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Vom Ofen/ Kessel und Haspeln.
Ieweil diese Arbeit in keinem ^utkorc .-meinesWissens/deutlicher und ausführlicher beschrie-!oen wird/ als eben im erst angezogenen Ort/alswill ich (damit dem Christlich«« Haus»atter an dieserWissenfchafftnichts ermangele) kürtzlich solches allhieranführen: Zu dem Haspel samt seinen Angehörungen/soll eine Schupffen oder verdeckter vor RegenwetterversicherterOrt/und<n demseibewein solcher Ofen mit!einem Kessel seyn/ der nicht groß / weder tieff noch wensey/unten mit einemOfenloch/Feuer nach Nochdurffchinein zu machen / versehen/ viß foll io. zwerch Finger!unterhalb des Kesselbodens auswärts gehen / daß da-selbst dir Rauch seinen Ausgang nehme/oder man kanauf der Seiten des Ofens em klein Loch / an statt desRauchfangs / biß drey zwerch Finger von des KesselsBoden abwärts machen/ dann also werden die Flam-men rings um des Kessels Boden umschweben/und denRauch verzehren/und doch nirgends keinOtt haben/wo sie können ausbrechen / dann wo der Kessel einge-setzt wird / muß er nicht allein glatt anliegen / sondernauch wohl verlutirt werden/daß wederRauch nochHitzdazwischen möge durchschlagen.
Zu diesem Ofen wird ein einiges Scheitlein / oderSpähne/ oder eine Hand voll Kohlen auf einmal ge-nug ausgeben/ und leicht erklecken/das Wasser im Kes-sel bey seiner nothwendigen Wärme zu erhalten. Her:cle t>cfre«vermeynt/ wann man Seiffen in das Becklegt/verursache es/daß sich die Haußlein leichter ab-winden lassen.
Der Ofen soll auch nicht welter seyn/äls das Äesse-
lein ist / so man oben einsetzet/ auch nicht höher als zwchSchuhe/ aufdaß der Haspler/ der aufseinem Stulji-tzet/MltderHand leichtlich um den Ofen hin und wiederlangen/ undHie Faden-Ende / ivann sie entzwey gehen/oder sonst nachtassen/ dieHäußlein zusammen hencken/oder wann sonsten etwas bey und um den Ofen zu thunist/ohne Befchwerd verrichten könne.
Hinter diesem Ofen soll die HafpelbaNck stehen/des-sen Stollen und vorderes Gestelle biß nächst an demOfen reichen / aufdaß die zwey kleine Eyscnstäncilein,welche auf dem vordem Gestelle eingemacht sind / bißmitten über den Kessel gelangen/und anderthalb Schu-he oben darüber gehen; am Ort oder äussersten Theildieser eisernen Stänglein müssen Löchlein seyn/wor-durch die seidene Faden von dem Haußlein/und so viel/als man deren will zusanmen nehmen / durchgezogenwerden/ damit die Seiden sich also im Durchzug ver-einige/ daß aus so viel Fäden nur einer werde.
Endlich sollen diese Löchlein an gedachten eysernenStänglein also eingerichtet seyn/ daß der Seidenwin-der oder Haspelmann mit der Hand dahin langen/ unddie Fadens Ende leichtlich möge dardurch / und voudannenaufden Haspel bringen und achessten.
Wann sich nun der Haspler gerad gegen dem Ofengesetzt hat / soll er i. oder s. Hand voll Seidenhäußleinin den Kessel / wann das Wasser bey nahe sieden will/emwerffen: dann thät mans eher / als das Wasser zuseiner rechten Wärme kommen / würde sich jene gelbeGummichte Materi/so in denSeidenwürmcrn verborgen ist/in dem Wasser erweichen / daß man die Hauß