einer gutenMauren einfassen/wan