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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Zchenden Buchs/ Anderer Theil/ Seidenwürme. 495

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Wie die Seidenwürm-

pEn ^ZoNino Qaiio schreibt/ vor zehen Tagen^kommen sie nicht aus ihren Hülsen/und über 20.«,^Tage bleiben sie nicht darinnen / und das geschi-het bißweilen / wann das Häuslein so hatt und dick iji/sie solches so bald nicht durchdrmgen können, dasWerck/ oder der Schaum (wie es Her: 6c 6crrcs nen-net) von der Heiden/damit die Seidenwürme ihre Ar-beit an die Aeste mit sonderbarer Kunst anknüpften / istihre erste Arbeit. Wann nun dieses alles vollzogen/muß man über 8. oder ?. Tage verziehen/ die Häusleinabzulösen / man muß aber sachte damit umgehen / unddurch zusammendruckung der Hauslein die Wurmenicht mehr zerdrücken / und die Seiden damit bemaili-gen und verwirren.

Alsdann muß man / was man zur Zucht haben will/am allerersten/davon das schonesteund beste ausson-dern/ nemlich diejenigen Hauslein/so sein hart/schwerund Leibsarb sind/so viel man will. Insgemein glaubtman / daß zu einer Nutzen Eyern 100. Welblein und soviel Männlein/theils aber geben zweyWeiblein aufein-Männlein/doch ists am sichersten/sie gleich paaren;dieHäuslein / so schmal und langlicht scheinen / sind dieMännlein / und die kurtz und bauchicht sind/ die Weib-lein/die doppelt zusammen-gesügtenHauslein sind nichthoch zu achten/ weil man die Seiden nicht recht abwin-den kan/ auch nur?iio?-i daraus wird. Diese nunwerden so viel Weiblein als Mannlein an einen seide-nen Faden / der nur subtil durch die äusserste Seiden/ohne Verletzung der Häuslein/ wie eine Ketten an-gehefftet / da sie zu ihrer Gelegenheit sich aufbeißen undzusammen fügen mögen / doch daß man ihnen theils zuHülffe komm e ; so bald man siehet/ daß sie aus ihrer Ge-il. Theil.

sangniß heraus kriechen / muß man Weiblein undMännlein / wann sie es nicht selber thun/ zusammenbringen / und wann sie beysammen sind / legt man siemiteinander auf ein Nußblat/ daß auseiner Tafel aus-gebreitet wird / darauflegt folgend dasWeiblein ihreEyer/die/wann die Blätter dun und gepulvert werdenleicht herab zu bringen/ und das Pulver davon abzublasen.

Theils nehmen / an statt des Nußlaubes / Papiersind aber die Eyer ohne Mejftr nicht herab zu bringen/und werden darüber viel zerbrochen/noch arger ists aufLemwath; sind aber die Eyer darauf gesetzt/ muß mansie biß zur Brutzeit darauf liegen lassen / und alsdannauf der äbichten Seiten mit gutem weissen Wein bene-tzen/bey einem Glütlein erwärmen / und nachdem miteiner subtilen Bürsten(wieHer: AzvMnolZsilo lehret)herab bringen / und aus ein anders trocken Tuch sailenlassen; zu diesem taugt am besten Lsmciot oder lwrzt,dann wann er nur auf der andern Seiten sachte gekra-tzet wird/ so fallen die Eyer von sich selbst herab. Vondiesen Hauslein/ wie auch von den doppelten und dricfachen / ist kein Faden zu hoffen / müssen also nur gekartetschet und gesponnen werden / dardurch sie aberihren Glantz verlieren; daher theils (wie Her: 6c 8c»rcs meldet) die doppelten und dreyfachen aussondern/und zur Zucht gebrauchen / damit sie von den schonenglatten desto mehr schöne Seiden kriegen mögen / ab-zuspulen.

Von jedem driesachen Knoll kommt nur ein Wurmheraus/weil sie ungleich zeitigen/und die andere darüberverderben / indem durch des ersten Ausbruch die übri-ger. durch die eindringende Lusst verde rbt we rden /es

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