Druckschrift 
Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
Seite
494
Einzelbild herunterladen
 

DeöAdeltchen Land-und Feld - Gebens

sich / hören auf zu spinnen/ und arbeiten nichts mehr.Oder das Gespinst wird zum wenigsten gantz ver-würrt/undüchtig und zumGebrauch verwerfflich. Da-hero man niemand / an den Ort/ wo die Würme spin-nen/ lassen soll / als die damit umgehen / änderst wirdman ju der Zeit großen Schaden empfinden. DirGenester ist für die Seldenwürm auch tauglich / weilsie gern daran ihre Gespunst hencken. ('-rcjznu» sagtdavon /daß sie auch zum Spinnen und Leinwath-ma-chen können gebraucht werden / iu>.;. ZutzliinsrumpsZ. l s 6.mit diesen Worten: Qcnika«tiliz stt s 'cl con.6cicn6a lintcs, <^uiccjuici emw cluLtile elt tierc licet,c^uocj ncrc iicet3clexcre. Ouäiile vero eli,quicczulciconkattenaci, scminim^srazUi.

Wann sie sich aufdas Reiß begeben haben / sangensie nicht gleich an/ihteSeidenhäußiein zu machen/ son-dernkriechen unter den Schatten und Hobelspanen et-was herum / und rasten darauf reinigen sich auch da-selbst durch einen gelbenTropffen/der von ihnen gehet/darnach steigen sie wieder aus der Reißhütten solangherum/biß sie jv.rf.ch ein tauglichesOertleinfindi; undwann dieses geschehen/spannen sie/ehe sie ihrHauS an-fangen/ einen gleichsamwollenen und zottichtenFaden/schier wie einSpinnengewebe/ wieHer: iln.irä meldtt/und in dasselbe erst hinein ihr Seidenhaußlein von derbesten und schönstenSeiden;diese zottichteFloret-Sei-den / ist weder an der Güte noch an der Starckederandern zu vergleichen / und nicht so gut; zu dieser Zeit/muß man ihnen wol Lufft lassen/und bey schönen war-men Wetter die Fenster öffnen/ damit sie durch der

^ Äff: Dmchwahung mögen abkühlen.

Die saumseligen /-und zum spinnen faulen Seiden-Würme / sagt ersterwähnter Auth or / welche sich nichtwollen aufdie Arbeit verfügen / und auf einem andernPlatz gesetzt sind/wann sie nun 5. oder 6. Tage auf daslängst daselbst gewesen/von derZeit/da die andem schonzu spmnLnhabcn angefangen / muß man ihnen unterder Zeit das Futter täglich schmählern/und so sie amLeib anheben emzuzehen un röchlich zuwerden/soll man

ihnen garnichts mehr geben / sondern im Scanitzelein-stecken/ und sie alsobald zum Spinnen / wenn sie nichtwollen/ nöthigen.Oder man kan sie alle zusammen neh-men / und auf einen Busch solches Reises / davon dieHütten gemacht ist / sonderlich auf der Hobelfchaltenlegen / das man absonderlich auf einen andern Tischaufrichten kan / oder kan Reiß und Späne allda nurohne Ordnung übereinander legen / daselbst werden sieihre Häußlein schon vollenden /ohne daß sie etwas klei-ner sind/und von diesen muß man zur Brüt nicht er-wählen / weil wenig früchtiges davon zu hoffen. Esist auch / sagt bemeldter Author/ gar wol vonnothen/daß man zu Zeiten bey den Hütten / welche vorher reinausgeputzt sind/ zusehe/vb nicht Würme von derHüt,ten herabgefallen / daß man sie wieder hinaufsetze/unddargegen jene / welche sich Äusserst um das Reiß herumsetzen / weil sie kein bequemes Ort mehr finden / herun-ter nehme/und an einOrt/dasiemehrPlatz finden/ver,setze;so man abersiehet/ daß sie schon ziemlich am Leibeingegangen und kurkworden/ muß man sie/ wie oben-gedacht / in Scanitzel einsperren / worinn sie zwarschlechteMdunformliche Häußlein machen.