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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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ZehcndcnBuchs/ Anderer Theil/ Seidenwürme.

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Je Eyer/ so ;ur Brutzeit gehören / find vorherwol zu verwahren / in eine höltzerne wol zuge-MiZchtePüchfe n oderSchachtel/die mit saubernglatten Papier ausstaffirt sey/zu legen/ hernach in einerKisten unter die Kleider / aber nicht unter Leingewand /so wegen der Feuchten schaden möchte/zuschliessen/undin ein trocken Zimmer/ das btßweilcn imWinter einge-het wird/stehen zu lassen/also werden dieEyer zu einerdesto schleunigern und gleichern Brüt wol vorbereitet;hingegen wo man sie in einem Glas halt / wird dessennatürlich in sich haltende Kälte die Brüt verlangernund aufhalten / daher sie vor Kalte und Feuchten wol zuverwahren/also auch/wann manEyerlem von ferne be-stellt und herbringen läßet/ muß es im Sommer / nichtim Herbst oderWinter seyn/ darum soll man si ch gleichsobald die Seiden-Arbeit vorbey/ mit Eyerlein verse-hen; man muß auch / wie sie einmal recht eingemachtworden/nicht fürwitzig vfft darzu sehen/und sie eröffnen.

Die Zeit der Auöbrütung ist / wann die Maulbeer-bäume anfangen Blätter zu gewinnen / damit die jun-genWürmegleichSpeise finden wie auch der berührn,lettieron/mus Vicl-, Iil>. l. lehret:. revoccs iniuminis a urzs,

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Doch wann ja anfangs das Maulbeerlaub mangeln'olle / kan man ihnen entzwischen junge zarte Nesseln/jungen Salat oder Rosenlaub und Brombeerblätterfürgeben/doch ists bester/ wann manRustbaum.blätterdißfalls brauchet / wie Hen clc 8-rre« will / mit diesen >Worten'kkünt tombe en teils dleeciLte, ismclieurscrs clesc scrvircn cett cnciroit 6e ls tusillc ä' Ornie,zucuncm»nz manZcsbIc psr l«» lVIazmsux, «Zvnt il,recvivcnt souIsZemsnt, pour^uclque 8^mpstbie.

eil - sv»e ccilc 6 IVleuricr. Welches Zwar derHrantzösische Author auch bekennet/doch das^ota bc>na beyfüget; so wenigeZeit/ als dieWürme mit solchenobbenennten Blättern undLaub sind gefüttert worden/empfinden sie es dennoch immer/und wird ihreSeidennicht allein schwächer / sondern auch weniger / daherwer noch an dcreBrut bekommen könnte/thäte gar wol/wann er wieder neue ausheckte / als bey diesen nurdie Zeit und auch das Laub der Maulbeer-Bäume zuverlieren.

So soll man auch nicht mehr Seidenwürmleinausbrüten lassen/ als man ernähren / und mit demLauberklecken kan/auszwey Loth Seidenwürm-Brut/ wirdman (sagt unser Wienerisches Büchlein ) über viergrosse Maulbeerbäume zur Nahrung nicht vonnöhtenhaben/ hingeaen der mittlern Bäume ohngefähr zwölffoder 15. bedörffen. Mit dem Laub aber / von schwar-hen und gemeinen Maulbeerbaumen / weil es harterund schwerer zu verdauen / kan man länger auskom,men / und wann man von solchen füttern will/ kan manmit einem schwartzen so weit / als mit dreyen weissengelangen.

U. Theil.

XXI!.

Wie sie ausgebrütet werden.

Offtmals geschiehet/weil dieEyer endlich/wannwarmes Wetter kommt/sich selbst ausheckenund aus,schlieffen/daß wann man dieEyer einweichen will manschon etliche ausgeschloffeneWürmlein darunter findetalsdann muß dieEmsetzung unterlassen seyn/sönsrwür-de man so wol diese/ alsauchdiefast brutigeEyerleinmiteinander verderben; weil aber dieses gar langsamgeschiehet, und besser ist/ daß die Arbeite fein zusam-men / und je früher / je g«legensamer verrichtet werdenmöge/asso ist/wie gesagt/ die rechte Zeit die Eyerleinauszubrüten / wann die Maulbeerbaume / nichtdie imGarten und zwischen den Mauren stehen / welche zeit-licher ausneiben/ sondern wann diejenigen anfangenauszuschlagen/ die im Feld stehen / damit es weder zufrühe noch zu spat geschehe / und die zarten ausfallenden Würmlein weder zu große Kälte / noch zu vielHitze(so beederlcy schädlich) leidendorffen.

Obwolen aber die Eyerlein / wegen der Warme/vor sich selbst ausschlieffen / ist dennoch rathjam undgut / daß man dieselben lasse aufs bäldeste/ als <s seynmag/ausbrüten und ausfaven/wegm zweyer Ursachen:Erstlich wegen desFrühlings/daß man/sovielmüglich/die Zeit gewinnen/und derSommer-Hitzentgchenmö-ge/indem gemeiniglich die ersten die besten sind. Andertenwegender Maulbeer/welche/wann sie schon anhe<benzuzeitigen/Undreiffwerden/würde manschwerlichverhüten können/daß nicht etliche unter das Laubkom-men/selbiges anfeuchten/und die Seidenwürme davonfressende/nachmals darüber zerbörsten müsten. Darmauch ist vornemlich zu beobachten / daß die Würmleinfein zugleich ausschlieffen / und nicht einer heut/ der an-der morgen / denn also könnten sie nicht zugleich / undauf«inerley Weise/gefüttert werden; sintemal ( wieHen l sn»rcj recht sagt) die ersten auch vor den andernsich verandern und verstellen / und alsdann vonnöthenhaben / daß man ihrLigerstattzvr selben Zeit saubere/und frisches Laub ausstreue/so hingegen die jüngste undspätere nicht gedulten mögen; daher kommt «s/ daßviel / wegen Ungleichheit des Ausfallens / nicht alleinSchaden leiden/sondern gar verderben müssen. Zudembrauchetesauchmehr Fleißes/und mehrZeit/ wannman nicht mit allen kan gleich umgehen; so würd« auchdergestalt mehr Laub verwüstet/ mitdieftm/ daß dwgar jüngst und neugefallene/ die noch (also zureden)halb todte Würmlein / nicht stracks anheben von demLaub zustehen / sondern anfangs nur daraufumherkriechen / und selbiges anschmutzen; eben auch thun siedieses / wann sie sich zu ungleicher Zeit enthäuten wol-len / und machen dardurch das Laub / den andern/welche entweder schon ein ziemliches Alter / oder sch ondie erste AbhHutung vollzogen / abgeschmack und unan-nehmlich / daß sie davon leiden müssen / und man ih,nen nothwendiger Weise frisches Maulbeerlaub vorle,gen muß; darum soll man sie billich/ nach ihrem Al-ter/absondern/ und ananderegewißeStellen bringenlassen.

Die Zeit der Ausbrütung soll seyn im wachsendenMonden / vom vierdtenTage/ bißaufden zehenden(nach Herrn äuzulimi VaiiiMeynung) so werden die

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