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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Ave!»chen Aauo^uich ^etb-!LebtlG

! Sctdenhäußleiilg^öffer/^ärtttust subtlihärlgcr ftyn/l sie werden fascm dieftmSchcin/wie sie aussallen/auch

Weiber-BrüstcnauszubrMen/ist wenig nutz/wen ihnedie ungleiche Bewegung/ die ein Mensch zu haben pfie-get-undienlich ist/ungleich ausfallen-und bald erdrücktoder erstickt werden; als» hat man wol bessere Millel /als/wann die Brutzeit vorhanden/ legt man sie in eineandere höltzerne Schachtel / die mit^Baumwot! odersubttIcnlWerck(welches angeleimt seyn musj)gefültertund mit einem we:sscnPapier bedeckt sey / daraiiflegtman nun die Eyer / und auf diese legt man wiederBaumwolle vder Werck/ und darauf ein durchlöchertoder mit grossen Glufen ( oder Pfriemen) zersto-chenes Papier/ das ohngefehr Löchlcin habe wie einHirSkörnlein / dardurch werden die Würmlem herauskriechen/ lassen die Eyerschelffen aufdem Werck / undhangen sich an die Maulbeerblätter/ die zu diesen! Endeauswendig auf das durchgestochenePapier gelegt sind.Von bannen trägt man sie anderwärts / wie bald fol-gen wird.

Man muß aber der Natur / durch Kunst / also fort-helfsen/ indem diese höltzerneAefchin in em verhängtesBette/zwischen zwey mit derWärmpfann mmelmäs-sig gewarmere Böister setzet / von zwey zu zwey Stun-den darzu schauet / und die Wurme / nachdem sie aus-fallen/ wegnimmt/ auch dl'e Küsse allzeit wieder gelindewärmet. Man soll die zarte Würmlem mit der Handnicht berühren / sondern allem mitdenMaulberblat/daran sie sich zu hencken pflegen/ forttragen. Erstlichlegt mall sie in ein Sieb oder grosse Reittern / die vormit Leinwath/daraus aber mit Papier überlegt sey/dawerden sie m etliche Tage warm gehalten/ damit sie derLufft allgemahlich gewöhnen / daher muß auch dieWärmung von Tag zu Tag gemässlgtund gemindertseyn. Diese Reutern setzt man aus mit Fürhangen ver-machte Bretter/ damit die ersten 4. vder<>. Tage ihrerzarten Jugend die Kälte/oder dieWinde nicht schaden;aufdiefes/bringt man sie in eine warme/wol verschlos-sene / saubere reine Kammer/ ausnette und polierteTa-seln/ die mit Papier überdeckt sind / alle zusammen;diese enge Herberge / macht ihnen desto wÄmer/so ih-nenbey erster Jugend angenehm und wol ersprießlichist/ biß daß sie nach und nach erstarcken / und an weit-läuffigere Herberg gebracht werden. Davon auchMda in seinem ersten Buch cle Lomb^cc als» schrei-bet:

k,x!ßUU« primüm cspict Solzoicm locusomncm,

Lorpore cleinzuÄo, cunsbul^ prima rclinczuunr.

I'um cun<Ļm in populos in vicos liiviris zcn-rem.

Oivcrlssq; c!ski»feijcz, seci-St»^; KSßns.

dicc iatis koc lcmel cli,quotics kis srct»victcki»

Llsc6<zmus/p»cis »augenturciumcorpora eui-qu- ,

totisg Ic^cüc, inH; novss 6i^uccrc iecic»

venich-ct wird/soll gantz neu/und von so dünnenHvltzstyn/als möglich ist; die Eyerlein /ehe man sie tu die

anfangen zu arbeiten; unter den Achseln oder zwifchen j BrmfHachtel legt/sollen an der Sonnen/ öder bey

! einem Feuer gewärmet seyn; die Böister / darzwischen^ die Spachtel stehet / müssen gar eme sanffte gelindeWärme haben/ hernach ivcrden die Böister mit einenwarmen Tuche zugedeckt. Die Schachteln müssensie gern auf-und zumachen lassen.

Die rechte Maß derWärme ist diese/die einMenschim Bett verlässt/wann er erst aufstehet; fsrner sagt er /es sey am besten / wann man dieBrut-Schachtel mit >den S'eidenwürm-Cyren bey derNachtzu sich insBet-1te nehme / wann nur die Schachtel etwan nicht auf-gehe/ und dieEyer heraus falten; stehet man des andernTagS auf/läM man dieSchachtelim Bette ligen/unddecket noch ein Tuch oben drüber; diese Bett-War-me hält sich / nachdem er ausgestanden/ wenigstes zwoStundenlang/ eherdarssmandie Bölster nicht wär-men.

Am dritten und vierdten Tag / dasiemeistentheilsanfangen auszufallen / ist ihnen die übrige Wärme amschädlichsten/sonderlich denen/die schon ausgeschlossen/und m der Schachtel von innen herumkriechen/derent-halben dieBettwärme(sagter) am bequemsten undvorttäglichsten. Es sey nun diese Brutwärme so geringund mittelmässig/als sie wolle / soll man dennoch vonderselben/vor de dritten oder vierdten Tage/ nicht nach,lassen/ darum hält man für das beste / die Brutgestatt/so lang bey Jemanden / Manns-oder Weibspersonenlw Bette zu iassen/biß die Scidenwürme alle miteinan-der ausgefallen.Wann man inErössnung derSchach-tel gewahr wird / daß die Baumwoll oder Werck vollschwartzer Würmlein/ so gemeiniglich den dritten odervierdten Tage erfolget/ auch wann sie zu fpath in dieBrut ksmMN/ den andern Tage schon hauffenweiseausfallen/legt man/wie oben gesagt/ das löcherichtePapier/ und aufdasselbe etli6)eMaulbeerblätlein/thutdie Schachtel wieder in ihreWärme/ öffnet sie in einerviertel Stund wiederum / und wann sie ausgeheckt /werden die Blatter gantz schwach vollerWürmlein er-scheinen / an deren statt legt man wieder frifcheBlätterhinein.WanndieWürmlein schwach erscheinen/ist es/nach rsn-i-A Meynung/ das erste Zeichen'/ daß sie wolgedeyen werden. Man nimmt die Blätter mit denWürmlein mit einer silbernen vder kupffernen Nadel /legt sie in eine andere lähre mit Papier gefütterteSchachtel / mit samt den Blättern übereinander / aufdas frische Maulbeerlaub/ da sie sich selbst austheilen/und unnöthig ist / sie mit Händen zu berühren. AHnun muß man von Stund zu Stund bey den Brutge-statten zusehen / die Würmlein nach und nach herausheben / in Schachteln lhum und endlich in einenKasten

öder Truhen / wo keine Lufft beykommet/ verlegen/undsie die 4. vder 5. ersten Tage warm halten. Welcheersten fünffcenTag ausschlössen / sind unnnütz / undnur weg zu werffen; je früher und gleicher sie aptsal-

NL öukilz, äon-c tabuls5 impl-vcrit omncs. l len/ je bcher ist es,

Nool.isn-rcl Mll/dieSchachtel/darinn duBM«