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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Cllssleö Buch / Wasser-Lust.

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Dulten und Beten das beste Mittel sepn/des HimmelsBestraffungen zu lindern und abzuwenden.

Endlich ist das für das Frauenzimmer nicht die ge-

dergleichen / von einer Crystallinen WasserformigcnFeuchtigkeit/per lpiritum pctriNcsnlcm, und einer ge-wissen schönfarbigen/hellen und klaren mmcra durchge-arbeitetund cosZuiirt/ und zu einer solchen leuchtendendurchsichtigen mall-, werden; die Perlen sollen in denMuscheln / durch an sich Ziehung des allerreinestenThaues / erwachsen / den sie/ bey Hellem und schönemWetter / frühe Morgens im Frühling eintrincken/ unddaraus diß edle Kleinod zeugen und K-n-riren / wie dieNaturkündiger vermuthen; oder/wie ich vielmehr dafürhalte / so ist diese Natürliche Elgenschafft von dem wei-sen Welt-Schöpsser der Welt/ als wie den Hünern idasEyerlegen/ den ös^osr-Geissen dicköstliche Wi-dergifft-Steine/und etlichen gewissen Thieren der Bi-sen,/ eingepflantzt worden; ist auch nicht zu förchten/ solang die Welt nach Göttlicher Einrichtung und Ord-nung stehen wird / daß es an diesen ?rcclosen solle ge-!breche» / weil sie sich von Jahr zu Jahr / wo sie mam, /

cicm convcnicntcm antreffen/vermehren; die Perlenaber/ wie gesagt / sind in den Muscheln / nichts anders/als wie die Krebssteine in den Krebsen Jährlich zu ge-wisser Zeit ansetzen/ wachsen/ vollkommen werden/undendlich wieder ansangen weich zu werden/abzunehmen/biß sie endlich gar wieder in eine Feuchtigkeit verwan-delt/ gleichsam zu Nichts werden.

Ich muß dem geneigten Leser noch ein Zecrct offen-baren / wann man etwann aufder Reise ist / und keinlauteres Wasser (als ojft geschiehet) bekommen kan/wie man es soll klar machen. Man reibe nur den Krugoder das Geschir: mit gescheelten und zu einem Taigzusamm geflossenen Mandelkern / und thu hernach dasWasser darein/ so wird es sich/ in gar kurtzcr Zeit/ lau-tern/und wird schön klar werden. Man sagt/daß dieKern von denMarillen aufdiese Weise gebraucht/glei-che Würckungen thun; diß thut man in Egypten/wannder >i>>us>zurZeit seiner Uberschwemmung/lettich undtrüb ist. Wie t>. Vansleb. in seiner nach Egypten ver-richteten Reise/im lournsi 6ez 8c»vsns^nnci »677.toi 26z. bezeuget: es ist dieses denReysenden undSoldaten wol zu merken.

Vom Unterscheid der Wasser.

Je unterschiedliche Wasser sind / darnach ha-ben sie auch andere und andere Eigenschafften;» > «- das Regen-Wasser / wann es zu rechter Zeitaufgefangen wird / halt man für das reineste und ftb-tileste.

2.Darnach sind die kalten undCrystallinenenBron-nenquellen/so aus den Gebürgen und hohen Orren ent-springen/die zwar an ihm selbst meistentheils für gutund gesund gepriesen werden/dennoch bißweilen, walinsie durch schwefeitchte/lainimsche und mineralischeGründe p-rcoiiren und rinnen / auch die Art/ Güteoder Bofiheit derselben mit sich fortführen/ und also dieangeborne (Qualität und Eigenschafft damit ändernoder gar verlieren.

z. Sind die Schöpffbronnen/ die durch Kunst/undMühe offt tieff unter der Erden muffen gesucht und ge-graben werden.

4. Ist das fließende Wasser / so wieder einen gros-sen Unterscheid leidet / nachdem es über steinichte/kie-sichtt/ jandichte/ oder aber laimichte/ morastige und fet-te Gründe lauffet/ entweder an der Färb selbst/dunck-ler /röthlichter/ blaulichter oder klärer/oder aber vondem Gegenschein des Grundes einem also gefärbt zuseyn scheinet; nicht allein in grossen Flüssen / als in un-serer Donau / deren Wasser eine absonderliche blau-licht-graue Farbe / daher in Oesterreich die Donau-Farb/ als eine absonderliche Lpecies eoloris genennelwird / und siehet man so wol bey Mätthausern / da dieEnnß / als bey Passau / da der Jnn von Mittag / unddie Jltz von Mitternachtwerts in die Donau fliesset/von jedem Fluß die unterschiedlichen Farben lange Zeitunvermenget/ als wie der Rhein / der auch durch dengantzen Bodensee seine Farbe behalt/ und durch unddurch / biß zu seinem Ausfluß/ leichtlich von dem See-Wasser erkennet wird. Darzu gehören auch die klei-

nern Flüßlein und Bäche/ die allenthalben den grossenFlüssen ihren Tribut und Zoll abführen / auch Felderund Wiesen mit ihrer Angräntzung bewässern und er-quicken.

5. Gibt es Saltzbronnen/ wie zu Hall und beyGmünven/im Land ob der Ennß/ davon das gantzeOber - und Unter - Oesterreich mit Saltz versehenwird.

6. Sind die Sauerbronnen/ die mit ihrer durch-dringenden Art die Grös,Aederlein durchweichen/unddie Verstopffung der innerlichen Glieder eröffnen / ei-nen zum Essen machen/und zu vielerley Ge-brechen tauglich und heilsam sind.

7. Finden sich auch Gesund-Bader / etliche warm/wie zuBaden/vier Meil von Wien / da Jährlich einefümeffliche und berühmte Gefellschafft/ im Frühlingund Anfang des Sommers/zusammen kommet/so wolder Gesundheit/ alsdesLnsts zu pflegen/und von derNegierenden Römis. Kavserl. Majest. unserer Aller-gnadigsten Herffchafft/und Dero Hofstatt selbsten offtmit Dero Gegenwart gewürdiget wird. So gibt esttuch andere treffliche Gesund,Bäder in Oesterreich/oder an den Gräntzen / die man zwar wärmen muß/nichts destoweniger aber / wegen ihrer mannigfaltigenWirckung / Jährlich grossen Zulauff haben / als dasBad zu Heylbronn / zu Mannerstorff / zu Obern-Walsee.

8. Gibt es / sonderlich wo Bergwerck sind/allerleyvermischte Wasser von Saliter/ Schwefel / Alaun/Pech / Ertz / Silber / Eisen / Bley / Knpsser und an,dem unterschiedenenMeta'len und Mineralien/nach desGrundes Inbegriff/ durchgegangen und vermenget.

9. Die ärgsten Wasser werden die gehalten/welchein Marassen/ Pfützen / Lacken/ Seen und Teichen sichbefinden / wiewol in diesen?, letztem auch ein grosser

* Zzz iij Unter-